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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 21. Juli 2020 - Mit „Herzblut und Leidenschaft“ für Walldorf

Otto Steinmann im Amt des Ersten Beigeordneten bestätigt

Das ist die Bildunterschrift

Bürgermeisterin Christiane Staab gratuliert dem Ersten Beigeordneten Otto Steinmann zur Wiederwahl (Fotos: Pfeifer)


Walldorfs Erster Beigeordneter Otto Steinmann wird auch die nächsten acht Jahre im Amt bleiben.


Am 21. Juli wählte ihn der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung mit dem überzeugenden Ergebnis von 19 Zustimmungen bei zwei Enthaltungen. Eine Stimme entfiel auf die Bewerberin Sabrina Lee, die allerdings nicht anwesend war.

Wie Bürgermeisterin Christiane Staab zu Beginn der Sitzung verkündete, hatte es zunächst insgesamt drei externe Bewerbungen für die Position gegeben. Ein Kandidat hatte seine Bewerbung zurückgezogen, die beiden anderen erschienen nicht zur öffentlichen Sitzung. Somit stellte sich nur Otto Steinmann vor, der der Bürgermeisterin und dem Gemeinderat „herzlich für die gute und zugewandte Zusammenarbeit“ dankte. Es sei für ihn etwas Besonderes, für die Stadt Walldorf arbeiten zu können, erklärte er. Dies habe schon in seinen Anfängen beim damaligen Stadtbauamt gegolten und nun umso mehr, seit er als Beigeordneter einen Geschäftskreis verantworte. Den pädagogischen und sozialen Bereich hob er hervor, denn hier „haben wir Walldorf ein Profil gegeben, das sich von anderen vergleichbaren Kommunen deutlich abhebt“, sagte Steinmann. In diesem Zusammenhang machte er aber auch auf die Entwicklung der Personalkosten aufmerksam, die in den letzten Jahren spürbar gestiegen seien. „Solange unsere Einnahmesituation so ist, wie sie ist, müssen wir uns keine großen Sorgen machen. Im Auge behalten sollten wir die Entwicklung dennoch“, mahnte er. In Hinblick auf die städtischen Finanzen bezeichnete er sich als „Freund der Liquiditätsbetrachtung“. Es könne sein, dass man nach Corona auch in Walldorf anders über Geld reden werde, meinte er. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass man in der kommunalpolitischen Diskussion auch künftig nicht über das „Entweder–oder“, sondern wie bisher über das „Sowohl-als-auch“ werde diskutieren können. Den Digitalisierungsschub der letzten Monate müsse man aufnehmen und prüfen, welche weiteren Leistungen für die Bürgerschaft digital angeboten werden könnten, ohne diejenigen auszugrenzen, für die der Rathausbesuch auch Kommunikation und sozialen Kontakt bedeute. In der externen Kommunikation müsse man sich über kurz oder lang auch mit den Sozialen Medien beschäftigen, meinte Steinmann. Ihm liege aber auch die „Walldorfer Rundschau“ als Medium für die Kommunikation mit der Bürgerschaft „sehr am Herzen“, erklärte er.

Als besonders wichtige Aufgabe bezeichnete Otto Steinmann die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat als Hauptorgan der Stadt, der „zeitnah und umfassend mit allen relevanten Informationen“ auszustatten sei. Den notwendigen Ausgleich unter und zwischen den Fraktionen unterstütze er dabei gerne. Gerne gab er zu, dass ihm die „gemeinsamen Nachsitzungen“ fehlten. Aus der Vergangenheit wisse man, wie wertvoll es sein könne, wenn man sich über die Fraktionen hinweg austauschen und „der eine oder andere Wortwechsel aus der Sitzung“ aufgearbeitet werden könne.

Als wichtig nannte Steinmann weiterhin den „Blick über den eigenen Geschäftskreis“. Hier nannte er unter anderem den Bereich der Liegenschaften, da die Verfügbarkeit von Grundstücken oft Basis für eine geordnete städtebauliche Entwicklung oder auch für die Verwirklichung ökologischer Maßnahmen sei.

Mit Bezug auf die „über Jahrzehnte gewachsenen Potentiale Walldorfs“ bekräftigte er, für Kontinuität in der Weiterentwicklung dieser Potentiale zu stehen, als „Walldorfer, in Walldorf, für Walldorf“. Dies auch und gerade in einer eventuell kommenden Übergangszeit „mit Herzblut und Leidenschaft“.

Bei der Stimmabgabe: Hier Stadtbaumeister Andreas Tisch mit „Wahlurne“ bei SPD-Stadtrat Manfred Zuber

Die in geheimer Wahl abgegebenen Stimmen der 22 anwesenden Gemeinderatsmitglieder zählten Stadtbaumeister Andreas Tisch und SPD-Stadträtin Elisabeth Krämer aus. „Ich nehme die Wahl an“, erklärte der frisch gewählte Erste Beigeordnete nach dem rasch ermittelten Ergebnis. Er dankte dem Gremium, das ihm applaudierte, für das „hervorragende Ergebnis“, mit dem er so nicht gerechnet habe. Dies sei eine Verpflichtung für ihn, seine Arbeit so fortzusetzen wie bisher. Sein Dank galt auch seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, „ohne die man einen solchen Job“ schlichtweg nicht machen könne. In seinen Dank schloss Steinmann auch die Altbürgermeister Dr. Jürgen Criegee und Heinz Merklinger sowie den früheren Stadtbaumeister Wilhelm Schneider als wichtige Förderer und Wegbegleiter ein.

Bürgermeisterin Christiane Staab gratulierte zu dem Wahlergebnis und überreichte auch Blumen an Birgit Steinmann als kleines Dankeschön für die vielen Abende, an denen sie auf ihren Mann verzichten müsse


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