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Walldorfer Nacht der Ausbildung gibt viele Einblicke

74 Ausbildungs- und Studiengänge kennenlernen am 22. Juni von 17 bis 22 Uhr

Das ist die Bildunterschrift

Immer wieder faszinierend: das Anatomiemodell des Bildungszentrums Gesundheit, in diesem Jahr am Standort Tari-Bikes zu finden (Foto: Pfeifer)


Die „Walldorfer Nacht der Ausbildung“ bietet auch in diesem Jahr wieder viele Antworten auf die Frage, wie es nach der Schule weitergehen kann. Am 22. Juni findet diese besondere Berufsberatung von 17 bis 22 Uhr an 18 Standorten statt und bietet umfangreiche Informationen zu über 70 Ausbildungs- und Studiengängen.


Wer sich an diesem Abend auf den Weg macht, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Shuttlebus, kann nicht nur Einblicke in viele der Ausbildungsfirmen gewinnen, sondern auch vom Erfahrungsschatz der Ausbilder und Auszubildenden oder der Studierenden profitieren. „Erfahrungen aus erster Hand auch von Gleichaltrigen zu bekommen, macht unsere Nacht der Ausbildung besonders attraktiv“, meint Wirtschaftsförderin Susanne Nisius, die sich über das breite Ausbildungs- und Studienspektrum freut, das vorgestellt wird. In lockerer Atmosphäre und ohne jegliche Schwellenangst können sich Jugendliche, junge Leute, die sich vielleicht nochmals neu orientieren wollen, Eltern und Lehrkräfte informieren. Um die Orientierung noch etwas zu erleichtern, werden in der „Walldorfer Rundschau“ die verschiedenen Berufsgruppen in einer kleinen Serie vorgestellt. In der ersten Folge geht es um Berufe im Bereich Gesundheit und Soziales.

Soziales und Gesundheit: Viel mehr als nur ein Job

„Viele der jungen Leute, die an unseren Stand in der ‚Walldorfer Nacht der Ausbildung‘ kommen, finden die Arbeit mit und am Menschen sehr spannend“, berichtet Andrea Senn-Lohr, Schulleiterin der Bildungszentrum Gesundheit Rhein-Neckar GmbH (BZG). Blickfang des BZG-Stands ist ein Anatomiemodell, das man auseinanderbauen und wieder zusammensetzen kann. Keine Sorge, wer hier noch nicht ganz sattelfest ist, kommt trotzdem für eine Ausbildung in einem Pflegeberuf in Frage. „Wichtige Voraussetzungen sind Engagement bei der Arbeit und Einfühlungsvermögen“, erklärt Andrea Senn-Lohr, denn alles Fachspezifische wird im Unterricht am BZG, einer staatlich anerkannten Pflegefachschule, und in den GRN-Kliniken im Rhein-Neckar-Kreis oder dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) vermittelt. Das BZG bietet drei Ausbildungsgänge an: die einjährige Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe, die dreijährige Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege und den Bachelor of Arts in Pflege in viereinhalb Jahren. Dieser Studiengang läuft ausbildungsintegriert in Kooperation mit der Katholischen Hochschule in Freiburg und der Fachhochschule Ludwigshafen.

Generell bewerben sich mehr junge Frauen als Männer für einen Beruf im sozialen und pflegerischen Bereich. Das Verhältnis beim BZG ist 75 zu 25, so Andrea Senn-Lohr. Sorgfältig und verantwortungsbewusst sollte man in einem Pflegeberuf sein und sowohl eine gute körperliche Konstitution mitbringen als auch psychisch stabil sein. Wer in der Pflege in engen Kontakt mit den Patienten kommt, braucht Einfühlungsvermögen und Geduld, wobei der Umgang von Respekt und auch professioneller Distanz geprägt sein muss. „Wer sich für eine Ausbildung in der Pflege interessiert, fragt in der Regel nicht zuerst nach den späteren finanziellen Aussichten“, so Andrea Senn-Lohr. In der Ausbildung sei die Vergütung mit rund tausend Euro brutto im Monat schon im ersten Ausbildungsjahr recht gut, stellt die Schulleiterin fest, und wer die Ausbildung schafft, wird in der Regel auch übernommen und hat gleich eine feste Anstellung.

Für und mit Alt und Jung

Die Ausbildung in der Altenpflege, die man im Pflegezentrum Astor-Stift in Walldorf absolvieren kann, dauert drei Jahre. Wie Pflegedienstleiterin Barbara Steinmann erklärt, sollte man vor allem belastbar und geduldig sein und sich im späteren Berufsleben auch auf Wochenend- und Nachtdienste einstellen. "Man muss flexibel sein", weiß sie aus langjähriger Erfahrung. In der freundlichen Atmosphäre des Astor-Stifts mit rund siebzig Bewohnerinnen und Bewohnern mit und ohne Demenz kümmern sich in der Regel drei bis vier Praxisanleiter um die "Azubis". Im Laufe der Ausbildung durchlaufen die Azubis auch die Stationen Sozialstation, Krankenhaus und Gerontopsychiatrie. Das Astor-Stift kooperiert vor allem mit der Louise-Otto-Peters-Schule in Hockenheim. In letzter Zeit interessieren sich auch zunehmend junge Männer für die Altenpflege, freut sich das Team des Astor-Stifts. Im Rathaus geben die Expertinnen und Experten des Astor-Stifts am 22. Juni gerne ausführlich Auskunft.

Künftige Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger oder „sozialpädagogische Assistenten“, wie die gängige Berufsbezeichnung heute lautet, erfahren im Kinderhaus des Zipfelmützen e.V. in der Schulstraße, wie der Alltag in der Betreuung von Kleinkindern aussieht. Die „Zipfelmützen“ führen auch die Kinderkrippe in der Neuen Sozialen Mitte sowie zwei Waldkindergärten und verfügen damit über ein breites pädagogisches Know-how. Auf diesem basiert natürlich auch eine Ausbildung in den städtischen Kindertagesstätten, deren Mitarbeiterinnen im Rathaus Auskunft zu den pädagogischen Ausbildungsgängen der Stadt geben.

Gut organisiert  und geschickt

Wer Organisationsgeschick mitbringt, auch in hektischen Situationen eine kühlen Kopf bewahrt und gerne mit Menschen zu tun hat, könnte als medizinische Fachangestellte den richtigen Beruf finden. In der Arztpraxis sorgen die medizinischen Fachangestellten für den geregelten Ablauf, dokumentieren Behandlungen, nehmen Blut ab, legen Verbände an und führen Laborarbeiten durch. Das Hausarzt-Zentrum im Ärztehaus an der „Drehscheibe“ öffnet am 22. Juni seine Türen für alle Interessierten.

In der Apotheke arbeiten pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte. Sie verwalten und pflegen die Arzneimittel und weiteren Artikel, arbeiten im Verkauf und beraten. Auch mit dem Rechnungswesen haben sie zu tun. Die Astoria-Apotheke und die Stadt-Apotheke informieren gerne über diesen vielseitigen Beruf.

Wer handwerklich geschickt ist und sich im medizinischen Bereich verwirklichen möchte, sollte sich mit dem Beruf des Orthopädieschuhmachers vertraut machen. Orthopädische Maßschuhe, Einlagen, Prothesen und vieles mehr fertigt dieser Spezialist oder diese Spezialistin individuell an. Das Maisch-Orthopädie-Technik-Zentrum an der „Drehscheibe“ ist hierfür in der Nacht der Ausbildung die richtige Adresse.

Mehr unter: www.walldorfer-nacht-der-ausbildung.de


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