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Kleinkunst ganz groß

Zeltspektakel vom 27. August bis 8. September - Urlaub ohne Koffer mit und im Zelt

Das ist die Bildunterschrift

Das Zeltspektakel kann kommen: Bürgermeisterin Christiane Staab, Erster Beigeordneter Otto Steinmann und Jürgen Vogel (re.) mit Programmheften und Plakat (Foto: Pfeifer)


Wer Ende Juli die Spitze eines Zirkuszelts hinter dem Tierpark erspäht und sich schon auf ein abendliches Kleinkunstvergnügen des Zeltspektakels einstellt, ist vielleicht zunächst enttäuscht. Denn das Zeltspektakel findet – wie immer – erst in den beiden letzten Sommerferienwochen ab 27. August statt.


Aber alle Zeltspektakelfans dürfen sich mit den Kindern freuen, die den „Urlaub ohne Koffer“ auf dem Gelände gebucht haben, um dort unbeschwerte Sommerferientage zu verbringen. Sie kommen in diesem Jahr zum ersten Mal auch in den Genuss des Zirkuszelts, in dem sie spielen, lesen, träumen können. „Das Zelt wird dann noch nicht bestuhlt sein und bietet den Kindern und Betreuern bei schlechtem Wetter einen überdachten Platz“, erklärte Erster Beigeordneter Otto Steinmann im Pressegespräch. Nachdem das Zelt vier Wochen lang dem „Urlaub ohne Koffer“ zur Verfügung stand, ziehen tagsüber in den letzten beiden Wochen die jungen Artistinnen und Artisten des „Mitmachzirkus Sorriso“ ein, um für ihre Galavorstellungen, die „Biss nach Transsilvanien“ zu Graf Dracula führen, zu trainieren. Auch beim 19. Zeltspektakel bekommt Jürgen Vogel, der das gesamte Programm gestaltet, „immer noch Gänsehaut“, wenn er die Kinder sieht, die plötzlich als Clowns alle zum Lachen bringen oder am Vertikaltuch herunterrollen. „Es ist unfassbar, was die Kinder leisten und was man ihnen zutrauen darf“, so seine jahrelange Erfahrung. Allabendlich stehen dann die Comedians, Kabarettisten und Musiker in der Manege, für deren Vorstellungen der Vorverkauf schon auf Hochtouren läuft. Für Bürgermeisterin Christiane Staab ist das Zeltspektakel ein „Highlight“ und eine „tolle moderne Form, Kunst anzubieten“. Sie schätzt auch die Kombination aus Ferienbetreuung mit Waldspielplatz, Waldspielmenschen dem Mitmachzirkus, Comedy und Kabarett in der ungezwungenen Atmosphäre am Waldrand, die beim Publikum so gut ankommt.

Für ein volles Programm ist auch dieses Jahr wieder gesorgt. Mit „Anders“ kommt eine fünfköpfige A-cappella-Gruppe zum Auftakt am 27. August nach Walldorf. Die Vokalartisten schreiben ihre Songs selbst und präsentieren unter dem Titel „Viel Lärm um Dich“ auch eine ausgefeilte Show. Katie Freudenschuss, eine „phantastische Musikerin mit scharfer Zunge“, so Jürgen Vogel, zeigt am 28. August ihr Bühnenprogramm „Einfach Compli-Katie“, in dem es unter anderem um Melania Trump geht. Die „Callas des Akkordeons“, Carmela de Feo, gilt noch als Geheimtipp. Bei ihr dreht sich am 29. August alles um die „Die Schablone, in der ich wohne“, obwohl sie selbst in keine Schablone passt. Handgemachte Musik und eine große Portion provinzieller Wahnsinn schlagen bei „Gankino Circus“ aus dem fränkischen Dietenhofen am 30. August durch. Die einstigen Mitglieder einer Blaskapelle und späteren Straßenmusiker traten schon als Vorgruppe von „La Brass Banda“ auf und stahlen diesen fast die Show. „Gankino Circus“ wird die Manege garantiert zum Brodeln bringen. „Er ist wieder da, wo er  angefangen hat, und zwar über der Gürtellinie“, freut sich Jürgen Vogel auf Ingo Appelt. Sein „Update“ mit dem Versprechen „Jetzt noch besser“ kann man in Walldorf gleich zweimal erleben.

Ingo Appelt kommt nicht achtfach aber immerhin zweimal zum Zeltspektakel (Foto: Felix Rachor)

Im Programmheft steht zwar nur Samstag, 31. August, aber Ingo Appelt gibt am 1. September eine willkommene Zugabe. Das Trio „Wildes Holz“, das AC/DC auf der Blockflöte interpretiert, war bereits beim Zeltspektakel und steht am 3. September in der Manege. Der Programmtitel „Höhen und Tiefen“ spielt auf den plötzlichen Tod des Gitarristen Anto Karaula an. Mit Djamel Laroussi wurde ein würdiger Nachfolger gefunden, mit dem es nun für „Wildes Holz“ hoffentlich wieder viele Höhenflüge geben wird. Zu den Urgesteinen des deutschen Kabaretts zählt der wortgewaltige Jochen Malmsheimer. „Dogensuppe Herzogin – Ein Austopf mit Einlage“, so der Titel seines Programms, lädt zum Rätseln ein. Die sicherlich fulminante Auflösung gibt es am 4. September. Gegen Jochen Malmsheimer ist Vera Deckers eine Newcomerin. Als hauptberufliche Psychologin und Coach hat sie am 5. September viel zu erzählen über die „Narzissten“. „Heute wegen gestern geschlossen“ heißt es am 6. September bei Jess Jochimsen. Der Freiburger Kabarettist, Autor, Fotograf und Musiker macht sich auf die Suche, welcher Schlüssel zu welcher Tür passt, denn es muss ja mal wieder frische Luft rein. Liza Kos, mit der die abendlichen Veranstaltungen am 7. September enden, ist mehr als nur eine. Die Frau mit Migrationshintergrund und integrationsbedingter Persönlichkeitsspaltung persifliert, parodiert und singt.

Neben dem allabendlichen Kleinkunstfeuer, bei dem die Funken nur so sprühen dürften, bietet das Zeltspektakel auch echtes Lagerfeuer am Abend und die Louis-Trinker-Band in wechselnder Besetzung, die an den Werktagen für den musikalischen Nachschlag sorgt. Das Waldrestaurant auf Zeit, das auch schon mittags geöffnet ist, hat mit „Feinwärts Catering“ einen neuen Gastronomen. Mediterrane Sommerküche und eine große Auswahl an Getränken gibt es täglich außer montags. Zum Abschluss am Sonntag, 8. September, spielt Singer-Songwriter Olli Roth zum morgendlichen Brunch. Im kleinen Zirkuszelt läuft jeden Werktag um 18 Uhr ein Kinderfilm, von „Pippi geht an Bord“ bis zu den „Kidsbusters“. Erwachsene müssen nicht draußen bleiben, sondern dürfen das Kinderfilmfestival gerne genießen. Im Restaurantzelt sind in diesem Jahr Bilder von Mara Blunck zu sehen. Sie arbeitet vorwiegend mit Mischtechniken mit Acrylfarben, Kreide, Asche und Pigmenten.

www.zeltspektakel.info


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