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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 17. März 2020 - Busfahren wird digitaler und attraktiver

Digitale Fahrgastinformation in Echtzeit für Walldorfer Bushaltestellen

Das ist die Bildunterschrift

Schon bald keine Zukunftsmusik mehr in Walldorf: digitale Anzeigen in Echtzeit, die exakte Auskunft an den Bushaltestellen geben (Symbolbild: Imago Walldorf)


Das Busfahren soll in Walldorf noch attraktiver werden dank Haltestellen mit digitaler Fahrgastinformation (DFI) in Echtzeit. Der Gemeinderat sprach sich am 17. März einstimmig dafür aus und stellte für den finanziellen Aufwand 294.000 Euro bereit, davon 174.000 Euro überplanmäßig.


An 26 Bushaltestellen in Walldorf sollen die elektronischen Anzeigen für aktuelle Informationen sorgen. Elf Bushaltestellen bekommen die Anzeigen in der Vollversion, fünfzehn die so genannte Light-Version. Die Vollversion ist für große Verknüpfungspunkte mit mehreren Linien, wie zum Beispiel an der „Drehscheibe“ oder am Nahversorgungszentrum, vorgesehen. Die Anzeige ist dabei vierzeilig und doppelseitig. An technischen Voraussetzungen sind hierfür ein eigener Stromanschluss mit Stromzähler und ein eigener Auslegermast notwendig. Die Light-Version als einfachere Variante ist für Haltestellen mit mittlerer Bedeutung und weniger Linien gedacht. Die Anzeige ist zweizeilig und funktioniert über Batterien. Die Anzeigen können in bereits bestehende Stelen integriert werden. Nach etwa drei Jahren müssen die Batterien ausgetauscht werden. Haltestellen wie die am Rathaus, im Sambugaweg oder an der Rennbahnstraße sollen diese Light-Version erhalten. Auch Bedarfsansagen für sehbehinderte Menschen sollen installiert werden. Bei den Haltestellen mit Vollversion sind sie über einen Knopf am Mast umsetzbar. Rund 3.500 Euro kostet eine solche Installation pro Haltestelle. Bei den Light-Versionen bereitet diese akustische Bedarfsansage wegen der Stromversorgung mit Batterie Probleme, soll aber geprüft werden.

Welche Haltestellen in Walldorf mit welcher Version der digitalen Fahrgastinformation ausgestattet werden, wurde von Vertreterinnen und Vertretern von Stadt, Stadtwerken und Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) vor Ort untersucht. Für das vom Bund geförderte DFI-Programm herrsche laut VRN sehr großes Interesse bei den Kommunen, so dass die Zahl der förderfähigen Haltestellen reduziert werden müsse. In Walldorf erhalten daher nur acht der Haltestellen eine staatliche Förderung von fünfzig Prozent der Kosten. Die anderen Haltestellen rüstet die Stadt aus eigenen finanziellen Mitteln aus.

Verbesserte Informationen

„Die digitale Fahrgastinformation wird die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs erhöhen“, stellte Stadtrat Christian Winnes (CDU) fest. Er begrüßte auch den zusätzlichen Ausbau der Haltestellen mit Bedarfsansagen für sehbehinderte Menschen im Sinne einer inklusiven Gesellschaft. Winnes regte an, die Haltestellen außerdem mit QR-Codes zu versehen. In der Hoffnung, dass die neuen Anlagen möglichst wenig Verspätungen anzeigen müssten, stimmte er zu. „Das digitale Fahrgastinformationssystem ist längst überfällig“, meinte Stadträtin Petra Wahl (SPD). In vielen Städten gehöre dieses längst zum Stadtbild. Für die „enorm vielen Pendler“ in Walldorf könnte sich die Information dadurch „erheblich verbessern“ und die Akzeptanz des ÖPNV gesteigert werden, so Wahl. Sie erinnerte in diesem Zusammenhang auch an den Mobilitätspakt. Petra Wahl plädierte dafür, die Haltestelle Astoria-Halle mit einer Vollversion auszustatten, da hier viele Schülerinnen und Schüler sowie Badegäste zustiegen. Die Bedarfsansage für Sehbehinderte wollte sie gerne an allen Haltestellen realisiert wissen. Von einer „Attraktivitätssteigerung“ sprach auch Stadtrat Maximilian Himberger (Bündnis 90/Die Grünen), der ebenfalls die Barrierefreiheit unterstützte und sich für die Haltestelle Astoria-Halle in Vollversion stark machte.

Stadtbaumeister Andreas Tisch wies vorsorglich darauf hin, dass die Stromversorgung für die Bedarfsansagen teilweise etwas schwierig sein könne. „Wir versuchen aber, diese zu realisieren, zunächst da, wo wir sie ohne Probleme umsetzen können“, so Tisch. Bürgermeisterin Staab befürwortete, die Haltestelle an der Astoria-Halle als Vollversion auszustatten, wofür auch alle Mitglieder des Gemeinderats abschließend votierten.


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