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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 24. September 2019 - Wohnungswirtschaft auf gutem Weg

Halbjahresbericht im Gemeinderat – Sanierungsfahrplan kommt

In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 24. September stellte David Högerich, Leiter des Eigenbetriebs Wohnungswirtschaft Walldorf, dessen Geschäftsbericht für das erste Halbjahr 2019 vor.

Zum 30. Juni dieses Jahres lag der Wohnungsbestand des städtischen Eigenbetriebs bei 53 Liegenschaften mit 310 Wohneinheiten. Inzwischen hat sich der Bestand um 10 weitere Sozialwohnungen im neu errichteten Gebäude an der Ebertstraße erhöht. Neben den Sozialwohnungen verwaltet der Eigenbetrieb auch 73 Seniorenwohnungen für die Stadt und die Astor-Stiftung.

Wie Högerich ausführte, schloss das erste Halbjahr 2019 mit Erträgen von 1,1 Millionen Euro aus Mieten und Pachten ab und liegt damit im kalkulierten Rahmen. Zur Bewerbersituation um die Sozialwohnungen, für die man einen Wohnberechtigungsschein braucht, erklärte er, dass Anfang 2019 die Warteliste überprüft worden sei und dies im zweijährlichen Turnus wiederholt werde. Besonders im Bereich der Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen sei auf der Warteliste eine hohe Fluktuation festzustellen gewesen, so dass sich der tatsächliche Wohnungsbedarf nicht aus der Warteliste ergeben hätte. Um deren Aussagekraft zu erhöhen, werde die Aktualität nun regelmäßig überprüft, was sich inzwischen schon bewährt habe. Wohnungssanierungen werden die Wohnungswirtschaft auch weiterhin beschäftigen. Für den Zeitraum von 2020 bis 2030 wird ein Sanierungsfahrplan erstellt. Wie Högerich ausführte, ist die Klimaschutz- und Energieberatungsagentur (KliBA) beratend mit im Boot. Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, besteht Sanierungsbedarf in baulicher, technischer und energetischer Hinsicht, wobei neben Einzelmaßnahmen teilweise auch umfangreiche Sanierungen notwendig sein werden. Derzeit, so Högerich, seien neun Wohnungen renovierungsbedürftig. Es sei zwar nötig, wegen Sanierungen auch Wohnungen vorzuhalten, doch wolle die Wohnungswirtschaft die Leerstandquote niedrig halten. Derzeit liege sie bei nur 2,9 Prozent.

Stadtrat Dr. Joachim Ullmann (CDU) lobte die „strukturierte und konsequente Arbeitsweise“ der Wohnungswirtschaft. Den Umgang mit der Warteliste fand er gut und sozialverträglich. Die Mieten für die renovierten Sozialwohnungen mit einem Quadratmeterpreis von 6,33 bis 6,51 Euro sah er als „sozial und angemessen“ an, auch die Preise für Neubauwohnungen fand er fair. Dass das Personal der Wohnungswirtschaft durch Inhouse-Schulungen „über den Immobilien-Tellerrand“ hinausschaue, lobte Ullmann. Positiv wertete er auch, dass es durch die über die Stadt verteilten sozial geförderten Wohnungen keine „Ghettobildung“ gebe. Diese gleichmäßige Verteilung erwähnte auch Stadträtin Petra Wahl (SPD) als gut. Den Sanierungsfahrplan begrüßte sie. In der Ziegelstraße sei es für die Sanierung allerdings „höchste Eisenbahn“, meinte sie. Die Stadt habe in den vergangenen Jahren viel in den sozial geförderten Wohnungsbau investiert, stellte Petra Wahl fest, doch werde vor allem Wohnraum für Familien „dringend gebraucht“. Sie verwies dabei auf den Antrag ihrer Fraktion, den Geschosswohnungsbau im zweiten Bauabschnitt von Walldorf-Süd in städtischem Eigentum zu behalten, um hier preisgünstige Wohnungen ohne Wohnberechtigungsschein anbieten zu können. Stadtrat Hans Wölz (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßte, dass der Eigenbetrieb innerhalb des Budgets wirtschafte. Die Vergabe der Wohnungen sei transparent, so Wölz. Die Nachfrage nach Sozialwohnungen werde noch Zuwachs erfahren, war er sich sicher, daher erwarte seine Fraktion Vorschläge für weitere Flächen, die in städtischem Eigentum seien und dafür genutzt werden könnten. „Wir müssen den sozialen Wohnungsbau vorantreiben“, meinte auch Stadtrat Matthias Renschler (FDP). Städtische Grundstücke sollten daher nicht verkauft werden. Er lobte die Arbeit der Wohnungswirtschaft und die Einhaltung des Budgets.


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