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Walldorf kann stolz sein

Ehrung für erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler 2019 und Roland Portner

Das ist die Bildunterschrift
  Nicht gut zu erkennen, aber alles glückliche Sieger mit sportlichen Titeln der Stadt Walldorf ausgezeichnet, die Bürgermeisterin Christiane Staab (oben, 4.v.r.) überreichen konnte


Am 9. Oktober ehrte die „Sportstadt Walldorf“ ihre erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2019. Wie Bürgermeisterin Christiane Staab auf der Bühne der Astoria-Halle erklärte, habe man sich den Ehrungsabend im Jubiläumsjahr natürlich ganz anders vorgestellt. „Den Ehrungsabend, der am 6. März stattfinden sollte, abzusagen, war ein der bittersten Entscheidungen“, so Christiane Staab.


Umso mehr freute sie sich, die Ehrungen nun – wenn auch unter anderen Bedingungen und in „sehr formalem Rahmen“ – doch noch in diesem Jahr durchführen zu können. Wichtig sei, die „großartigen Leistungen“ zu würdigen. Als Bürgermeisterin und auch Moderatorin des Abends konnte Christiane Staab viel herausragende Leistungen würdigen.

Um den Titel des „Männlichen Talents 2019“ konkurrierten Peter Dorando, Leichtathlet der SG Walldorf Astoria, Nico Gnad vom Motorsportclub Walldorf und Lukas Lederle vom Tennisclub Walldorf Astoria. Es war Peter Dorando, der von Bürgermeisterin Staab auf die Bühne gerufen wurde, wo er sich seine Walldorf-Medaille abholen konnte – natürlich auf Abstand. Applaus erntete er für seine 1. und 2. Plätze im Hochsprung und Stabhochsprung sowie in der 4x100-Meter-Staffel bei Badischen Meisterschaften, Meisterschaften des Rhein-Neckar-Kreises und der Metropolregion. Die treffsichere Cora-Heidi Vonthron vom Schützenverein Walldorf folgte als „Weibliches Talent 2019“. Sie hatte den Sportausschuss mit ihren vielen Platzierungen auf dem 1. Platz bei Kreis- und Landesmeisterschaften sowie dem 1. Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Luftgewehr, bei denen sie sogar einen deutschen Rekord aufstellte, überzeugt. Zur Auswahl standen noch die Sprinterin Marlene Adolf von der SG Walldorf Astoria und die erst 14-jährige erfolgreiche Dressurreiterin Marie-Florentine Orcel vom Reit- und Rennverein Walldorf.

Als nächste Sieger, diesmal in der Kategorie „Juniorenmannschaft 2019“, konnte Christiane Staab die U-14-Mannschaft des Schachvereins Walldorf beglückwünschen, die von Dr. Carlos Hauser trainiert wird. Drei Mitglieder nahmen die Glückwünsche und Medaillen stellvertretend für das insgesamt sechsköpfige Team entgegen. Die jungen Schachspielerinnen und Schachspieler belegten jeweils den 1. Platz bei den Badischen und den Baden-Württembergischen Meisterschaften. Sie setzten sich gegen die Schwimmmannschaft der DLRG Walldorf durch, gegen die C-Jugend der Handball-Frauen der SG Walldorf Astoria sowie gegen die B-Jugend der Handball-Männer, die ebenfalls bei der SG Walldorf Astoria trainiert. Weiterhin stand die männliche U 16-Jugend der Leichtathleten der SG zur Wahl und als absolute Junioren die U 10-Mannschaft des Tennisclubs Walldorf, die bestimmt noch viele sportliche Erfolge vor sich haben.

Über den Titel „Seniorenmannschaft 2019“ konnten sich zwei Teams freuen. Der Sportausschuss brachte sowohl die Mannschaft Walldorf I des Schachvereins als auch die Männerstaffel der Abteilung Leichtathletik der SG Walldorf Astoria aufs „Siegertreppchen“. Das Team des Schachvereins ist durch den 1. Platz in der Oberliga Baden in die 2. Bundesliga aufgestiegen und die vierköpfige Männerstaffel mit den schnellen Beinen hat bei Badischen und Baden-Württembergischen Meisterschaften in der 4x100- und 4x400-Meter-Staffel 2., 4. und 5. Plätze belegt und sprintete bei den Meisterschaften der Metropolregion auf Platz 1. Die „Golden Girls“ der Restless Boots gingen diesmal leer aus.

