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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 30. Januar 2018 - Kommunale Fahrzeug-Flotte wird e-mobil

Gemeinderat befürwortet Antrag von Bündnis 90/Die Grünen auf schrittweise Umstellung

Der kommunale Fuhrpark soll nach und nach „e-mobil“ werden. Diesen Antrag vom November 2017 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellte deren Stadtrat Hans Wölz in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 30. Januar vor.

„Taten statt Warten“ – so fasste Hans Wölz das Anliegen seiner Fraktion zusammen. Mit dem Ersetzen vorhandener Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren durch Elektrofahrzeuge wolle man ein weiteres sichtbares Zeichen für kommunales Engagement bei Klimaschutz und Energieeffizienz setzen, so Wölz. Die Walldorfer Bevölkerung könne von der sauberen,  nicht von schädlichen Stickoxiden belasteten Luft und der leiseren Mobilität profitieren. Als weiteren Pluspunkt sahen die Grünen eine weitere Verbesserung Walldorfs im Ranking des „European Energy Award“, den die Stadt 2017 nach erfolgreicher Re-Auditierung weiterhin zuerkannt bekam. Man unterstütze mit der Elektromobilität auch eine zukunftsfähige Technologie, erklärte Wölz, dessen Fraktion auch beim Astor-Stift und den Stadtwerken Walldorf künftig vermehrt auf Elektrofahrzeuge setzt. Mit einer garantierten Laufleistung von 160.000 Kilometern, weitaus weniger Verschleißteilen, geringeren Betriebskosten schnitten Elektroautos deutlich besser ab als Autos mit Verbrennungsmotoren, führte Hans Wölz noch als Vorteile an. Die Elektroautos könnten allerdings nur so „sauber“ fahren wie der Strom sei, den sie nutzten, erklärte Wölz. Klima- und Umweltschutz sei natürlich nicht zum Nulltarif zu haben, doch könnten auch wieder Förderprogramm für Kommunen aufgelegt werden, hoffte Wölz. Ein E-Golf ist derzeit noch etwa doppelt so teuer wie ein Benziner.

Bürgermeisterin Christiane Staab musste nicht erst überzeugt werden, sondern stellte fest, dass sich die Verwaltung dem Antrag anschließe und jeweils prüfen werde, wo der Einsatz von E-Fahrzeugen sinnvoll sei. Bei Feuerwehr- oder Sonderfahrzeugen könnten die Anforderungen allerdings noch nicht durch E-Fahrzeuge erfüllt werden. Hinderlich seien hier das hohe Gewicht der Akkumulatoren und die eingeschränkte Reichweite.

Stadt als Vorbild

„Wer Umweltschutz ernst nimmt, muss investieren“, meinte Stadtrat Uwe Lindner (CDU). Auch er befürwortete die sukzessive Anschaffung von Elektro-Fahrzeugen und konnte sich auch Hybrid-Autos vorstellen. Stadtrat Lorenz Kachler (SPD) sprach sich ebenfalls dafür aus, dass die Stadt dies „vorleben“ müsse. „Man kann nicht dagegen sein“, so Kachler. Er regte an, die E-Autos zunächst zu leasen. Dann sei man nicht so lange gebunden und könnte die neuesten Technologien nutzen. Stadtrat Günter Lukey (FDP) betonte, dass man konventionelle Fahrzeuge nur ersetzen solle, wenn dies vorteilhaft und sinnvoll sei. Der Strom müsse aus regenerativen Quellen kommen. Bei der Herstellung der Akkumulatoren und bei der Entsorgung der Batterien sah er noch „viel Spielraum für Verbesserungen“. „Der Stein der Weisen wurde noch nicht gefunden“, meinte Lukey, der aber für seine Fraktion dem Antrag auch zustimmen konnte.


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