Menüpunkt Kultur
Inhaltsübersicht  Kultur ► Sehenswertes

Sehenswertes

Trotz der großen Zerstörungen bei der Mainzer Stiftsfehde 1462, durch die Franzosen 1689 und durch einen Großbrand im Jahr 1858 haben sich etliche sehenswerte Gebäude und Denkmale in Walldorf erhalten.

Das bekannteste ist das Astorhaus. Es geht zurück auf die Stiftung des großen Walldorfer Sohnes Johann Jakob Astor, der es vom armen Walldorfer Metzgerssohn zum reichsten Mann Amerikas gebracht hatte.

Astorhaus
Astorhaus bei Nacht

Als Astor im Jahr 1848 starb, hinterließ er seiner Heimatstadt eine Spende von 50.000 Mark für die Armen. Die Stadt erbaute mit dem damals beträchtlichen Stiftungskapital das Astorhaus, das von 1854 bis 1937 als Armenhaus diente.

Astorhaus
Johann Jakob Astor

Heute lebt die Stiftung in den Altenwohnungen des Astor-Stifts im Stadtkern fort. Seit 1970 betreibt die Vereinigung Walldorfer Heimatfreunde 1965 e.V. im Astorhaus ein Museum. Auf rund 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird die Geschichte Walldorfs und der Region mit zahlreichen Funden, Fotos und Dokumenten nachgezeichnet. In unregelmäßigen Abständen lädt das Museum zu aktuellen Ausstellungen ein.

Das im wörtlichen Sinne "überragende" Baudenkmal der Stadt ist die Evangelische Stadtkirche. Sie wurde in den Jahren 1858/61 in neugotischem Stil als dreischiffige, sechsjochige Hallenkirche erbaut. Im Inneren sind noch Teile der originalen, zeitgenössischen Ausstattung zu sehen. Besonders bemerkenswert ist ein Altarbild mit Christus am Kreuz von Joseph Anton Settegast.


Evangelische Stadtkirche

Noch älter ist die Katholische Kirche St. Peter. Der heutige, spätbarocke Bau wurde in den Jahren 1787/91 unter der Verwendung alter Mauerteile erbaut. Sehenswert sind die aus dem 15. Jahrhundert stammenden Fresken im alten Glockenturm, die die vier Apostel Lukas, Markus, Matthäus und Johannes darstellen, außerdem das prunkvolle Wappen des 1716 bis 1742 regierenden Kurfürsten Carl Philipp.


Katholische Kirche St. Peter

Ein historisches Kleinod ist auch die Laurentiuskapelle aus dem Jahr 1783. Sie ist wohl der Nachfolgebau einer 1764 abgerissenen gotischen Schloßkapelle und gehört zu den wenigen noch vorhandenen Resten der ehemaligen Hofanlage der Herren von Sickingen. Die daneben stehende Börse, ein Fachwerkbau des 18. Jahrhunderts, ist der Hauptbau der Sickingeschen Besitzungen. Möglicherweise rühren die großen Kelleranlagen noch von der mittelalterlichen Burg her.

Laurentiuskirche

Nur wenige Meter entfernt im Oberdorf findet man die Synagoge, die 1716 als reformierte Kirche erstellt wurde. Nach der Fertigstellung der Evangelischen Kirche diente das Gebäude 1861 bis zur Verwüstung durch die Nationalsozialisten 1938 als jüdische Synagoge. Seit 1954 nutzt die neuapostolische Gemeinde den Bau.

 

 

 

 

Die beiden ältesten Fachwerkbauten Walldorfs sind das Nauert'sche Haus und der Landgraf in der Hauptstraße, an denen noch diverse bautypische Verzierungen aus der alten Zeit zu sehen sind. Liebevoll restauriert ist auch das Dörner'sche Haus aus dem Jahr 1726. Es wurde auf einem Kellergeschoss aus dem späten 16. Jahrhundert erbaut. Neben diesen Bauten sind vor allem im Bereich des alten Ortskerns im Oberdorf und in der Hauptstraße noch mehrere restaurierte und gut erhaltene Fachwerkhäuser aus der alten Zeit erhalten.

Nauert'sches Haus Landgraf Dörner'sches Haus

 

Fotos: Bildarchiv Stadt Walldorf


Zum Seitenanfang ▲

Text Schriftgröße
Impressum