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Hier wird die Natur spürbar

Neuer Waldkindergarten unter Regie des Zipfelmützen e. V. eingeweiht

Das ist die Bildunterschrift
Hier wären auch die Erwachsenen gerne nochmals Kind - in einem Häuschen umgeben von Gärten und Wald  (Fotos: Pfeifer)


„Zu den Schrebergärten“ lautet die Adresse der neuen Walldorfer Kindertagesstätte, die schon erahnen lässt, dass es sich hier um einen Kindergarten in besonderer Lage handelt. Nicht nur von Gärten, sondern auch von Wald ist dieser zweite Walldorfer Waldkindergarten im Gewann Hof umgeben, der am 6. Oktober offiziell eingeweiht wurde.


Den Betrieb hat der Zipfelmützen e. V., in dessen Hände die Stadt den Waldkindergarten übergeben hat, bereits Ende August aufgenommen. Die Kinder, die natürlich bei der Einweihung dabei waren, kannten sich daher schon bestens in ihrem gemütlichen Holzhaus und auf dem Gelände aus. „Dieses Haus spricht Bände“, meinte Bürgermeisterin Christiane Staab, als sie die Gäste, darunter zahlreiche Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, herzlich begrüßte. Den gewünschten starken Bezug zum Wald sah sie hier als bestens verwirklicht an, auch wenn man wegen der Ganztagesbetreuung von dem üblichen Bauwagen mitten im Wald abgerückt sei. Auf zwei Stockwerken mit einer Gesamtfläche von rund 96 Quadratmetern können die Kinder, wenn sie einmal nicht im Freien sind, nach Herzenslust spielen, basteln und im Obergeschoss auch zur Ruhe kommen und ihr Mittagsschläfchen halten. Bei unfreundlichem Wetter bietet die Pergola vor dem Eingang Schutz. Insgesamt können zwanzig Kinder aufgenommen werden.

Hier können die Kinder zur Ruhe kommen und ihr Mittagsschläfchen halten

Für den Zipfelmützen e. V. begrüßten die Geschäftsführerinnen Martina Thum und Katja Berg gemeinsam mit der Waldkindergarten-Leiterin Eva Horländer die Gäste und dankten der Stadt für „diesen schönen Ort“. Sie hoben auch hervor, dass die Lage am Waldrand ideal sei, nicht nur um draußen das Terrain erforschen zu können, sondern auch um Pflanzen ziehen und später frisches, schmackhaftes Obst und Gemüse zu genießen. Von dem „zweiten Zuhause“ der Kinder zeigten nicht nur sie sich rundum begeistert. Stadtbaumeister Andreas Tisch, der berichtete, dass die Standortsuche nicht ganz einfach gewesen sei, erklärte, dass das Grundstück im Gewann Hof, das außerhalb des Waldschutzgebiets liegt, „ein Glücksfall“ gewesen sei. Er dankte den Eigentümern für ihre Bereitschaft, es an die Stadt zu verpachten. Auch wenn das Holzhaus so konstruiert worden sei, dass man es zurückbauen könne und der Eingriff in die Natur auf ein Mindestmaß reduziert worden sei, hoffe man doch, lange hier bleiben zu können, meinte Tisch. Der Kindergarten sei eine „gemütliche Holzhütte“, die sehr gut in die Situation passe. Hier könnten sich die Kinder sofort wohlfühlen. „Es ist ein Ort, an dem Natur wirklich spürbar wird, ein Ort für kindliche Erfahrungen und auch für schöne Momente und Zeiten für Eltern, Betreuer und Erzieherinnen“, war sich der Stadtbaumeister sicher. Als Kosten für den zweiten Walldorfer Waldkindergarten inklusive Erschließung nannte er 329.000 Euro.

Bürgermeisterin Christiane Staab dankte Erstem Beigeordneten Otto Steinmann, Stadtbaumeister Andreas Tisch, Bauleiterin Heike Schuppe-Bucher und allen Beteiligten. Gerne übergab sie zur offiziellen Einweihung noch einen symbolischen Schlüssel an Martina Thum, Katja Berg und Eva Horländer. Da es sich hier um ein Modell aus Hefeteig handelte, konnten die Gäste ihn sich gleich einverleiben.

Es ist soweit, der symbolische Schlüssel wird überreicht: Mit Bürgermeisterin Christiane Staab  (2. v. r.) freuen sich (v.l.n.r.) Martina Thum, Heike Schuppe-Bucher, Erster Beigeordneter Otto Steinmann, Eva Horländer, Stadtbaumeister Andreas Tisch und Katja Berg

 


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