Sprint zum Titel

Auch in der locker bestuhlten Astoria-Halle, in der strikt auf Abstand geachtet wurde, war die Spannung spürbar, als es um die Verkündung des „Sportlers des Jahres“ und der „Sportlerin des Jahres“ ging. Tischtenniscrack Hartmut Freund vom Behindertensportverein und Leichtathlet Luca Klevenz lauteten die Namen der Bewerber um den begehrten Titel. Das Rennen machte Luca Klevenz von der SG Walldorf Astoria, der auf die Distanz von 400 Metern und bei der 4x400-Meter-Staffel die vorderen Plätze erreichte. Hartmut Freund, der bei den Special Olympics in Abu Dhabi meisterlich agierte, war bereits 2018 Sportler des Jahres. Ebenfalls vom Behindertensportverein Walldorf und der SG Walldorf Astoria, Abteilung Leichtathletik, kamen die für den Titel nominierten Sportlerinnen. Julia Ganzer vom Behindertensportverein ist Keglerin und rollte die Kugel mit ruhiger Hand auf 1. und 2. Plätze bei Badischen und Deutschen Meisterschaften. Sprinterin Sarah Krämer sicherte sich bei Badischen und Baden-Württembergischen Meisterschaften allein und mit der Staffel Rang zwei und drei und durfte auch auf die Bühne sprinten, um Applaus und Medaille als frisch gekürte „Sportlerin des Jahres“ entgegenzunehmen. Den sportlichen Teil des Abends beschloss die Formation der Tanzschule Kronenberger, die kessen Rock ‚n‘ Roll aufs Parkett legte. Die vier Paare im Petticoat- und Lederjacken-Look verbreiteten ausgelassene Stimmung. Das Publikum klatschte mit und lachte, als – wie hätte es auch anders sein können – auch noch Maske und Gummihandschuhe mit einem Augenzwinkern zum Einsatz kamen.

      

Sportler des Jahres 2019: Luca Klevenz                                             Sportlerin des Jahres 2019: Sarah Krämer

 

Kämpfer für soziale Gerechtigkeit

Bürgermeisterin Christiane Staab lobte die „Wahnsinns-Show“ voller Freude und Fröhlichkeit. Mit viel Freude beging sie auch den nächsten und abschließenden Programmpunkt – die Ehrung von Roland Portner für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement. „Sie haben diese Ehrung des Gemeinderats mehr als verdient“, erklärte die Bürgermeisterin. Aus der örtlichen Parteienlandschaft und dem Vereinsleben sei Roland Portner nicht wegzudenken, so Staab. Seit Jahrzehnten sei Portner für die SPD aktiv, viele Jahre als Vorsitzender des Ortsvereins Walldorf und als stellvertretender Vorsitzender im Kreisvorstand. „Sie setzen sich für diejenigen ein, die zu den Schwächeren unserer Gesellschaft gehören. Es ist Ihnen ein Anliegen, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen“, sagte Staab anerkenned, die auch an das ehrenamtliche Engagement Portners von 2007 bis 2019 im Astor-Stiftungsrat erinnerte. „Das war genau Ihr Metier“, meinte sie, denn Roland Portner habe vor allem die Älteren im Fokus. Dabei liege es Portner am Herzen, das Leben der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger „ganz praktisch angenehmer zu machen“. Dies gelinge mit der von Roland Portner initiierten „Generationenbrücke“, mit Hilfsmitteln wie dem Treppensteiger oder Fahrten mit der Rikscha, bei denen man bequem „radgefahren werden könne“. „Roland Portner ist nichts zuviel, er schaut nach dem Nächsten“, so Christiane Staabs Fazit. „Wir sind stolz darauf, dass wir Sie in Walldorf haben“. Ihr Dank galt auch Beate Portner für den Freiraum, den sie ihrem Mann lasse, um „die Liebe zu den Menschen“ ausleben zu können.

Bürgermeisterin Christiane Staab überreichte Roland Portner
eine Ehrenurkunde, Beate Portner bekam Blumen

Mit großem Dank an alle, „die sich für Walldorf mit Leidenschaft engagieren, schwimmen, sprinten, tanzen und vieles mehr und den Namen der Stadt nach außen tragen“, ging der besondere Ehrungsabend zuende. In der Hoffnung, im nächsten Jahr wieder einen großen Ehrungsabend mit vielen Gästen und Büffet feiern zu können, bat die Bürgermeisterin alle, aufzupassen, sich an die Coronaregeln zu halten und gesund zu bleiben.

Für viel Schwung und unbeschwerte Stimmung sorgte die Tanzformation der
Tanzschule Kronenberger – hier ohne Masken (Fotos: Pfeifer)

Das Publikum: auf Abstand, aber doch verbunden in der Anerkennung
für die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler sowie das langjährige ehrenamtliche Engagement

 


 


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