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2. Harznutzung

Wald
Einige Kiefern tragen bis heute die Narben der ehemaligen Harznutzung

Im 1. und 2. Weltkrieg und den Notjahren danach wurde im Hardtwald das Harz der Kiefern genutzt. Der Rohstoff Harz war das Ausgangsprodukt für Lacke, Leime, Schmiermittel und ähnliches. Auch in der pharmazeutischen Industrie fand es Verwendung.

Am Stamm wurden stellenweise die Grobborke entfernt und anschließend fischgrätenartige Rillenschnitte eingekerbt. Der „Holzbalsam“ lief auf diese Weise zu einer Mittelrinne und wurde in einem Glastöpfchen aufgefangen. Ein- bis zweimal wöchentlich mussten die Rillen erneuert werden.

Noch 1948 waren in der Schwetzinger Hardt 28.878 Harzkiefern vorhanden. Wegen der Schwächung der Kiefern und des Aufkommens preiswerterer Ersatzstoffe wurde die Gewinnung von Harz im Hardtwald 1950 eingestellt.

 

 

 

 

 

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