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Für eine nachhaltigere Zukunft

Walldorfer Unternehmerparty bei Ikea zum Thema Nachhaltigkeit

Das ist die Bildunterschrift

Die Unternehmerparty bei Ikea stieß auf große Resonanz. Bürgermeisterin Christiane Staab begrüßte das Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (Foto: Pfeifer)


Was haben Wasserhyazinthen im fernen Vietnam mit Ikea in Walldorf und dessen Nachhaltigkeitsstrategie zu tun? Antworten auf diese Frage und Informationen zu vielen weiteren Aspekten des „nachhaltigen Lebens im Zuhause mit Ikea“ und bei Ikea selbst, gab es bei der Walldorfer Unternehmerparty Ende März.


Der Unternehmerlunch zur Mittagsstunde wurde dafür ausnahmsweise in die Abendstunden verlegt. Im Restaurant des Einrichtungshauses begrüßte Tim Geitner, stellvertretender Einrichtungshauschef, als Gastgeber gemeinsam mit Bürgermeisterin Christiane Staab die Gäste. Bürgermeisterin Staab freute sich mit Susanne Nisius von der städtischen Wirtschaftsförderung, dass die Unternehmerparty der Höhepunkt der zwei Nachhaltigkeitswochen bei Ikea war. Während der beiden Wochen bot Ikea seinen Kunden viele Aktionen und Workshops an, um zu zeigen, wie jeder Einzelne seinen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten kann. Dies komme auch dem Engagement der Stadt Walldorf für Nachhaltigkeit und Klimaschutz sehr entgegen, erklärte Christiane Staab, die auf das langfristig angelegte städtische Projekt „Gute Ideen. Gutes Klima. Walldorf.“ hinwies. Gerne warb sie bei dieser Gelegenheit auch für die Aktion des Naturschutzbundes „Blühende Gärten – für Mensch und Natur“, die sich auch auf Firmengelände umsetzen lässt. Als städtischer Ansprechpartner für den Themenkreis Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz wurde Christian Horny vorgestellt.

Die rund hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Unternehmerparty  lernten Ikea bei dieser Gelegenheit einmal aus ganz neuer Perspektive kennen und konnten auch hinter die Kulissen blicken. Dabei kamen auch die Wasserhyazinthen zur Sprache. Wie Tim Geitner und Christiane Scharnagl, Sustainability (Nachhaltigkeits) Managerin von Ikea Deutschland, berichteten, sind diese wichtiger Bestandteil der „People & Planet Positive Strategy“ und verhelfen Familien in Vietnam, ihren Lebensunterhalt besser zu bestreiten und ihren Kindern mehr Bildung zu ermöglichen. Tischsets aus Wasserhyazinthen sind ein Verkaufsschlager bei Ikea. Der Anfang dieser beliebten Sets liegt im Fluss Mekong, wo die kräftigen grünen Pflanzen wachsen. Die Wasserpflanzen wachsen schnell, bergen aber die Gefahr, den Fluss zuzuwuchern, wenn sie nicht geerntet werden. Aus den Fasern dieser nachwachsenden Ressource fertigen Weberinnen in Heimarbeit die Tischsets. „Meist treffen sich zwei oder drei der Frauen bei einer Weberin, um gemeinsam zu arbeiten und können sich dabei auch noch um ihre kleinen Kinder kümmern“, war zu erfahren. Das Produkt aus der Wasserhyazinthe ist inzwischen für den Fluss, die Dörfer, die dort lebenden Familien und auch für Ikea sehr wichtig geworden. Ikea will die Produktion an den heimischen Webstühlen unbedingt erhalten, auch wenn wegen der sehr großen Nachfrage eine maschinelle Produktion hinzugekommen ist. Ausgediente PET-Flaschen erleben bei Ikea ihr Comeback als Kunststofffolie, die sich in Küchenfronten wiederfindet. Hier kooperiert das Einrichtungshaus mit einem italienischen Lieferanten, der die Kunststoffflaschen zu hundert Prozent recycelt.

Am Anfang ans Ende denken

„Bei jedem Schritt Müll vermeiden“ lautet ein weiteres Credo von Ikea. Tim Geitner führte durch die Recyclingstation und erklärte im Verarbeitungsraum hinter dem Umtausch und der Fundgrube, wie Ikea es schafft, den Abfall drastisch zu reduzieren und aus Verpackungen neue Möbel zu produzieren. Beeindruckend fanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass auf den Behältern für die verschiedenen Abfälle nachzulesen ist, was deren Entsorgung kostet oder ob es für diese Abfallfraktion sogar Geld gibt. Ziel von Ikea ist es, schon bei der Produktentwicklung alle Aspekte der Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft einzubeziehen.

Das gilt auch für die Bistros, Restaurants und Schwedenshops, in denen vermehrt gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel angeboten werden sollen.

Peter Takacs, der Geschäftsführer der Ikea-Stiftung, überreichte im Anschluss einen Spendenscheck in Höhe von 60.000 Euro an Habito e. V., einen Verein, der Mehrgenerationenhäuser initiiert und Begegnungsorte für Menschen unterschiedlichster Herkunft und Lebenssituationen schafft. Auch das passt gut zu Walldorf, wo in privater Initiative zurzeit ein Mehrgenerationenhaus geplant wird.


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