Menüpunkt Rathaus
Inhaltsübersicht Rathaus  Gemeinderat & Ausschüsse ► Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 14. Mai 2019 - Baukosten für Schulzentrum steigen

Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 14. Mai 2019 - Baukosten für Schulzentrum steigen

Gemeinderat bewilligt Budgeterhöhung um 1,78 Millionen Euro

Der Erhöhung des Gesamtbudgets für den Neubau am Schulzentrum mit Mensa und Räumen für die Ganztagesbetreuung sowie die neue Sporthalle stimmte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 14. Mai mehrheitlich bei zwei Enthaltungen zu.

Wie Stadtbaumeister Andreas Tisch ausführte, seien die Kosten von den ursprünglich bewilligten 25,5 Millionen Euro auf 27,5 Millionen gestiegen. In diesem Betrag seien die nachträglich bereits vom Gemeinderat bewilligten Mittel für Photovoltaikanlagen auf dem Dach in Höhe von 220.000 Euro bereits inbegriffen. Aktuell müssten daher noch rund 1,78 Millionen zusätzlich genehmigt werden, da kein Kostenpuffer zur Verfügung gestellt worden sei. Gegenüber dem Baubeschluss aus dem Jahr 2016 seien die Kosten um 7,5 Prozent gestiegen, stellte Tisch fest.

Als Hauptursache für die Kostensteigerung nannte er vor allem die angespannte Lage auf dem Bausektor „mit einer sehr begrenzten Anzahl von Anbietern auf dem Markt“. Gewünschte Ergänzungen bei der Ausstattung und andere Nachträge, die die Qualität des Gebäudes sichern, seien hinzugekommen. Auch die Kosten für die Gestaltung der Außenanlagen, die 2020 abgeschlossen werden soll, sei deutlich teurer geworden, erklärte er. Zum Zeitplan sagte Tisch, dass der Neubau mit der Mensa und den Räumen für den Ganztagesbetrieb zum neuen Schuljahr 2019/2020 in Betrieb genommen werden könne. Die neue Sporthalle stehe frühestens nach den Herbstferien zur Verfügung. Da die alte Sporthalle erst danach abgerissen werde, sei ein Sportangebot vorhanden.

Stadtrat Uwe Lindner (CDU) konnte für seine Fraktion mehrheitlich zustimmen. Dass das Budget nicht ausreichen würde, „sei relativ früh absehbar gewesen“, erklärte Lindner. So habe man die Photovoltaikanlagen ergänzen müssen und Sonnenschutzelemente seien zunächst nur teilweise berücksichtigt gewesen. Auffällig fand er die von zwei auf 2,75 Millionen Euro gestiegenen Kosten für die Außenanlagen. Seine Fraktionskollegen Michael Schneider und Christian Winnes enthielten sich der Stimme. Stadträtin Petra Wahl (SPD) fand die Mehrkosten zwar „schmerzlich“, doch könne ihre Fraktion diese akzeptieren, da die Nachträge nachvollziehbar seien. Die SPD habe bewusst keine Deckelung festgelegt, da man nicht am falschen Ende sparen wolle. Man wolle mit „guter Qualität zuende bauen“, erklärte sie. Stadtrat Wilfried Weisbrod (Bündnis 90/Die Grünen) akzeptierte die Budgeterhöhung ebenfalls. Der Baumarkt sei „nach oben gegangen“, dies seien die Auswirkungen des Marktgeschehens, meinte er.  „Unverständlich“ fand es Stadtrat Günter Lukey (FDP), dass man trotz Experten mit den Kostenprognosen nicht richtig gelegen habe. Er habe seit fast fünfzehn Jahren kein Bauvorhaben mehr erlebt, bei dem das Budget eingehalten worden sei. Der geforderte Nachtrag entspreche den Kosten für vier Einfamilienhäuser. Die „bittere Pille“ müsse man schlucken, aber nur mit unangenehmem Gefühl im Magen, stellte Lukey fest. Stadtrat Wilfried Weisbrod und Stadtbaumeister Andreas Tisch widersprachen Lukey und erinnerten daran, dass es in den letzten Jahren auch Bauvorhaben mit eingehaltenen Kosten gegeben habe. Stadtrat Manfred Zuber (SPD) gab zu bedenken, dass einige Gemeinden ihre Kosten von vornherein höher schätzten, was in Walldorf nicht Usus sei. Bei der derzeitigen Lage könne man mit einer Erhöhung um rund 7,5 Prozent leben.


Zum Seitenanfang ▲

Text Schriftgröße
Impressum

Datenschutz