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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 20. Februar 2018 - Stadt hat nur überschaubare Möglichkeiten

Gemeinderat beschließt Lärmaktionsplanung

Das ist die Bildunterschrift
Gute Resonanz fand der Informationsabend zum Lärmaktionsplan im Juli 2017 (Foto: Pfeifer)


„Das Wenigste liegt in unseren Händen“, stellte Bürgermeisterin Christiane Staab zum Lärmaktionsplan für Walldorf fest. Es handle sich zwar um ein „umfassendes Werk“, so Staab, doch der Handlungsspielraum der Kommune sei „sehr gering“.


Stadtbaumeister Andreas Tisch erinnerte in der Sitzung des Gemeinderats am 20. Februar daran, dass die Situation Walldorfs mit Autobahnen einerseits und Bahnlinie andererseits sehr speziell sei und man als Kommune nur „relativ überschaubare“ Möglichkeiten habe, den Lärm zu vermindern. Erfreulich sei die „intensive Beteiligung“ der Bevölkerung gewesen, so Andreas Tisch, die sowohl bei der Informationsveranstaltung am 19. Juli 2017 als auch in der darauffolgenden Offenlage zu Wort gekommen sei. Mit der Lärmaktionsplanung, die für Walldorf das Büro Köhler und Leutwein durchgeführt hat, hat Walldorf der Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union von 2002 Rechnung getragen. Die Umgebungslärmrichtlinie erfasst Geräusche des Straßen-, Schienen- und Flugverkehrs in Ballungsräumen und der darin liegenden Industriegelände. Der vom Verkehr ausgehende Lärm wurde nicht gemessen, sondern auf Basis von Prognosen und Ausbreitungsszenarien mit Computerprogrammen berechnet. Hauptlärmquellen sind die Autobahnen A 5 und A6 sowie die Landesstraßen L 723, die B 291 und die Bahnlinie im Osten Walldorfs, wobei der Schienenlärm überwiegend nachts in der Stadt wahrzunehmen ist. Als innerörtliche „Hot Spots““ erwiesen sich die Bahnhofstraße, die Schwetzinger Straße und Abschnitte der Nußlocher Straße. Wie der Stadtbaumeister erklärte, könnten die Baulastträger der überörtlichen Straßen nun anhand der Lärmaktionsplanung über geeignete Maßnahmen, wie zum Beispiel ein Tempolimit, befinden. Bürgermeisterin Staab verwies auf die „Kooperationspflicht der übergeordneten Behörden“.

Auf städtischer Seite habe man ja schon viel getan, stellte Tisch fest. Mit dem ab April startenden Carsharing ließe sich Verkehr vermeiden. Für die Schwetzinger Straße ist eine Fahrbahnsanierung mit lärmminderndem Belag vorstellbar. Verkehr zu verlagern sei schwierig, meinte der Stadtbaumeister, denn man habe ja bereits Umgehungsstraßen. An wirklich „ruhigen Gebieten“, die im Lärmaktionsplan ebenfalls ausgewiesen werden sollen, haben sich in Walldorf lediglich „zwei Ecken im Wald“ gefunden. In der Wohnstadt gebe es keine ruhigen Bereiche, berichtete Tisch, der aber auch darauf hinwies, dass es keine gesundheitsgefährdenden Bereiche in Walldorf gebe. Der Gemeinderat stimmte der Lärmaktionsplanung zu.


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