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Aufruf von Bürgermeisterin Christiane Staab

Das ist die Bildunterschrift
Bürgermeisterin Christiane Staab zählt auf die Walldorferinnen und Walldorfer (Foto: Carina C. Kircher)


Liebe Walldorferinnen und Walldorfer,

seit Wochen steht unsere Stadt in allen Bereichen des täglichen Lebens unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Ging es zu Beginn „nur“ um die Absage einzelner Veranstaltungen, ist heute unsere ganze Stadtgemeinschaft von umwälzenden Maßnahmen betroffen.


Das gesellschaftliche Leben soll und muss zum Erliegen kommen. Eine Situation, die wir uns in unserer freiheitlichen Gesellschaft nie vorstellen konnten und die uns mit aller Härte trifft. Geburtstagsfeiern, ein schneller Besuch bei Oma und Opa, ein Einkaufsbummel durch unsere Geschäfte, der abendliche Absacker in der Lieblingskneipe: all das geht nicht mehr. Unser Leben ist wie umgekehrt. Die Kinder müssen wochenlang zu Hause bleiben, was gerade die Eltern jüngerer Kinder vor eine Herkulesaufgabe stellt, denn alle Spielplätze und öffentlichen Einrichtungen sind geschlossen. Es ist schwer hier Trost und Zuversicht zu spenden, dennoch will ich dies tun: Es gibt mittlerweile ein Netzwerk von helfenden Händen, die bereit sind, Besorgungen für diejenigen zu erledigen, die Hilfe benötigen. Die Rhein-Neckar-Zeitung veröffentlicht Grußbotschaften von getrennten Familien und Freunden, die sich zu ihrem gegenseitigen Schutz nicht treffen dürfen. Die Bundesregierung und die Landesregierung haben Soforthilfeprogramme aufgelegt, um Unternehmen, aber auch Bürgerinnen und Bürgern zu helfen, die aufgrund der Pandemie in eine Notlage geraten. Wir als Stadt werden Steuerzahlungen, Mieten und Pachten bei nachweislich durch die Corona-Krise in Schieflage geratenen Unternehmen stunden, um Härten kurzfristig abzumildern. Die Erhebung der Beiträge für unsere Kindertageseinrichtungen werden wir aussetzen, bis wir eine Regelung durch den Gesetzgeber darüber haben, wie es weitergehen wird und wer für die Kosten der Schließungen aufkommt.

Wir alle in Walldorf sind aufgefordert, als Zeichen der Verbundenheit mit unseren Einzelhändlern und Geschäftsleuten deren Dienste soweit wie möglich in Anspruch zu nehmen.  Viele bieten Liefer- oder Abholservice an, es gibt feines Essen zum Mitnehmen. Ein Dank an all die Helden des Alltags, die teilweise unter Gefährdung der eigenen Gesundheit das System für uns am Laufen halten: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Lebensmittelläden, den Praxen, im Astor-Stift, die Reparaturwerkstätten, unsere Handwerker und viele Dienstleister und auch meine eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ich lade Sie herzlich ein, den Frühling, der gerade von allen völlig missachtet der Krise trotzt und der Stadt ein buntes und fröhliches Gesicht gibt, bei Spaziergängen zu begrüßen. Ich hoffe, dass wir alle uns dabei an die Regeln halten: Maximal zwei Personen dürfen gemeinsam unterwegs sein, ausgenommen hiervon sind Familien. Bitte befolgen Sie die Abstandsregelungen, mindestens 1,50 Meter. Meiden Sie jeglichen Kontakt zu Dritten, auch im privaten Umfeld. Feiern Sie nicht hinter verschlossenen Türen, denn Corona lässt sich dadurch nicht abhalten, sie heimzusuchen.

Der Astorgarten in Blüte (Foto: Pfeifer)

Diese Zeit ist bereits hart und wir wissen alle nicht, wie lange wir uns diesem Kontaktverbot unterwerfen müssen. Wenn wir uns an die notwendigen Maßnahmen halten, so kurz wie möglich. Wenn wir die Vorgaben ignorieren, wird es lange dauern und unzählige Opfer fordern. Wir haben nur ein Ass im Ärmel gegen Covid 19 und das ist Zeit.  Zeit für die Forscher, Medikamente und Impfstoffe zu entwickeln. Zeit für die Kliniken, notwendige Kapazitäten für die Schwererkrankten zu schaffen. Zeit, medizinisches Hilfspersonal auszurüsten und zu akquirieren.

Auf unserer Homepage und auch in unserem Amtsblatt "Walldorfer Rundschau"  finden Sie wichtige Informationen, auch vom Land und dem Rhein-Neckar-Kreis, und wir weisen auf alles Nützliche in diesen Zeiten hin.

Spielen wir auf Zeit, helfen Sie alle mit, dass Walldorf gut durch diese Krise kommt. Ich zähle auf jeden Einzelnen von Ihnen.

Bleiben Sie gesund!

Herzlichst,

Ihre Christiane Staab

Bürgermeisterin


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