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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 14. Juli 2020 - Feuerwehr bekommt Interimshalle

Das ist die Bildunterschrift
  Gegenüber dem alten Feuerwehrhaus wird die Interimshalle errichtet. Sie soll der Raumnot abhelfen, bis das neue Feuerwehrhaus steht (Foto: Pfeifer)


Anfang 2021 soll Baubeginn für eine Interimshalle für die Freiwillige Feuerwehr Walldorf sein. Der Gemeinderat begrüßte das Vorhaben in seiner öffentlichen Sitzung am 14. Juli mehrheitlich und beschloss damit auch, die voraussichtlichen finanziellen Mittel von 828.000 Euro bereitzustellen.


Entstehen soll eine einfache Stahlkonstruktionshalle. Standort wird das städtische Grundstück am Schloßweg, schräg gegenüber dem alten Feuerwehrhaus sein. Wie Stadtbaumeister Andreas Tisch ausführte, wird das neue Feuerwehrhaus mit dem dritten Bauabschnitt im Westen von Walldorf-Süd entwickelt. Man brauche hierfür einen „erheblichen“ zeitlichen Vorlauf, erklärte er. Bis die neue Halle stehe, dauere es daher noch einige Jahre. Um dem akuten Platzbedarf der Feuerwehr gerecht zu werden, empfahl der vorberatende Ausschuss für Technik, Umwelt, Planung und Verkehr den Bau einer einfachen Industriehalle mit einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern und vier Toren. Die Halle  – so Tisch – könne später auch rückgebaut und an einem anderen Standort wiederverwendet werden.

Aktuell nutzen die Feuerwehrleute bereits Teilflächen des vorgesehenen Grundstücks, wo die Fahrzeuge derzeit allerdings im Freien stehen und die Geräte in schwer zugänglichen Bereichen lagern.  Auch die Einsatzfahrzeuge, die die Feuerwehr neu anschaffen muss, sollen in der Interimshalle Platz finden. Die Anforderungen an die Halle seien mit den Feuerwehrleuten besprochen worden, berichtete der Stadtbaumeister. Der Auftrag für die Errichtung der Halle soll an einen Generalunternehmer gehen. Wenn alles wie vorgesehen läuft, könnte die Feuerwehr Mitte 2021 die Halle nutzen.

"Notwendig und richtig"

„Eine dringliche Maßnahme“ nannte CDU-Stadtrat Uwe Lindner das Vorhaben, auch wenn es sich nicht gerade um eine „geringe Summe“ handle. Er bezeichnete es als „äußerst umsichtig“, dass die Halle später an anderer Stelle einsetzbar sei. Auch Stadtrat Christian Schick (SPD) fand die Interimslösung „notwendig und richtig“. „Wir kommen daran nicht vorbei“, sagte er. Die Freiwillige Feuerwehr solle nicht unter den aktuellen Bedingungen weiterarbeiten müsse. Ein wichtiger Aspekt war auch für ihn, die Halle später an einem anderen Standort nutzen zu können. „Möglichkeiten gibt es genug“, war er sich sicher. Die Planung fand er gelungen, denn sie sei „nachhaltig, sparsam, funktional“. Stadtrat Fredy Kempf (FDP) war ebenfalls „absolut pro Interimshalle“. Die vorgesehenen 500 Quadratmeter seien jetzt schon ausgefüllt. Dann müssten die Fahrzeuge nicht mehr im Freien oder „gefangen“ hintereinander stehen. Er zollte der Feuerwehr insgesamt „größten Dank und Respekt“ für ihre Arbeit.

Stadrat Wilfried Weisbrod (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte daran, dass seine Fraktion den Schloßweg nach wie vor für den besten Standort für das neue Feuerwehrhaus halte. Den gewählten Standort im dritten Bauabschnitt von Walldorf-Süd bezeichnete er hingegen als „eine Bausünde“. Diese Position wolle man nicht aufgeben und könne daher einer Interimslösung am Standort Schloßweg nicht zustimmen. Die Planung für die Interimshalle sah er skeptisch, denn sie beinhalte einige „Unwägbarkeiten“, man sehe wohl einiges zu positiv. Von einer weiteren Nutzung der Halle zeigte er sich  nicht überzeugt und auch bei einem Weiterverkauf erhalte man „lange nicht die Summe“, die man sich vorgestellt habe. Finanzielle Verluste seien zu erwarten. Er vermisste auch Angaben zur Höhe der Feuerwehrfahrzeuge. Alles in allem konnte seine Fraktion nicht zustimmen. „Wir gehen nicht in Fundamentalopposition, sondern enthalten uns“, erklärte er.

Bürgermeisterin Christiane Staab bekräftigte ihrerseits, dass die Halle absolut notwendig sei, um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr zu erhalten, bis das neue Feuerwehrhaus stehe. „Wir müssen der Feuerwehr Raum geben, um gut arbeiten zu können“, so die Bürgermeisterin.

Mit 16 Zustimmungen und vier Enthaltungen war die Interimshalle am Ende beschlossene Sache.

 


 


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