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Von der „Kreutzersonate“ bis zu Lennie Tristano

„Konzerte der Stadt“ versprechen Musik für jeden Geschmack

Das ist die Bildunterschrift

Am 9. Februar startete die neue Konzertreihe der Stadt. Mit Professor Gerald Kegelmann  sehen Bürgermeisterin Christiane Staab (re.), Erster Beigeordneter Otto Steinmann und seine Mitarbeiterin Heike Schweizer der musikalischen Saison gespannt entgegen (Foto: Pfeifer)


Der Start der aktuellen Reihe der „Konzerte der Stadt“ mit dem Kontrabassisten Stefan Schäfer am 9. Februar war von begeistertem Applaus gekrönt (siehe Seite 9). Auch die folgenden drei Konzerte versprechen besondere Hör-erlebnisse, wie Professor Gerald Kegelmann, der Musikbeauftragte der Stadt Walldorf, im Pressegespräch zum Saisonstart versprach.


„Professor Kegelmann hat wieder ein wunderbares Programm zusammengestellt“, erklärte Bürgermeisterin Christiane Staab. Mit den vielen renommierten Künstlerinnen und Künstlern, die Kegelmann für Walldorf gewinne, könne man sich „mit dem Kulturprogramm größerer Städte messen“, stellte sie fest. Die Namen, die sich in den Walldorfer Programmhef-
ten über die Jahre eingefunden haben, entdeckt man auch auf den großen Bühnen in Berlin, Hamburg, London oder New York wieder. So waren schon die Geigerin und zweifache Echo-Klassik-Gewinnerin Tianwa Yang und der virtuose Flötist Maurice Steger, der ebenfalls bereits als Echo-Klassik-Gewinner ausgezeichnet wurde, in der Laurentiuskapelle zu Gast. Auch die Auftritte des berühmten Kammerchors Stuttgart in Walldorf sind Kegelmanns guten Kontakten, die er unter anderem als früherer Rektor der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim und als Gründer, Dirigent und Spiritus Rector des Heidelberger Madrigalchors bei Gastspielen in aller Welt geknüpft hat, zu verdanken.

Nach dem Auftakt mit dem von Stefan Schäfer humorvoll servierten literarischen Musikvergnügen folgen am Donnerstag, 9. März, Laurent Albrecht Breuninger (Violine) und Michael Hauber (Klavier). Sie haben drei besondere Werke ausgewählt. Von Wolfgang Amadeus Mozart wird die Sonate für Klavier und Violine B- Dur KV 378 zu hören sein. Sie gehört zu einer Gruppe von sechs Sonaten, die 1781 als Op. II erschienen sind. „Sie sind die einzigen ihrer Art. Reich an neuen Gedanken und Spuren des musicalischen Genies des Verfassers …“, so das Urteil eines zeitgenössischen Kritikers. Die Violinsonate im modernen Sinn sei damit geboren worden, eine Wende in der Komposition, so Kegelmann. Klavier und Violine dialogisieren hier gleichberechtigt. César Francks Sonate für Violine und Klavier A- Dur, die das Duo ebenfalls ausgewählt hat, gilt als „ganz zentrales Werk“, als bedeutendste französische Violinsonate des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit der „Kreutzersonate“ von Ludwig van Beethoven hat das Duo ein Werk im Repertoire, das Rodolphe Kreutzer, dem Beethoven die 40-minütige Sonate widmete, als „unspielbar“ auffasste. Eine besondere Herausforderung für Laurent Albrecht Breuninger. Im Mai kommt das „BoviarTrio“, wie sich Daniel Bollinger (Klarinette), Julian Arp (Violoncello) und Gerhard Vielhaber (Klavier) nennen, nach Walldorf. Am Mittwoch, 3. Mai, stehen bei dem renommierten Trio das Klarinettentrio Es-Dur op. 38 von Ludwig van Beethoven, das Klarinettentrio a-Moll op. 114 von Johannes Brahms und ein Stück der zeitgenössischen rumänischen Komponistin Violeta Dinescu auf dem Programm. An einen besonderen Abend mit Violeta Dinescu erinnern sich die Freunde der „Konzerte der Stadt“ bestimmt. 2010 war ihr Student, Roberto Reale, Gastkünstler der Stadt Walldorf. Zu seinem Präsentationskonzert im April 2013 kam die Komponistin und erläuterte ihre Werke. Damals spielte das rumänische "Trio Kontraste" auch Werke von Myriam Marbe, der Lehrerin von Violeta Dinescu. Auch am 3. Mai erinnert die Komposition „… et pourtant c’est mieux qu’en hiver“ an Myriam Marbe. Das letzte Konzert der Reihe findet traditionell unter freiem Himmel statt. Auf dem Schlossplatz heißt es bei der Jazzband "ToneGallery" am Donnerstag, 29. Juni, "... do Lennie Tristano".

ToneGallery möchte Lennie Tristano wieder stärker ins Rampenlicht rücken (Foto: privat)

Der Jazzpianist, Arrangeur und Komponist hat es verdient, wieder mehr gehört zu werden, meinen Steffen Weber (Saxofon), Bastian Ruppert (Gitarre), Thomas Stabenow (Kontrabass) und der Walldorfer Holger Nesweda (Schlagzeug). Sie haben Stücke von Lennie Tristano ohne Klavier arrangiert und versprechen „eine völlig neue Sichtweise auf eine fast vergessene Stilistik“. Wenn an diesem Abend auch noch das Wetter mitspielt, dürfte einem äußerst stimmungsvollen Ausklang der Konzertreihe nichts mehr im Wege stehen.

Kartenservice und Programm

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro, ermäßigt 6 Euro, gibt es jeweils bei Bücher Dörner in der Bahnhofstraße 8 und im Rathaus sowie an der Abendkasse.

Das Programmheft liegt im Rathaus sowie an vielen weiteren Stellen in Walldorf aus.

Donnerstag, 9. März, 20 Uhr
Duo Violine - Klavier
Laurent Albrecht Breuninger und Michael Hauber

Mittwoch, 3. Mai, 20 Uhr
BOVIARTrio

Donnerstag, 29. Juni, 20 Uhr
ToneGallery  - Jazz Open Air

Hier geht es zum Programmheft


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