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Eine Schule im Wandel der Zeit

Die Schillerschule feierte 50. Jubiläum - Ort ganzheitlichen Lernens

Das ist die Bildunterschrift

Mit vielen Gästen feierten sie 50 Jahre Schillerschule: Michael Körber vom Staatlichen Schulamt, der frühere Rektor Manfred Helm, Bürgermeisterin Christiane Staab, Erster Beigeordneter Otto Steinmann, Rektor Werner Sauer, Konrektorin Hilka Buck-Emden und AltbürgermeisterHeinz Merklinger (Fotos: Pfeifer)


Seit einem halben Jahrhundert steht für die Stadt Walldorf und die Schillerschule die ganzheitliche Bildung der Walldorfer Kinder im Mittelpunkt ihrer Bemühungen. Um diese „Goldene Hochzeit“ zu feiern, wie Bürgermeisterin Christiane Staab ihre Festrede eröffnete, kamen am 8. Juli viele Gäste in der alten Turnhalle der Schule zusammen gekommen.


Konrektorin Hilka Buck-Emden begrüßte neben der Bürgermeisterin Michael Körber vom Staatlichen Schulamt Mannheim, Ersten Beigeordneten Otto Steinmann, Altbürgermeister Heinz Merklinger und den Schulrektor i. R. Manfred Helm sowie Vertreter des Gemeinderates und benachbarter Schulen. Sie waren gekommen, um gemeinsam mit Elternvertretern, derzeitigen und ehemaligen Lehrern und Kollegiumsmitgliedern dieses festliche Ereignis zu feiern. Der Chor der Schillerschule eröffnete mit „Wir rocken mit dem Schillerchor“ und „We are the world“ unter der Leitung von Christine Meier die Feierstunde. Die Jungen und Mädchen der zweiten bis vierten Klassen wurden von der Band „Walter Blau“ begleitet.

„In Walldorf wurde und wird kein Kind zurückgelassen.“ Darauf war Bürgermeisterin Staab in ihrer Festrede besonders stolz. Die enge Verbindung zwischen der Stadtverwaltung und den Walldorfer Bildungseinrichtungen zog sich wie ein roter Faden durch die letzten fünfzig Jahre, betonte das Stadtoberhaupt. Nach einem kurzen Exkurs in die Historie der Schillerschule stellte Christiane Staab fest, dass sich „Schule als Unterrichtsort der sogenannten Kulturtechniken Lesen - Rechnen - Schreiben“ hin zu „einem Ort des ganzheitlichen Lernens“ entwickelt habe.Sehr begeistert zeigte sie sich davon, dass sich die Schillerschule mit all ihren Ressourcen und Möglichkeiten in der Stadtgesellschaft präsent zeige. Den Erfolg der vielen Inklusionsprojekte, Außenklassenmodelle und der Ganztagsschule führte sie auf zwei grundlegende Faktoren zurück: Konstanz und Vertrauen. Konstanz in der Schulleitung, die der Motor für Innovationskraft sei und die Grundlage für Vertrauen schaffe. „Wenn Kollegium, Eltern und Schulträger das Vertrauen haben, dass die Leitung weiß, was sie tut, dann können auch große Dinge verändert werden.“ Abschließend formulierte die Bürgermeisterin ihre guten Wünsche:  „Ich wünsche unserer Schule für die Zukunft, dass die Kinder, die am ersten Schultag glücklich hineingehen, glücklich und gestärkt nach vier Jahren hinausgehen. Ich wünsche der Schillerschule, dass  uns allen immer bewusst ist, dass wir bei allem Tun nie vergessen, das Kind in den Mittelpunkt zu stellen.“

Michael Körber überbrachte die herzlichsten Glückwünsche des Staatlichen Schulamtes Mannheim sowie von dessen Leiter Hartwig Weik. Körber dankte der Stadt Walldorf, als Schulträgerin „die Einzigartiges leistet“ und so Rahmenbedingungen für zeitgemäße Unterrichtsformen schaffe. Sein besonderer Dank galt Rektor Sauer und seinem Leitungsteam, die in beeindruckender Weise die baulichen Veränderungen sowie den Umbau zur Ganztagsschule mit großer Überzeugung umgesetzt hätten. Diese Erfolgsgeschichte führte Körber aber auch auf ein Kollegium zurück, bei dem er förmlich „die Lust aufs Lehrersein verspürt“.

Der Chor der Schillerschule rockte den Saal

Dass in der Schillerschule nicht nur gelernt und gebüffelt wird, davon wusste Katrin Siebold, Vorsitzende des Elternbeirates, zu berichten. Sie hatte sich im „Klein-Dannheimer“ umgeschaut, wie die Abstellkammern im Keller der Schule scherzhaft genannt werden, und Geschichten aus längst vergangenen Tagen aufgestöbert: von zahllosen Bastelstunden, lustigen Umzügen, stolzen Eltern und Kinderlachen. Rektor Werner Sauer nutzte seine Festrede für einen umfassenden Dank an sein gesamtes Team und die Arbeit seiner Vorgänger. „Bei der Einschulung bringen die Kinder unterschiedliche Voraussetzungen, Erwartungen und Erfahrungen mit. Am Ende der vierten Klasse sollen sie über vergleichbare Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen.“ Darin sieht der gebürtige Walldorfer die größte Herausforderung für die Grundschule. „Schule ist immer ein Spiegelbild der Gesellschaft und verändert sich auch wie diese“, betonte er im Rückblick auf die Erweiterung zur Ganztagsschule. In der Zwischenzeit entscheiden sich siebzig Prozent der Eltern für die Ganztagsschule, resümierte Sauer. „Mein Leitgedanke war, dass die Kinder auch nach vier Jahren immer noch gern in die Schule gehen.“

Die jungen Musiker der Flöten- und Bläser-AG bereicherten unter der Leitung von Bjoern Strangmann, Leiter der Musikschule Südliche Bergstraße, den Jubiläumsfestakt. Mit der „Ode an Europa“ und „Ode an die Freude“ brillierten die Schüler genauso wie mit der Titelmusik von „Pippi Langstrumpf“.

Kerstin von Splényi


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