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Kunst und Alltag

Das ist die Bildunterschrift

Das Bild von Ernst Ludwig Kirchner hat die Gruppe, die auch von Monika Peters-Schweizer begleitet wird und für die Fayez Murad aus Syrien (3.v.r) dolmetscht, in die Mitte genommen (Fotos: Schweizer)


Zurzeit führt der Kunstbeauftragte der Stadt Walldorf, Hartmuth Schweizer, zusammen mit dem BBK Heidelberg, der Stadt Walldorf und der Evangelischen Kirchengemeinde Walldorf als Bündnispartnern mit jungen Geflüchteten ein außergewöhnliches  Kunstprojekt durch, das vom Kultusministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.


In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Asyl wurden Asylbewerber angesprochen, die sich einer Auseinandersetzung mit europäischer Kunst von der Antike über das Mittelalter bis heute stellen wollten. Mit der bald gefundenen Gruppe von zehn interessierten Teilnehmern sollen verschiedene Museen besucht werden, um nach den dortigen Schwerpunkten die unterschiedlichen Aufgaben von Kunst, ihre ursprünglich sakrale Funktion und ihre zunehmende Erkenntnis der Welt über die Renaissance bis in die Moderne und die zeitgenössische Kunst kennenzulernen.

Außerdem werden auch die Aufgaben des Museums als Ort des kulturellen Gedächtnisses und die Beziehung seiner Architektur zur städtischen Umgebung als ein Teil des Alltags, der uns alle umgibt, betrachtet. Die Spannung zwischen dieser Lebenswirklichkeit und der in der Kunst dargestellten Welt soll unter dem Titel des Projektes „Kunst und Alltag“ auch durch praktische Arbeiten der Teilnehmer vermittelt werden. Durch Fotografien werden die Besuche der Museen dokumentiert und liefern das Material für abschließende künstlerische Gestaltungen, für Collagen, die Kunst und die täglich erlebte Realität tatsächlich im Bild zusammenbringen.  „Realität kann hinterfragt und kulturelle Identität überprüft werden“, so Hartmuth Schweizer.

„Geschlechterkampf“ war das Thema im Städel Museum Frankfurt

Die Projektteilnehmer werden mit den sich verändernden Idealen und Realitätsvorstellungen unterschiedlicher Epochen konfrontiert, sie können sich damit auseinandersetzen und so ihre eigene Lebensrealität vielleicht bewusster wahrnehmen. Bis jetzt sind Fahrten nach Karlsruhe, zur Kunsthalle und zum ZKM, durchgeführt worden und nach Frankfurt zum Besuch des Städel Museums mit der interessanten Ausstellung „Kampf der Geschlechter“. Zuletzt war die Gruppe im Kunstmuseum Stuttgart, wo sie vor allem die ungewöhnlichen Werke von Wolfgang Laib beeindruckten, der mit Milch, Reis, Wachs und Blütenstaub arbeitet. Zu seinen Werken gehört auch ein „Zikkurat“, ein mehrstufiger Turm, der für die Tempelbauten in Mesopotamien, dem Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, typisch war.


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