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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 26. Mai 2020 - Strom daheim tanken

Stadtwerke arbeiten Förderprogramm für private Wallboxen aus

Das ist die Bildunterschrift

Regionale Anbieter von Wandladegeräten, wie Heidelberger Druckmaschinen, sollen berücksichtigt werden (Foto: HDM)


Walldorf will die Elektromobilität voranbringen. In der Sitzung des Gemeinderats am 26. Mai war ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Förderung von Wallboxen, das heißt Wand-Ladestationen, für private Elektrofahrzeuge Thema. Der Gemeinderat stimmte grundsätzlich zu, ein Förderprogramm für Wallboxen aufzulegen und dieses von den Stadtwerken ausarbeiten zu lassen.


Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Ladestationen mit regenerativer Energie versorgt werden. Die Stadtwerke Walldorf wurden mit der detaillierten Ausarbeitung und weiteren Betreuung des Förderprogramms betraut. Die Stadtwerke haben bereits ein Programm zur Förderung von Elektrofahrzeugen ihrer Kunden, zum Beispiel über eine Stromgutschrift.

Gut ausgebaute Ladeinfrastruktur schaffen

„Ziel unseres Antrags ist es, die batterieelektrische Mobilität im Verkehrssektor zu unterstützen“, erklärte Stadtrat Hans Wölz für seine antragstellende Fraktion. Man wolle einen zusätzlichen Anreiz schaffen, auf die lokal emissionsfreien Elektrofahrzeuge umzusteigen. Durch das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung sowie weitere Reformen und Zuschussmöglichkeiten würden „deutlich mehr Elektrofahrzeuge auf die Straße kommen“, prognostizierte Wölz. Von zentraler Bedeutung sei daher auch eine „gut ausgebaute Ladeinfrastruktur“. Im privaten Bereich wolle man mit der Förderung einen Impuls setzen, eine fachgerechte Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu installieren. Wie auch die Stadtwerke bestätigten, könne die Dauerlast beim Laden eines Elektroautos über eine normale Haushaltssteckdose zu Überhitzung führen. Für das angestrebte Förderprogramm stellte sich Wölz eine Ladeleistung von 11 Kilowatt vor für einen zeitlich überschaubaren Ladevorgang, außerdem benötigt eine 11-Kilowatt-Wallbox keine Genehmigung durch die Stadtwerke. Wölz wollte den Antrag seiner Fraktion noch um die Forderung ergänzt wissen, dass die von der Heidelberger Druckmaschinen AG entwickelte Wallbox, die 2019 ADAC-Testsieger wurde, in den Vertrieb der Stadtwerke aufgenommen werden sollte. Dies auch im Sinne der Standort- und Arbeitsplatzsicherung des Unternehmens.  Bei diesem Punkt machten die Sprecher der Fraktionen aber deutlich, dass der Gemeinderat dem Aufsichtsrat der Stadtwerke keine Vorschriften machen könne. Man einigte sich bei der Abstimmung auf den Wunsch, regionale Anbieter zu berücksichtigen.

Für ein rundes Konzept

Stadtrat Mathias Pütz (CDU) begrüßte den Antrag. Ein solcher Zuschuss habe seine Daseinsberechtigung, meinte er. Man solle das Förderprogramm bei den Stadtwerken ansiedeln, wo dieses einen Mehrwert für die Kunden darstelle, die kompetente Beratung erhielten. Das Förderprogramm trage zur Diversifizierung der Stadtwerke bei. Stadtrat Lorenz Kachler (SPD) fand es grundsätzlich positiv, die Umwelt zu entlasten und private Haushalte zu unterstützen. Er gab zu bedenken, dass der Entwicklungsprozess bei Wallboxen noch nicht abgeschlossen sei, man aber ein „rundes Konzept“ brauche. Kachler warf Fragen auf, wie zum Beispiel, ob man eine Wallbox fördern könne, wenn diese nicht von den Stadtwerken mit Strom versorgt würde. Er wünschte sich die Klärung anstehender Fragen und dann eine „vernünftige und nachhaltige Diskussion“, bevor man endgültig zusage. „Der Elektromobilität gehört die Zukunft“, stellte Stadtrat Günter Lukey (FDP) fest. Über die Herstellung und Entsorgung der Batterien wollte er in der aktuellen Betrachtung „großzügig hinwegsehen“. Die heimische Ladebox an der Wand sah er als „attraktive Alternative“ zu den öffentlichen Ladeboxen. Der Strom sei daheim in der Regel preisgünstiger als an den öffentlichen Ladesäulen, so Lukey. Als wichtige Argumente für die heimische Wallbox nannte er außerdem noch unter anderem kürzere Ladezeiten und den intelligenten Austausch zwischen Ladeelektronik und Stromnetz. Er regte noch an, über ein Förderprogramm für kleinere Wallboxen für E-Bikes und Pedelecs nachzudenken.

Alle Fraktionen sprachen sich dafür aus, dass die geförderten Ladestationen ausschließlich mit erneuerbarer Energie gespeist werden müssten und man regionale Anbieter von Wallboxen doch berücksichtigen sollte. An die Stadtwerke erging der Auftrag, alles vertieft zu prüfen und weiter auszuarbeiten.

Umweltförderprogramme der Stadtwerke Walldorf

Die Stadtwerke Walldorf bieten für ihre Kunden bereits einige Förderprogramme an, mit denen Umwelt und Klima geschont werden können und auch der Geldbeutel. Folgende Umweltförderprogramme gibt es:

 

• Förderung von Solaranlagen zur eigenen Stromerzeugung

• Förderung von Elektro-Fahrzeugen, auch E-Bikes und E-Roller

• Förderung des hydraulischen Abgleichs der Heizung

• Förderung von Umwälzpumpen

 

Ausführliche Informationen unter: www.stadtwerke-walldorf.de


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