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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 24. September 2019 - Älter geworden, aber nie gealtert

CDU-Stadtrat Werner Sauer nach über dreißig im Gemeinderat verabschiedet

Das ist die Bildunterschrift

Zum Abschied gab es für Werner Sauer Blumen und eine Urkunde, die Bürgermeisterin Christiane Staab überreicht (Fotos: Pfeifer)


In der ersten Sitzung des neuen Gemeinderats nach der sommerlichen Sitzungspause war auch „Altstadtrat“ Werner Sauer anwesend. Nachdem Werner Sauer sich im Frühjahr nicht mehr für die CDU zur Wahl gestellt hatte, holte Bürgermeisterin Christiane Staab nun seine Verabschiedung nach, die ursprünglich für die Sitzung vom 23. Juli vorgesehen war.


„Eine Ära im Gemeinderat der Stadt Walldorf geht zuende“, stellte Bürgermeisterin Christiane Staab fest, „in dreißig Jahren ist Werner Sauer älter geworden, aber nie gealtert, ein Phänomen, das seine Arbeit im Hauptorgan der Stadt Walldorf ausgezeichnet hat“. Werner Sauer wurde erstmals im Jahr 1975 gewählt mit damals 23 Jahren und in den darauffolgenden Wahlen 1980, 1984 und 1989 wiedergewählt. Auch während seiner berufsbedingten Pause als Gemeinderat von 1994 bis 2004 wirkte er als „sachkundiger Bürger“ im Kultur- und Bildungsausschuss und im Astorstiftungsrat mit. Seit seiner Wiederwahl im September 2004 hatte er die Funktion des Fraktionssprechers inne. „Eine Funktion, die er mit Leidenschaft und großem persönlichem und zeitlichem Einsatz ausfüllte“, so Staab. Die Bürgermeisterin erinnerte an die „zahllosen wichtigen Entscheidungen“, bei denen Sauer mitgewirkt und damit „die Grundlagen für die gute Zukunft Walldorfs“ mitgeschaffen habe. In seine Zeit als Gemeinderat fielen unter anderem die Entwicklung der Arbeitsstadt und die damit verbundene verkehrliche Neugestaltung Walldorfs mit Süd- und Westumgehung. Die Neugestaltung der Hauptstraße und des Zentrums mit der „Drehscheibe“, den Bau des Pflegezentrums, der Astoria-Halle, die Entwicklung der Neuen Sozialen Mitte, die Neukonzeption des Bäder- und Saunaparks und den Neubau der Schillerschule nannte Staab als einige der weiteren Meilensteine. Als „persönliches Herzensthema“ von Werner Sauer, der dreizehn Jahre lang Rektor der Leimbachtalschule in Dielheim und von 2003 bis zu seiner Pensionierung 2017 Rektor der Walldorfer Schillerschule war, erwähnte Christiane Staab die Entwicklung des Bildungsbereichs. Obwohl „wertkonservativer und katholischer Familienvater“, sei er „geistig unabhängig“ gewesen. Themen wie Krippe, Ganztagesbetreuung und Ganztagesschule, die keine CDU-Themen gewesen seien, habe er „frei von Ideologie und Wunschdenken im Lichte der gesellschaftlichen Veränderungen“ betrachtet. Bei seiner Fraktion habe er es geschafft, hier Überzeugungsarbeit zu leisten. Werner Sauer habe dabei aber auch für die qualitätvolle Umsetzung des Konzepts gekämpft. „Schule als Lern- und Lebensraum, diese Vorstellung hat ihn auch im Gemeinderat immer angetrieben“, so die Bürgermeisterin. Sie charakterisierte Werner Sauer auch als „Verfechter eines sozialen Staates, der aber auf dem Prinzip der Eigenverantwortlichkeit fußen müsse“. Fast schwäbische Züge meinte sie erkannt zu haben, weil Sauer immer auf den sorgsamen Umgang mit städtischen Geldern gepocht habe. „Sein Wort hatte im Gemeinderat Gewicht und manches Mal zu einer pragmatischen, unideologischen Lösung geführt“, meinte Staab anerkennend. Seine Art habe sie von Anfang an begeistert und ihr die Entscheidung leicht gemacht, als Bürgermeisterin zu kandidieren. Mit den besten Wünschen für seinen weiteren Weg, gab sie gerne zu, dass ihr der Abschied sehr schwer falle.

Auch von der CDU-Fraktion gab es Blumen, die Dr. Gerhard Baldes dem scheidenden Fraktionssprecher übergab

Für die CDU-Fraktion sprach Dr. Gerhard Baldes, der ebenfalls von „nachhaltigen Spuren“ sprach, die Werner Sauer hinterlasse. Er würdigte die „gewaltige Zeit“, die Sauer nicht nur im Gemeinderat, sondern im Laufe der Zeit in fast allen Ausschüssen eingebracht habe. Dabei nannte er noch den Sonderausschuss Jugendhaus, den es einst von 1975 bis 1989 gab. Werner Sauer sei stets „beeindruckend wiedergewählt“ worden mit den meisten Stimmen. „Du warst Motor und Getriebe und dabei stets bescheiden. Du hast Dich immer für uns alle eingesetzt“, erklärte Baldes. Neben der Kommunalpolitik sei Werner Sauer auch noch in der Kirche und im Bauförderverein von St. Peter aktiv gewesen. Seinen Beruf als Grund- und Hauptschullehrer und als Rektor habe er mit Leidenschaft ausgeübt. Gerhard Baldes dankte dem scheidenden Kollegen im Namen der Fraktion, „dass Du so lange für die CDU an der Spitze warst“. Seinen Dank richtete er auch an Werner Sauers Frau und die drei Kinder für deren Verständnis und Unterstützung. 


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