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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 20. Juni 2017 - SAP entwickelt Standort Walldorf weiter

Gemeinderat stimmt Aufstellung von Bebauungsplanänderung für ein Bürogebäude zu

Das ist die Bildunterschrift

Die jetzt noch als Parkplatz genutzte Fläche südlich des Verkehrskreisels am Hasso-Plattner-Ring ist Standort des geplanten Bürogebaudes (Foto: Pfeifer)


Am 20. Juni fällte der Walldorfer Gemeinderat einstimmig den Aufstellungsbeschluss für die zweite Teiländerung des Bebauungsplans Walzrute. Was so nüchtern klingt, bedeutet, dass Planungsrecht geschaffen wird, damit die SAP SE für rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein neues Bürogebäude bauen kann.


Wie Stadtbaumeister Andreas Tisch in der Sitzung erklärte, will die SAP südlich des Verkehrskreisels am Hasso-Plattner-Ring im Bereich des jetzigen Parkplatzes ein viergeschossiges Bürogebäude in Modulbauweise errichten. Damit könnten die benötigten Arbeitsplätze, die dauerhaft genutzt werden sollen, in kurzer Zeit geschaffen werden. Da die rund 1,2 Hektar große Baufläche im vorhandenen Bebauungsplan als Fläche für Stellplätze und Garagen ausgewiesen ist, musste der Gemeinderat der Teiländerung für die neue bauliche Nutzung zustimmen. Wie Tisch ausführte, könne der Aufstellungsbeschluss im vereinfachten beschleunigten Verfahren gefasst werden. Obwohl hierfür kein Umweltbericht erforderlich sei, so Tisch, werde dennoch eine artenschutzrechtliche Untersuchung durchgeführt.

„Es ist erfreulich, dass unser größter Steuerzahler weiterhin in unserer Stadt investiert“, meinte Stadtrat Uwe Lindner (CDU). Er sprach noch die ursprüngliche Planung der SAP an, auf dem Campus vier Sterne zu errichten, von denen inzwischen drei realisiert worden seien. Ein Bürogebäude anstatt eines Parkplatzes fand Stadtrat Manfred Zuber (SPD) im Zuge der Standortsicherung „positiv“. Auch er sei hier eher von einem vierten Stern ausgegangen und zeigte sich „überrascht“ von dem Standort für dieses Bürogebäude. Er fragte sich, wo die rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohl parken würden.  Er gab noch zu bedenken, dass ein „ordentliches Verfahren“ mit Vorberatung „runder“ gewesen wäre, aber der Verzicht darauf dürfe kein Hindernis sein, das Verfahren nun einzuleiten. Er zeigte sich davon überzeugt, dass das Verfahren durch den zuständigen städtischen Fachbereich und die Planer gesetzestreu durchgeführt werde. Stadtrat Wilfried Weisbrod (Bündnis 90/Die Grünen) stimmte der Einleitung des Verfahrens ebenfalls zu. Schon in der grundsätzlichen Debatte um die Sternegebäude habe man diese als notwendig für die Infrastruktur in der Region gesehen. „Es wäre toll, wenn man nicht nur die kurzfristigen Bedarfe an Arbeitsplätzen bei der SAP sehen würde, sondern Entwicklungsparameter hätte“, meinte er. Dies,  um zu wissen, dass die Anwesenheit von SAP grundständig gesichert sei. Er regte noch an, der Bauherrin in Gesprächen nahezubringen, dass es gewünscht sei, das Gebäude in Passivhausbauweise zu realisieren sowie regenerative Energie bei der Wärmeversorgung, energiesparende Computertechnik und mehr zu nutzen. Stadträtin Dagmar Criegee (FDP) gab ebenfalls grünes Licht für den Aufstellungsbeschluss, sofern sich der Wegfall des Parkplatzes „nicht negativ auf die Parksituation auswirkt“.

Die SAP errichtet aktuell ein Rechenzentrum in der Dietmar-Hopp-Allee und baut derzeit ein Bürogebäude an der Ecke Dietmar-Hopp-Allee/Rudolf-Diesel-Straße für rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


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