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Gemeinderat begrüßt Bestandsaufnahme der Wohnungswirtschaft

Stadt plant ganzheitliche Sanierung in der Stiftstraße

Das ist die Bildunterschrift
  Für eine umfassende sind die städtischen Gebäude in der Stiftstraße 3 bis 7 vorgesehen (Foto: Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft)


Eine umfangreiche Bestandsaufnahme der städtischen Wohnungen stellte David Högerich, Leiter des im Januar 2015 gestarteten Eigenbetriebs Wohnungswirtschaft der Stadt Walldorf, dem Gemeinderat am 10. Juli vor.


Dieses Portfolio der insgesamt 53 Liegenschaften mit 310 Wohnungen sollte dem Gemeinderat aber nicht nur eine Übersicht geben, sondern vor allem eine Entscheidungshilfe liefern zu anstehenden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Nach dem Sambugaweg 14 und 16, wo die Sanierung ihrem Ende entgegengeht, will die Stadt mit einhelliger Zustimmung des Gemeinderats die städtischen Gebäude Stiftstraße 3 bis 7 für eine ganzheitliche Sanierung näher untersuchen.

Wie David Högerich ausführte, wurden für jedes Gebäude neben den allgemeinen Informationen zu Art, Baujahr, Anzahl der Wohneinheiten  und technischen Gegebenheiten auch der Energieverbrauch seit Januar 2015, die Energiekosten und schließlich die empfohlenen Modernisierungsmaßnahmen aufgelistet und anhand eines Kriterienkatalogs bewertet und bepunktet. Auf den „vorderen Rängen“ mit höchstem Sanierungs- und Modernisierungsbedarf landeten die Anwesen Ziegelstraße 46 und 50, Heidelberger Straße 24 und 26 sowie Stiftstraße 3 bis 7. Nach Vorberatung im Technischen Ausschuss empfahl Högerich dem Gemeinderat, vorrangig die drei Gebäude in der Stiftstraße weiter zu untersuchen. Sie stammen aus dem Jahr 1967 und bieten 24 Sozialwohnungen mit einer Wohnfläche von rund 1.500 Quadratmetern. Wie aus der Bestandsaufnahme hervorgeht, entsprechen die Wohnungszuschnitte und –größen dem Bedarf der Mieter. Diese müssen, vor Bezug einer sozialgeförderten Wohnung, nach den Vorgaben des Landeswohnraumfördergesetzes einen Wohnberechtigungsschein besitzen.

Mit ausschlaggebend für den Vorschlag Stiftstraße war die Überlegung, dass sich dank einer energetischen Sanierung hier die Nebenkosten deutlich, um etwa vierzig Prozent, senken lassen. Die energetische Sanierung würde unter anderem ein besseres Wärmeverbundsystem für die Fassaden beinhalten, gedämmte Kellerdecken und dreifach verglaste Fenster. Auch der schlechte Zustand der sanitären Einrichtungen, einschließlich der Frisch- und Abwasserstränge, bei denen seit 2011 dreißig Wasserrohrbrüche sowie über zwanzig Leitungsverstopfungen zu beheben waren, sprachen für die Stiftstraße.

Die Gebäude Heidelberger Straße 24 und 26 wurden nicht weiter betrachtet, da sie wegen ihrer schlechten Bausubstanz im Zuge der Neuordnung des Areals abgerissen werden (siehe auch Seite 3). In der Ziegelstraße wurden bereits Teilsanierungen durchgeführt. Högerich sprach neben einer ganzheitlichen Sanierung, wie für die Stiftstraße vorgesehen, auch Teilsanierungen an, beispielsweise für das Anwesen Sonnenweg 5. Hier sei eine Heizungssanierung vorstellbar, kombiniert mit Keller- und Dachbodendämmung, erklärte er.

„Fahrplan für kommunale Maßnahmen“

Stadtrat Mathias Pütz (CDU) lobte den „Fahrplan für kommunale Maßnahmen“, um die städtischen Immobilien zeitgemäß zu entwickeln und die Qualität des Bestands zu steigern. Der Eigenbetrieb sei „effizient und kompetent“, stellte er anerkennend fest. Die Kriterien der Bewertungsmatrix nannte Stadträtin Elisabeth Krämer (SPD) „sinnvoll und gut“. Bei Ausschreibung der Gewerke sollte auf recycelte Dämmstoffe geachtet werden, regte sie an. Sie betonte, wie wichtig der soziale Wohnungsbau sei. Selbst nach einer „Entschlackung“ der Warteliste von Bewerberinnen und Bewerbern durch die inzwischen überarbeiteten Aufnahme- und Vergabekriterien, sei die Liste noch lang. Die „detaillierte Übersicht und die Bewertungskategorien“ konnte Stadtrat Hans Wölz (Bündnis 90/Die Grünen) „gut nachvollziehen“. Eine energetische Sanierung bringe deutliche Einsparungen. Er vertraue darauf, dass der Sanierungsstau sukzessive abgebaut werde. Überdachte Fahrradabstellplätze wollte Wölz als künftige Zielsetzung bei solchen Maßnahmen einbezogen wissen. Mit 53 Liegenschaften sei die Stadt die größte Vermieterin in Walldorf, stellte Stadtrat Fredy Kempf (FDP) fest. Bei der derzeitigen Null-Zins-Politik seien Investitionen in Gebäude eine gute Anlageform, so Kempf. Er lobte die „sehr, sehr gute Arbeit“ des Eigenbetriebs.

„Wir sind dort angekommen, wo wir hin wollten“, erklärte Bürgermeisterin Christiane Staab. Man wolle schönen, angemessenen Wohnraum schaffen, auch für Menschen in schwieriger Lage. Der Gemeinderat stimmte einhellig der Priorisierung der Gebäude in der Stiftstraße zu.

 


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