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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 11. Februar 2020 - Notarztstandort soll zukunftsfähig werden

Gemeinderat für Entwicklung einer Konzeption - DRK-Kreisverband soll unterstützt werden

Das ist die Bildunterschrift

Platz ist Mangelware im Notarztstandort des DRK (Foto: Pfeifer)


Den gemeinsamen Antrag der Fraktionen von SPD und FDP, ein Entwicklungskonzept für den Notarztstandort des DRK-Kreisverbands Rhein-Neckar/Heidelberg e.V. in Walldorf zu erstellen und den Bau einer Garage für das zweite Fahrzeug für Noteinsätze zu beraten, behandelte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 11. Februar. Beide Anträge erhielten Zustimmung, wobei es für den Bau einer zusätzlichen Garage vier Enthaltungen von Bündnis 90/Die Grünen gab.


SPD-Stadträtin Elisabeth Krämer erklärte, dass bei Besuchen in der Notarztwache ausführliche Gespräche mit den Ärzten und Rettungssanitätern geführt worden seien. Der Standort in der Straße „Am Friedhof“ sei höchst geeignet, da die zwei Notarzteinsatzfahrzeuge innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist ihre Einsatzgebiete erreichen könnten. Der Erhalt und Ausbau des Notarztstandorts sei wichtig und bedeute ein „eindeutiges Plus“ für die notärztliche Versorgung der Bevölkerung. Allerdings bestehe dringender Handlungsbedarf, so Krämer, da das zweite Notarzteinsatzfahrzeug derzeit im Freien stehen und die Wartung des Fahrzeugs und des hochwertigen Materials zu jeder Jahreszeit im Freien stattfinden müsse. Elisabeth Krämer forderte den Ausbau der Wache auch, damit weitere Rettungstransportwagen Platz finden könnten. Sie sprach außerdem an, dass die Notarztwache ursprünglich für zwei Personen ausgelegt gewesen sei, was dem Arbeitsalltag aber nicht mehr entspräche. Die Stadt solle daher den DRK-Kreisverband aktiv bei der Konzeption, Planung und Ausführung einer Erweiterung unterstützen.„Wir sind in engem Austausch mit dem DRK-Kreisverband darüber, was getan werden kann“, berichtete Bürgermeisterin Christiane Staab. Wie aus der Gemeinderatsvorlage hervorgeht, übermittelte der Kreisverband Ende 2019 nach vorangegangenen Gesprächen mit der Stadt Walldorf das Raum- und Funktionsprogramm für einen langfristig orientierten Notarztstandort. Neben den Notarzteinsatzfahrzeugen beinhaltet dieses auch die zugehörigen Rettungstransportwagen. Die Stadt will auf Grundlage dieses Programms die Entwicklungsmöglichkeiten prüfen, wozu auch eine mögliche Zufahrt von Süden gehört. Was die Unterbringung des zweiten Notarzteinsatzfahrzeugs angeht, habe der Kreisverband selbst schon Überlegungen angestellt, heißt es in der Vorlage. Diese würden aber die Anforderungen an eine einfache Garage übersteigen. Laut DRK-Kreisverband könnten sich die geschätzten Baukosten im sechsstelligen Bereich bewegen. „Wir legen großen Wert darauf, dass Walldorf den DRK-Notarztstandort mit Rettungswache hat“, versicherte Bürgermeisterin Staab. Jedoch sei der DRK-Kreisverband Herr des Verfahrens und die Stadt könne nicht einfach auf einem fremden Grundstück bauen. Staab erinnerte auch daran, dass der DRK-Kreisverband die Bauplanung zunächst nicht weitergeführt hatte wegen Unklarheiten hinsichtlich der neuen Förderrichtlinien. Auch sie wünschte sich eine „schnelle Lösung“ für die Garage.

Man müsse praktische Lösungen finden, forderte Stadtrat Günter Lukey (FDP), der daran erinnerte, dass seine Fraktion die beengten Verhältnisse schon früher angesprochen habe. Die Gespräche mit dem DRK hätten bisher kein befriedigendes Ergebnis gebracht. Für die zusätzliche Garage brauche man aber eine „schnelle Lösung“, denn das Fahrzeug könne nicht „bei Wind und Wetter im Freien stehen“. Insgesamt brauche man eine Entwicklungskonzeption. Lukey sprach auch das angrenzende Holzhaus des DRK-Ortsvereins an, das „ausgedient“ habe. Vielleicht ließen sich beide Gebäude in einem neuen städtischen Gebäude untergebracht werden, meinte er. Aus eigener Erfahrung wisse er, so Stadtrat Dr. Joachim Ullmann (CDU), dass eine gute Arbeitsatmosphäre für eine hohe Leistungsqualität notwendig sei. Für den Erhalt und Ausbau des Notarztstandorts sei „jeder Euro gut angelegtes Kapital“ für die Bürger. Der Standort müsse zukunftsfähig gemacht werden. „Wir unterstützen den Ausbau des Standorts“, sagte Stadtrat Manfred Wolf (Bündnis 90/Die Grünen), denn dieser sei „lebensnotwendig“. Am Antrag fehlte ihm aber noch „das Fleisch“. Stadtrat Manfred Zuber (SPD) betonte, dass es um die „Sicherung des Notarztstandortes“ gehe. Als der damalige Bürgermeister Heinz Merklinger sich darum bemüht habe, diesen nach Walldorf zu bringen, habe es sich auch um eine „fremde Fläche“ gehandelt. Walldorf könne es sich leisten, Garagen zu bauen, um Fahrzeuge nach Walldorf zurückzuholen.

 


 


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