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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 16. Mai 2017 - Stärkung des Standorts Walldorf

Gemeinderat beschließt Bebauungsplanentwurf und lobt schnelles Verfahren

Einen „Schlusspunkt“ unter das Verfahren des Bebauungsplanentwurfs für die „Walzrute, 1. Teiländerung“ und die entsprechenden Satzungsbeschlüsse, wie Stadtbaumeister Andreas Tisch es formulierte, setzte der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am 16. Mai mit seinem einstimmig positiven Votum.

Damit wurde für den Bau des neuen „Data-Centers“ der SAP SE Planungsrecht geschaffen. Bereits im Oktober 2015 hatte der Gemeinderat grünes Licht für diese Teiländerung gegeben, um die weitere Entwicklung der SAP am Walldorfer Standort zu ermöglichen. Auf dem Gelände der Walzrute, zwischen Hasso-Plattner-Ring, einem Parkdeck und dem Hochholzer Wald, entsteht zurzeit ein großes Rechenzentrum, das mit dem Rechenzentrum in St. Leon-Rot zu einem der wichtigsten europäischen Daten-standorte der SAP ausgebaut werden soll. Da das Data-Center für das zukunftsträchtigte Cloud-Geschäft benötigt wird, ist sein Bau wichtiger Teil der Unternehmenstrategie. Diese Stärkung des Standortes Walldorf hatten Bürgermeisterin Christiane Staab und die Mitglieder des Gemeinderats bereits im Oktober 2015 begrüßt, was nun nochmals mit der einhelligen Zustimmung zum Bebauungsplanentwurf bekräftigt wurde.

Stadtrat Manfred Zuber (SPD) erinnerte an den „zeitlich hohen Druck“, unter dem das Vorhaben steht und lobte mit Blick auf die Stadtverwaltung und die weiteren Beteiligten das „erstaunlich schnelle Planverfahren“. Das Data-Center sei ihm lieber als das ursprünglich hier vorgesehene Parkhaus, meinte Zuber, der die Standortsicherung als „gut für Stadt, Kreis und Land“ wertete. Auch der Kreis „lebt gut von diesem Geld“, stellte er fest. „Das ist ein gutes Signal der SAP“, meinte Dr. Gerhard Baldes (CDU), der ebenfalls ein Rechenzentrum einem Parkhaus vorzog. Er ging auf die artenschutzrechtlichen Belange ein, zu denen es einen sehr ausführlichen Bericht gebe. Im Oktober 2015 hatte Stadtbaumeister Tisch eine vorsorgliche Worst-Case-Analyse angekündigt. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden wurden Konzepte für Ausgleichsmaßnahmen entwickelt. Die Fledermäuse würden durch den Bau tangiert, so Baldes, Man müsse hier abwägen und versuchen, die Beleuchtung entsprechend einzurichten, damit die Beeinträchtigung nachts möglichst gering bleibe. Auch Zauneidechsen gebe es hier, die man berücksichtigen müsse. Er plädierte in diesem Zusammenhang dafür, den Waldrand „neu und besser zu gestalten“. Dem ursprünglich geplanten Parkhaus habe man damals nicht zustimmen können, erklärte Wilfried Weisbrod (Bündnis 90/Die Grünen). Nun könne man die Wünsche der SAP aber umsetzen, da sie für die infrastrukturelle Entwicklung der SAP wichtig seien und Walldorf eine langfristige Perspektive gäben. Für die wirtschaftliche Entwicklung des Rhein-Neckar-Kreises sei das Data-Center „ein Meilenstein“. Die Tiere müsse man schützen, für Fledermäuse und Zauneidechsen sei „schon viel getan worden“. „Gut, dass es so schnell gegangen ist“, war auch die Meinung von Dr. Günter Willinger (FDP). Er sah, dass hier ein „Gesamtpaket aus Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung“ geschnürt worden sei und dass „uns die Erfolge zugute kommen“. Mit den Waldrefugien sei man für den Ausgleich in Vorleistung getreten.


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