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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 25. April 2017 - Walzrute bekommt Furt für die Schulkinder

Gemeinderat beschließt Fahrbahnverengung und Blitzeranlage für mehr Sicherheit

Das ist die Bildunterschrift

Am Zugang zur Neuen Sozialen Mitte ensteht die Ausbuchtung, die vor allem Schulkindern dabei helfen soll, die Walzrute sicherer zu überqueren. Auch die Blitzeranlage wird hier postiert werden (Foto: Pfeifer)


Wie kann der Weg zur Schillerschule für Kinder, die die Walzrute im Neubaugebiet Walldorf-Süd überqueren müssen, sicherer werden?


Mit dieser Frage befasste sich der Walldorfer Gemeinderat auf Antrag der SPD-Fraktion und auf Anregung zahlreicher Eltern im Oktober 2016. Dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats, zwei Bedarfsampeln zu installieren, hat das Regierungspräsidium Karlsruhe, das in dieser Sache hinzugezogen werden musste, inzwischen kein grünes Licht gegeben. Wie Stadtbaumeister Andreas Tisch in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 25. April erklärte, habe das Regierungspräsidium den Vorgang an das Verkehrsministerium zur Entscheidung weitergeleitet. Das letzte Wort sei also noch nicht gesprochen.

Abhilfe soll aber schneller geschaffen werden. Das Regierungspräsidium empfiehlt, zunächst bauliche Maßnahmen zu ergreifen. Daher hat die Stadt den Plan entwickelt, die Fahrbahn der Walzrute in einem Teilbereich von sechs Metern auf unter fünf Meter zu verengen. Die 8,50 Meter lange Ausbuchtung auf der nordwestlichen Seite der Walzrute auf Höhe des Fußwegs in die Neue Soziale Mitte zwischen Bolzplatz und Parkplatz bei Sporthalle/Mensa soll die Autofahrer „bremsen“. Diese sind trotz Tempo-30-Zone hier häufig zu schnell unterwegs. Poller werden die Ausbuchtung deutlich markieren. Für Kinder und auch alle anderen Passanten bietet die Ausbuchtung in den Fahrbahnbereich eine bessere Sicht auf die Straße und herankommende Fahrzeuge. Die zu querende Wegstrecke wird deutlich verkürzt und auch für die Fahrer werden die Fußgänger besser sichtbar sein. Auf der gegenüberliegenden Seite wird ein absolutes Halteverbot ausgewiesen. Die im Oktober vom Gemeinderat beschlossenen Blitzeranlagen, die installiert werden, haben ihre Standorte auf der Ausbuchtung. Andreas Tisch wies noch darauf hin, dass bei der Planung der Furt auch die Schleppkurven und Radien von Rettungs- und Müllfahrzeugen berücksichtigt worden seien. „Mit der fahrbahnverengenden Furt und den Geschwindigkeitsmessanlagen wird die verkehrliche Situation positiv verändert“, erklärte der Stadtbaumeister.

„Die Veränderungen halten wir für gut“, stellte Stadtrat Werner Sauer (CDU) fest, der es bedauerte, dass man zunächst mit dem Antrag auf die Bedarfsampeln gescheitert sei. Mit Bezug auf die Blitzer-anlage im Schlossweg, „wo jeder bremst“, meinte er, dass auch alle, die an der Walzrute wohnen, künftig langsam fahren müssten. Er plädierte auch dafür, dass die Eltern zusammen mit der Schule die Kinder anleiten müssten. Die Situation in Walldorf-Süd sei „nach wie vor nur über Bedarfsampeln zufriedenstellend zu lösen“, erklärte Stadträtin Dr. Andrea Schröder-Ritzrau (SPD). Die Anzahl der Kinder werde sich durch den zweiten Bauabschnitt von Walldorf-Süd noch erhöhen, so Schröder-Ritzrau, so dass „die Verwaltung sich hier hartnäckig zeigen“ solle. Der vorgeschlagenen Fahrbahnverengung wolle sich die SPD-Fraktion nicht entgegenstellen, auch wenn diese nicht optimal sei. Sie schlug vor, den Vollzugsdienst oder professionelle Schülerlotsen einzusetzen. Nach wie vor bleibe die SPD bei ihrem Antrag. Die Bedarfsampeln seien noch nicht ausgeschlossen, rekapitulierte Stadtrat Hans Wölz (Bündnis 90/Die Grünen). Die Verengung der Fahrbahn sei, was Gemeinderat und Kommune nun

leisten könnten. Er regte noch an, auch für die Waldschule und die Kindertagesstätten “sichere Wege zu gewährleisten“. „Wir sind nach wie vor für die Ampeln“, meinte Stadtrat Dr. Günter Willinger (FDP). In Walldorf-Süd habe man bei der Ausarbeitung der Straßen „einige Fehler“ gemacht, so Willinger. Diese Fehler, zum Beispiel mit dem Busverkehr, dürfe man nicht wiederholen. Er regte noch an, verkehrsberuhigte Bereiche, die so genannten „Spielstraßen“, auf der Straße deutlich zu markieren. „Das muss man erkennen können.“

„Das Kindeswohl steht im Vordergrund“, erklärte Bürgermeisterin Christiane Staab. Es dürfe aber nicht der Eindruck entstehen, dass Unfälle mit Kindern in Walldorf an der Tagesordnung seien. Man müsse aber vorbeugen. Sie richtete den Appell an Eltern und Schulen, die Kinder frühzeitig mit den Verkehrswegen und Verkehrszeichen vertraut zu machen. „Der Verkehr ist da, die Kinder müssen lernen, damit umzugehen“, so Staab, die zusicherte, das Aufstellen von Bedarfsampeln weiterzuverfolgen. Den baulichen Maßnahmen stimmten alle Gemeinderatsmitglieder zu.


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