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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 21. März 2017 - Waldkindergarten wird teurer

Gemeinderat stimmt Kostenerhöhung um 64.000 Euro zu

Die Kosten für den Bau des neuen Waldkindergartens im Gewann Hof steigen. Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung am 21. März „zähneknirschend“, wie es Bürgermeisterin Staab formulierte, der Erhöhung der Mittel um 64.000 Euro auf 329.000 Euro zu.

Stadtbaumeister Andreas Tisch erklärte, dass man mit den zunächst ermittelten Kosten von 265.000 Euro „nicht hinkomme“. Diese Kostenermittlung hatte sich noch auf eine Holzhütte bezogen in der Nähe des schon bestehenden Waldkindergartens des Zipfelmützen e. V. Nachdem im Gewann Hof ein geeigneterer Standort gefunden worden war, kam es bei der Baugenehmigung zu weiteren Auflagen der Fachbehörden und Verbände. Der Waldkindergarten gilt nicht mehr als „Schutzhütte und Rückzugsraum“, sondern als selbständige Kinderbetreuungseinrichtung. Wegen des Ganztagesbetriebs sind technische Vorgaben zu erfüllen und eine aufwendigere Infrastruktur ist erforderlich. Tisch musste aber auch feststellen, dass die Kostenangaben im Rahmen der Planung nicht alle Leistungsbereiche gänzlich umfasst haben.

Von einer „Riesenkostenerhöhung“ sprach Stadtrat Werner Sauer (CDU). Er wünschte sich künftig „realistischere Zahlen“, meinte aber, dass der Waldkindergarten dem Ganztagesbetrieb Genüge tun müsse. Eigentlich seien die Anforderungen doch klar gewesen. Auch Lorenz  Kachler (SPD) sah die Kostensteigerung kritisch, meinte aber, dass man den Kindergarten ja dringend brauche. Schließlich seien auch nicht alle Kostengruppen von der Erhöhung betroffen. Günter Lukey (FDP) erinnerte daran, dass man bei der Beschlussfassung im Juni 2016 die Hoffnung gehabt habe, dass der Kostenrahmen eingehalten würde. Dass der Fachplaner Leistungsbereiche nicht erfasst habe, werfe kein gutes Licht auf diesen, stellte er fest. Man müsse „wohl oder übel zustimmen, aber nicht mit Begeisterung“, so Lukey, der noch ergänzte, dass man auch zeitlich hinterherhinke. Bis jetzt sei nur die Fundamentierung erfolgt. Er warf auch einen Blick nach Wiesloch, wo bei der Einweihung einer Turn- und Gymnastikhalle vor kurzem erst bekanntgegeben werden konnte, dass die Kosten sogar günstiger ausgefallen waren als geplant. „Dort muss gespart werden und dort wird auch gespart“, stellte er fest. „Wir haben keine einfache Schutzhütte“, meinte Walter Hecker (Bündnis 90/Die Grünen), das koste eben Geld. Alle seien schließlich für die Idee des Waldkindergartens gewesen. Seine Fraktion wundere sich aber, warum zum Beispiel Provisorien, wie die kürzlich beschlossene Containeranlage für die Kinderbetreuung, so teuer seien. Zum aktuellen Beschluss meinte er: „Wer A sagt, muss auch B sagen.“ Dem schlossen sich alle Mitglieder des Gemeinderats an und votierten für die Erhöhung der Mittel, damit es zügig vorangeht. Mit Ende des Frühjahrs soll der Waldkindergarten bezugsfertig sein.


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