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1250 Jahre Walldorf feiern

Stadtjubiläum im Jahr 2020 - Gemeinderat stimmt Planungen zu

Das ist die Bildunterschrift
Der Eichbaum, hier an der Rathausfassade, ziert das Walldorfer Wappen seit Jahrhunderten und stellt den Bezug zu "Waltdorf", dem Dorf im Wald her (Foto: Pfeifer)


Allen Grund zum Feiern hat Walldorf im Jahr 2020, in dem die Stadt auf 1250 Jahre Geschichte zurückblicken kann. Maßgebend dafür ist der Lorscher Codex, in dem „Waltdorf“ im Oktober 770 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde.


Die Planungen für das Jubiläumsjahr stellte Erster Beigeordneter Otto Steinmann in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 24. Juli vor. Dieser befürwortete das Konzept einstimmig.

Wie schon im Astorjahr 2013 sollen Veranstaltungen, die Vereine, Institutionen, Schulen und Kindertagestätten sowieso für 2020 geplant haben, das Stadtjubiläum aufgreifen, erklärte Steinmann. Auch die städtischen Reihen wie die „Konzerte der Stadt“, die „Walldorfer Musiktage“ und Kunstausstellungen werden "1250 Jahre Walldorf" aufgreifen. Generell bestehe Konsens, dass man es „nicht übertreiben“ wolle, so Steinmann. Als herausragende Veranstaltungen, die mit einer hausinternen Projektgruppe der Stadtverwaltung, entwickelt wurden, nannte Steinmann den Auftakt mit Feuerwerk in der Silvesternacht 2019/2020 auf der „Drehscheibe“ oder dem Marktplatz. Für Anfang Mai 2020 ist ein großer Festumzug geplant in Kombination mit dem Sommertagszug. Die Werbegemeinschaft Walldorf will diesen organisieren. Etwa siebzig Gruppierungen aus Walldorfer Vereinen und Gewerbe sollen den Zug bilden. Ebenfalls im Mai wird die Stadt einen Festabend in der Astoria-Halle veranstalten und dazu die Partnerstädte einladen. In Verbindung mit der Walldorfer Einkaufsnacht soll ein Mittelaltermarkt stattfinden und eine Oldtimer-Rallye könnte in Walldorf Station machen. Wie schon 2013 sollen auch Philatelisten zu ihrem Recht kommen, denn es soll eine Sonderbriefmarke zum Stadtjubiläum aufgelegt werden. Um eine breitere Basis für das Jubiläum zu schaffen, so Steinmann, sollen auch die Walldorferinnen und Walldorfer ihre Ideen einbringen können. Dies sei über die Homepage der Stadt denkbar oder auch über Infostände bei öffentlichen Veranstaltungen.

Das nachhaltigste Projekt dürfte ein neues Walldorf-Buch werden, das Walldorfs Historie beleuchtet, von der Frühgeschichte, über erste schriftliche Erwähnungen, Walldorfer Auswanderer, bis zu politischen Ereignissen im 20. Jahrhundert. Das Buchprojekt, das mit dem Verlag für Regionalkultur realisiert wird und für das rund 25.000 Euro veranschlagt sind, solle die Reihe der Walldorfer Bücher ergänzen, so Otto Steinmann. Das umfassende Thema der städtebaulichen Entwicklung Walldorfs nach dem Zweiten Weltkrieg, das für den Band vorgesehen war, wolle man nach reiflicher Überlegung ausgliedern, berichtete Steinmann. Hierzu sei eine eigene wissenschaftliche Arbeit vorstellbar, die zeitlich unabhängig vom Jubiläum und in anderem Umfang erscheinen könne. Auch wenn die Federführung der Jubiläumsaktivitäten in städtischer Hand liege, brauche man externe Unterstützung für die weitere Planung, erklärte Steinmann. Der Gemeinderat stimmte zu, die Firma Rockin‘ Rollin‘ Products zu beauftragen, die alljährlich den Rock ‚n‘ Roll Weekender in Walldorf veranstaltet.

Ein Fest der Bürger

Werner Sauer (CDU) begrüßte das Gesamtkonzept. Auch er wollte einen „ansprechenden, würdigen Rahmen ohne Übertreibungen“. “Es soll ein Fest der Bürger sein“, meinte er. Die separate Publikation zur städtebaulichen Entwicklung solle nicht zu wissenschaftlich werden, meinte er. Am Festumzug, den er sehr begrüßte, könnten sich auch die Delegationen der Partnerstädte beteiligen. Den Umzug fand auch Dr. Andrea Schröder-Ritzrau (SPD) eine „klasse Idee“. Der Mittelaltermarkt und die Oldtimer-Rallye kämen ebenefalls bestimmt gut an. Auf die Gestaltung der Sonderbriefmarke sei sie sehr gespannt und den ehrenamtlichen Autoren des Buchprojekts danke sie schon jetzt. Dass darunter keine Beiträge von Frauen seien, bedauerte sie allerdings. Bücher seien meistens „Ladenhüter“, gab Wilfried Weisbrod (Bündnis 90/Die Grünen) zu bedenken. Ihm war in jedem Fall wichtig, „die Bürger mitzunehmen“. Auch er wollte  generell nichts übertreiben. Angesichts des „sparsamen Gemeinderats“ sah er diese Gefahr aber nicht gegeben. Auch Dagmar Criegee (FDP) fand lobende Worte und stimmte zu.

„Das Astorjahr hat prima funktioniert“, stellte Bürgermeisterin Christiane Staab fest. Das Jubiläumsjahr biete vielen die Möglichkeit, sich einzubringen und man bekomme sicher einen bunten Strauß an Veranstaltungen. „Es wird ein tolles Jahr“, war sie sich sicher.


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