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Öffentliche Sitzung des Gemeinderats am 20.Oktober 2020 - Neues Jahr, neues Glück

Große Jubiläumsveranstaltungen sollen 2021 nachgeholt werden

Das ist die Bildunterschrift
Vielleicht wird im nächsten September die Feuershow den Historischen Markt beschließen  (Foto: Pfeifer)


Das Jahr 2020 sollte in Walldorf ganz im Zeichen des Stadtjubiläums zur Ersterwähnung im Lorscher Codex anno 770 stehen. Tatsächlich stand und steht dieses Jahr aber – wie überall – ganz im Zeichen der Corona-Pandemie.


Bis auf den Kinderfaschingsumzug und einige kleinere Veranstaltungen sind alle Jubiläumsveranstaltungen ausgefallen. Der Gemeinderat hat nun in seiner öffentlichen Sitzung am 20. Oktober beschlossen, den Festumzug, das Waldkonzert, die „Walldorf Classics“ Oldtimer-Parade, den Mittelalter-Markt und die Illumination der an der Badstraße entstandenen „Street Art“ im Jahr 2021 nachzuholen. Diesem Vorschlag der Verwaltung stimmten alle Fraktionen zu.

„Corona hat verhindert, gemeinsam zu feiern und kulturellen Veranstaltungen beizuwohnen, die ja gerade unser gesellschaftliches Miteinander ausmachen“, stellte Erster Beigeordneter Otto Steinmann fest. Er hob hervor, dass es aber nicht nur um die ausgefallenen Termine gehe, sondern dass es besonders „bitter“ für die ehrenamtliche Arbeit von Vereinen, Kirchen, Organisationen und Gruppen gewesen sei, alles absagen zu müssen. Nach dem Antrag der SPD-Fraktion vom April zu prüfen, welche Veranstaltungen man in welcher Form in das nächste Jahr übertragen könne, habe man bis nach der Sitzungspause im Sommer abwarten wollen, wie sich das Pandemie-Geschehen entwickle. „Man kann nicht behaupten, dass uns der Blick in die Zukunft nun leichter fällt“, meinte Steinmann angesichts der aktuellen Entwicklung mit einer wieder strengeren Corona-Verordnung. Der Verwaltungsvorschlag sieht den Festumzug Anfang Mai 2021, das Waldkonzert und die Walldorf Classics im Juli und den Mittelalter-Markt im September vor. Für die Illumination der vom französischen Künstler Nubian gestalteten Fassade wurde noch kein Termin genannt. Für die von Vereinen geplanten Veranstaltungen für das kommende Jahr sei ein Veranstaltungskalender erstellt worden, alles vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie, berichtete Steinmann. „Alles, aber wirklich alles, steht unter dem Vorbehalt der Corona-Situation im kommenden Jahr“, erklärte er. Dennoch solle Kultur Corona trotzen, was auch für die sommerliche Veranstaltungsreihe im AQWA Bäderpark gegolten habe.

„Neues Spiel, vielleicht neues Glück“, meinte Stadtrat Dr. Joachim Ullmann (CDU). Es sei sehr schade, dass gerade dieses Jahr „so verhagelt“ worden sei. „Es wäre so schön gewesen“, sagte Stadtrat Manfred Zuber (SPD), der berichtete, von vielen Gruppierungen angesprochen worden zu sein, nachdem fast alles abgesagt worden war. Er dankte der Stadt für ihr Bemühen, die großen Veranstaltungen verschieben zu wollen. Da in viele der Veranstaltungen Kraft und Energie gesteckt worden sei, könne man diese nicht alle in das Jahr 2026 verlegen, in dem Walldorf 125 Jahre Stadtrechte feiern könne. Man wisse nicht, wie es weitergehe, die Sicherheit gehe aber vor, erklärte er. Den Festumzug sah er als „Riesenaufgabe“ für die Verwaltung. Er bedauerte außerdem sehr, dass Walldorf nicht mit seinen Partnerstädten habe feiern können. Bei den Planungen müsse man auch an die Landtags- und Bundestagswahl im Jahr 2021 denken, so Zuber. Dass man „ein bisschen Optimismus“ brauche, stellte Stadtrat Maximilian Himberger (Bündnis 90/Die Grünen) fest und war auch dafür, die Veranstaltungen in die Planung aufzunehmen. Er hoffte, dass so viel wie möglich realisierbar sei.  Die volle Zustimmung der FDP fand der Verwaltungsvorschlag ebenfalls, wie Stadträtin Dagmar Criegee mitteilte.

Bürgermeisterin Christiane Staab dankte dem Gemeinderat für dieses Signal, das das Gremium in die Stadt aussende, aber auch an die städtischen  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit „viel Herzblut“ dabei seien.

 


 



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