Öffentliche Bekanntmachungen

Walldorf für Fußverkehrs-Check ausgewählt

Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann gibt Teilnahme offiziell bekannt
 

Die Stadt Walldorf ist für die Teilnahme an den Fußverkehrs-Checks 2021 ausgewählt worden. Die Fußverkehrs-Checks stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Mehr Miteinander im Straßenverkehr“. Verkehrsminister Winfried Hermann gab am 23. Juni 2021 die Teilnahme Walldorfs offiziell bekannt.

„Wir freuen uns sehr, in die Auswahl gekommen zu sein. Das Projekt soll eine Initialzündung haben, den Fußverkehr nun wieder verstärkt in den Blick zu nehmen. Unsere Bemühungen zur Förderung des Umweltverbundes werden damit belohnt – das ist ein Ansporn für alle Beteiligten, den eingeschlagenen Weg des Mobilitätspaktes weiterzugehen“, sagt Erster Beigeordneter Otto Steinmann. „Vor diesem Hintergrund erarbeiten wir aktuell ein Radverkehrskonzept und wollen uns im Rahmen des Fußverkehrs-Checks auch jetzt insbesondere diesem Bereich widmen, und dies gilt sowohl im Stadt- als auch in unserem Industriegebiet“, so Steinmann. Darüber hinaus habe ein aktuell erarbeitetes Einzelhandelskonzept gezeigt, dass gerade in der Innenstadt und dem zentralen Platz, der „Drehscheibe“ mit dem Eingang in die Hauptstraße, großer Handlungsbedarf im Hinblick auf das Sicherheitsbedürfnis des Fußverkehrs gegeben sei.

Neben der Pendlermobilität soll daher der Fußverkehr in Walldorf mit diesem Projekt besonders im Hinblick auf die Nutzungskonflikte zwischen Fußgängern und dem hohen Parkdruck in der Wohnstadt mit dem Schwerpunkt auf die Bedürfnisse der weniger mobilen Bürgerinnen und Bürgern aber auch der Erreichbarkeit zwischen Wohn- und Arbeitsstadt begutachtet werden. Der Fußverkehrs-Check wird vom Ministerium für Verkehr bezahlt, ein Fachbüro aus Karlsruhe – die Planersocietät – unterstützt die Verwaltung.
 

Bessere Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger

Bei den Fußverkehrs-Checks bewerten Bürgerinnen und Bürger, Politik und Verwaltung gemeinsam die Situation vor Ort. Gestartet wird mit einem Auftaktworkshop, bei dem eine erste Bestandsanalyse gemeinsam mit Vertretern und Vertreterinnen der Politik und Verwaltung, der Verbände sowie den Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt wird. Dann geht es im Herbst im Rahmen von zwei gemeinsamen Begehungen zu Fuß durch die Innenstadt; dabei werden an Ort und Stelle Stärken und Schwachstellen ermittelt und mögliche Lösungsansätze diskutiert. Im Anschluss entwickeln Verwaltung und Fachbüro auf dieser Basis Maßnahmenvorschläge zur Fußverkehrsförderung, die auf einem Abschlussworkshop vorgestellt und erörtert werden.

Ziel der Fußverkehrs-Checks ist es einerseits, den Fußverkehr in Politik und Verwaltung wieder als eigenständige und wichtige Mobilitätsform ins Bewusstsein zu rücken, andererseits sollen die Bedingungen für zu Fuß Gehende in einem Stadtteil konkret verbessert werden.
 

Hohe Nachfrage an Fußverkehrs-Checks

In diesem Jahr wurden insgesamt 15 Kommunen für die beliebten Fußverkehrs-Checks mit Unterstützung einer Fachjury ausgewählt, gleich fünf mehr als im Vorjahr. Die Fußverkehrs-Checks werden vom Land Baden-Württemberg seit 2015 durchgeführt. Bislang haben bereits über 60 Städte und Gemeinden daran teilgenommen. Dabei haben sich die Fußverkehrs-Checks als sinnvolles Instrument erwiesen, um in Kommunen für die Belange des Fußverkehrs zu sensibilisieren. 219 Städte und Gemeinden und damit mehr als 20 Prozent aller baden-württembergischen Kommunen haben sich in dieser Zeit mindestens einmal um eine Teilnahme an den Fußverkehrs-Checks beworben und damit ihr Interesse signalisiert. Die Nachfrage nach den Fußverkehrs-Checks ist ungebrochen. Auch in diesem Jahr haben wieder 59 Kommunen eine Bewerbung eingereicht.

Das diesjährige Motto „Mehr Miteinander im Straßenverkehr“ verdeutlich, dass bestehende Nutzungskonflikte in einer gebauten Stadt mit begrenzten Straßenräumen nur im Miteinander zu lösen sind. Mit der Durchführung des Fußverkehrs-Checks bietet sich Walldorf die Chance, stärker in eine systematische Förderung des Fußverkehrs mit Bürgerbeteiligung einzusteigen bzw. diese zu vertiefen.

Weitere Informationen

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg