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Natur nah dran

Walldorf nimmt an Projekt von Nabu und Land teil - Signal für private Gärten

Das ist die Bildunterschrift

Insekten sollen in Walldorf einen reich gedeckten Tisch und viele "Parkplätze" vorfinden, auch dank des Projekts "Natur nah dran" (Bilder Pfeifer)


Walldorf soll noch blühender, noch grüner werden. „Wir wollen vor allem für Insekten, deren Existenz bedroht ist, auch innerstädtisch noch mehr Lebensräume schaffen“, stellte Bürgermeisterin Christiane Staab dieser Tage bei der Vorstellung des Projekts „Natur nah dran“ fest. Sie erhofft sich mit diesem „wichtigen Signal“ auch eine Initialzündung für noch mehr Grün in den Privatgärten zu geben.


 

Walldorf gehört zu den dreizehn Kommunen, deren Bewerbung um eine Aufnahme in das vom Naturschutzbund (Nabu) und dem baden-württembergischen Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft geförderte Projekt für 2018 erfolgreich war. 64 Kommunen hatten sich beworben. Das Walldorfer Konzept, die Siedlungsflächen punktuell von außen nach innen mit Kräuterrasen, heimischen Gehölzen und Wildstaudenbeetenzu durchgrünen überzeugte die Jury aus Mitglieder von Städte- und Gemeindetag, Umweltministerium und Naturschutzbund.

Sechs Standorte

Wie Stadtbaumeister Andreas Tisch und Léon Schmiedel, der bei der Stadt für die Grünflächen zuständig ist, erläuterten, sind sechs Grünflächen vorgesehen, die sich nach und nach zu artenreichen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen entwickeln sollen. Am Standort bei der Zufahrt zum Schulzentrum an der Schwetzinger Straße, wo das Projekt vorgestellt wurde, sind die wichtigsten Vorarbeiten schon erledigt. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben den Boden ausgetauscht und ein Kiesbett angelegt, auf dem schon bald Glocken- und Flockenblumen und Wiesensalbei, Malven und weitere Pflanzen, die auf mageren, trockenen Flächen gedeihen, blühen werden. Die Wiesenfläche wird mit bunt blühend

en Arten wie Ochsenauge, Lein- und Schlüsselblume angereichert. „Das ganze Jahr über wird etwas blühen, aber bis es so weit ist, dauert es natürlich noch einige  Zeit", so Léon Schmiedel, der das Förderprogramm sehr schätzt, da es auch Schulungen der Mitarbeiter durch den Nabu beinhaltet. An der Schwetzinger Straße wird außerdem noch ein Parkplatz in das Grünprojekt einbezogen. Wärmeliebende Wildsträucher wie Kornelkirsche, Ohrweide und Rosen sowie ein Speierling werden hier gepflanzt. Auf dem Parkplatz in der Karlstraße werden Akelei, Steppensalbei und Schneemarbel blühen und mit Glockenblume, Margerite und Königskerze auch viele Insekten zum „Parken“ einladen.

Überzeugt und engagiert für mehr Grün in der Stadt sind (v.l.n.r.): Hans-Jürgen Reiert, Leiter des städtischen Bauhofs, Stadtbaumeister Andreas Tisch und sein Mitarbeiter Léon Schmiedel, Bürgermeisterin Christiane Staab und Marc Recha vom Bauhof

Verstärkt dürften Insekten künftig auch den Kreisel an der B 291 und Rennbahnstraße anpeilen. Der Mahonienbestand wird reduziert und heimische Wildgehölze  wie Weißdorn, Berberitze und Rosen sowie verschiedene Wildstauden ergänzend gepflanzt. Im Amselweg gesellen sich zu den Platanen Pfaffenhütchen, Heckenkirsche und Alpen-Johannisbeere sowie Wildstauden, die sich im Schatten wohlfühlen. Hierzu gehören Günsel, Odermennig und Sternmiere. Wer sich auf einer der Parkbänke am Grünstreifen im Mittleren Mainzer Weg niederlässt, wird unter anderem Schleifenblumen, Pechnelken, Storchschnabel und Bergminze bewundern können. Maximal 15.000 Euro Förderung gibt es aus dem Projektfonds. „Die Stadt ergänzt mit Mitteln aus der Landschaftspflege“, so Stadtbaumeister Andreas Tisch, der sich freut, dass gemeinsam mit dem Nabu als Projektpartner „etwas bewegt werden kann“.


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