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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 4. Juni 2019 - Viele Menschen, die Menschen helfen

Sozialbericht 2018/2019 der Stadt im Gemeinderat

In der öffentlichen Sitzung am 4. Juni, der letzten Sitzung des „alten“ Gemeinderats, nahm dieser den rund achtzig Seiten starken Sozialbericht der Stadt für 2018/2019 zur Kenntnis. Im März dieses Jahres hatte sich der Sozial- und Wohnungsausschuss bereits ausführlich mit dem umfassenden Bericht über die soziale Situation Walldorfs auseinandergesetzt. Wer dies auch tun möchte, findet den Bericht auf der städtischen Internetseite www.walldorf.de unter „Leben in Walldorf/Soziales“.

Erster Beigeordneter Otto Steinmann machte deutlich, dass man in den seit vielen Jahren vorgelegten Sozialberichten versuche, „auf alle relevanten Themen, wie Arbeitsplätze, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Erziehungs- und Schuldnerberatung, Angebote für Senioren bis hin zum Walldorf-Pass und zum ÖPNV-Zuschuss“ einzugehen. Darüber hinaus seien auch Themen wie das bürgerschaftliche Engagement durch Vereine und Gruppierungen sowie die Wohnungssituation enthalten. Vor allen Dingen wolle man auch eine Entwicklung aufzeigen.  „Der Bericht führt erneut vor Augen, wie umfangreich und breit aufgestellt die Angebote und Leistungen sind, die in Walldorf auf dem sozialen Feld erbracht werden“, sagte Steinmann. Er verwies auf die Angebote und Leistungen der gesetzlichen Leistungsträger, der Stadt selbst, der Organisationen und Gruppierungen, mit denen die Stadt kooperiert, der Kirchen, Vereine und Verbände und der Ehrenamtlichen, „die einen ganz großen Teil dieses Systems tragen“. Auch über die Flüchtlingssituation und wie sich die Anforderungen an die Arbeit mit Geflüchteten inzwischen zum Integrationsmanagement gewandelt hat, gibt der Bericht ausführlich Aufschluss. Dem Arbeitskreis Asyl, der inzwischen zum „Verein Begegnungen in Walldorf“ geworden ist, galt in diesem Zusammenhang Steinmanns besonderer Dank exemplarisch für alle ehrenamtlich Tätigen. Der Arbeitskreis habe die Stadt bei der „Herausforderung der Anschlussunterbringung“ unterstützt.

Nachhaltige Unterstützung

Werner Sauer (CDU) dankte in seiner letzten Stellungnahme als Stadtrat und Fraktionsvorsitzender für „den umfangreichen Bericht“. Obwohl Walldorf eine „wohlhabende Stadt“ sei, gebe es auch hier Armut und Obdachlosigkeit, stellte er fest. Die Stadt greife helfend ein, obwohl eigentlich der Rhein-Neckar-Kreis für den sozialen Bereich zuständig sei, so Sauer. Bei der Arbeit mit Geflüchteten stehe jetzt die Integration im Vordergrund. Sauer lobte die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern, die man schon vor Jahren bei den damaligen Aussiedlern verfolgt habe. Der „personalintensivere Weg“ zahle sich aus. „Wir sind auf einem guten Weg“, stellte Sauer fest. Weiterhin ging er auf die „Plattform“ als Begegnungsstätte für Wohnungslose und Menschen in Notlagen ein. „Die Plattform hat sich hervorragend entwickelt“, meinte er anerkennend, auch in Hinblick auf die Kooperation mit der Wiedereingliederungshilfe der Evangelischen Stadtmission. Sein besonderer Dank galt seiner langjährigen Fraktionskollegin Hannelore Blattmann, die „das soziale Gewissen“ der Fraktion gewesen sei und mit Ehrenamtlichen während der Urlaubszeit der Hauptamtlichen in der „Plattform“ geholfen habe. Sein Dank galt auch dem städtischen Fachdienst Soziale Hilfen. „Hier arbeiten Menschen, die Menschen helfen. Ich bin zuversichtlich, dass es gut läuft“, meinte Werner Sauer. „Sozialer Zusammenhalt und Unterstützung werden groß geschrieben“, bekräftigte Stadträtin Dr. Andrea Schröder-Ritzrau (SPD). Sie lobte die „nachhaltige Unterstützung“ durch die Stadt. Schröder-Ritzrau verwies auf die „hohe Bevölkerungsdynamik der gut aufgestellten Kleinstadt Walldorf“ mit zwanzig Prozent ausländischen Einwohnern aus 99 Nationen. Als Beispiel für „unermüdliches“ ehrenamtliches Engagement nannte sie den bisherigen Arbeitskreis Asyl. Ihr „klarer Aufruf“ lautete, dass diese Arbeit noch weitere Ehrenamtliche brauchen könne. Als künftige Handlungsschwerpunkte regte sie generell eine noch bessere Unterstützung bei der Antragstellung an, zum Beispiel bei der Grundsicherung. Die Komplexität der Antragstellung sei ein Hauptproblem. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, gemeinsam mit dem städtischen Eigenbetrieb, war ein weiteres wichtiges Anliegen. Stadträtin Dagmar Criegee (FDP) sprach von „vielen hilfreichen Maßnahmen“. Angesichts der im Sozialbericht genannten Zahl von über 22.000 Arbeitsplätzen in Walldorf mit 19.500 Einpendlern machte sie auf den Zusammenhang zwischen der Beschäftigungs- und der Verkehrsituation aufmerksam. Ansonsten stellte sie fest, dass ihre Fraktion alle Maßnahmen „für Personen in schwierigen Lagen“ unterstütze. Für das Jugendkulturhaus Jump regte sie einen Bericht über die Besuchergruppen an, der zugesagt wurde.Stadtrat Horst Dobhan (Bündnis 90/Die Grünen) schloss sich dem Dank für den Sozialbericht an. Sein Lob galt ausdrücklich Fachdienstleiterin Doris Schuppe als Verfasserin.

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