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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 4. Juni 2019 - Geteilte Mobilität im Kommen

Neuer Anlauf für Fahrradleihsystem VRNnextbike in Walldorf

Das ist die Bildunterschrift

"In die Pedale, fertig, los!" soll es nach dem Willen des Gemeinderats schon bald auch in Walldorf heißen (Foto: Stadt)


Der „alte“ Gemeinderat gab in seiner letzten Sitzung am 4. Juni das einstimmige Signal, sich nochmals mit dem VRNnextbike-System für Walldorf zu befassen. Wie schon im Juni 2016 kam auch der aktuelle Antrag hierfür von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.


Am 26. Juli 2016 war der erste Antrag in dieser Sache vom Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt worden. Nach der vorgeschriebenen Dreijahresfrist kann er nun nach dem 26. Juli 2019 im Gemeinderat weiterverfolgt werden. Nach dem positiven Votum ist nun der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) am Zug, der ein aktualisiertes Angebot vorlegen soll.

In der Sitzung des Gemeinderats hatte zunächst Stadtrat Hans Wölz für die antragstellende Fraktion das Wort. Man habe sich 2016 nicht durchsetzen können, so Wölz, doch es sei „Bewegung in die Verwaltung gekommen“, meinte er, und auch der Mobilitätspakt habe den Gedanken der Leihfahrräder als ergänzendes Mobilitätsangebot aufgenommen. Der Verkehr müsse auf „verschiedene Säulen“ verteilt werden, denn man müsse „weg vom Auto“. Mit den Leihfahrrädern habe man einen Baustein, den man als Kommune mitbeeinflussen könne. „Walldorfs Topographie eignet sich besonders gut, um mit dem Fahrrad zu fahren“, stellte Wölz fest. In kurzer Zeit könne man die meisten Strecken zurücklegen. Einen Standort für VRNnextbike sah er am Bahnhof, damit Einpendler auf das Fahrrad umsteigen könnten. Die Mitnahme des Fahrrads im Zug könne man sich damit sparen. Er verwies auf einen aktuell laufenden Versuch der SAP, die Fahrräder von VRNnextbike für Fahrten zwischen den Bürostandorten auf dem SAP-Gelände zu nutzen. In Hinblick auf Übernachtungsgäste in Walldorf wünschte sich Stadtrat Wölz auch noch andere Standorte für die Leihfahrräder. Man erwarte ein neues Konzept des VRN. Auch eine Erweiterung auf St. Leon-Rot und Wiesloch konnte sich Wölz vorstellen. „Wir können hiermit die CO₂-Problematik lokal beeinflussen“, stellte Hans Wölz fest. Stadtrat Werner Sauer (CDU) meinte rückblickend, dass der frühere Antrag von Bündnis 90/Die Grünen nur abgelehnt worden sei, weil damals die Stadtverwaltung das Konzept erstellen sollte. „Heute sieht das anders aus“, so Sauer. Kleinere Städte seien 2016 nicht bei dem Fahrradmietsystem dabei gewesen, weil es zu teuer gewesen sei. Die Kosten-Nutzen-Relation habe nicht gestimmt. Nun freue man sich auf das aktualisierte Angebot des VRN. Auch Stadtrat Manfred Zuber (SPD) unterstützte den Antrag. Das Fahrradleihsystem sei sinnvoll. Der Bahnhof als Standort müsse dabei sein, dann „bekommen wir auch die Fahrräder weg, die nur jedes halbe Jahr genutzt werden“. Das System solle nicht nur in Walldorf eingeführt werden, sondern müsse im Nahverkehrsplan vorgesehen werden. Zuber plädierte außerdem für „bessere und sicherere Radwege“. Stadtrat Günter Lukey (FDP) fand es überlegenswert, das System auch städteübergreifend nutzen zu können. Vor der Entscheidung müssten jedoch Fragen zu den Kosten, der Laufzeitlänge des Vertrags und auch zur Wartung der Fahrräder geklärt werden. Stiftung Warentest habe den Zustand der VRNnextbike-Räder nur mit „zufriedenstellend“ bewertet, berichtete er. Er befürchtete, dass das Fahrradleihsystem ein Verlustgeschäft werden könnte wie das Carsharing. „Was die geteilte Mobilität angeht, sind wir heute einen Quantensprung weiter“, stellte Bürgermeisterin Christiane Staab fest. Das Feld sei 2016 noch nicht so bereitet gewesen. Man nehme gerne den Auftrag an, neu mit VRNnextbike zu verhandeln. Mit der neuen Stelle des Mobilitätsmanagements, die ausgeschrieben worden sei, habe man bald auch mehr Personal, um das Projekt umzusetzen.


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