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Die Energiekarawane kommt

Das ist die Bildunterschrift
  Dr. Klaus Keßler (li.), Bürgermeisterin Christiane Staab und Fachbereichsleiter Klaus Brecht setzen
auf die Karawane (Foto: Pfeifer)


Mit einer Karawane verbindet man Kamele und da diese Tiere Musterbeispiele für Energieeffizienz sind, sieht sich die von der Klimaschutz- und Energieberatungsagentur (KliBA) mit auf den Weg gebrachte Initiative gerne als Karawane.


Nachdem sich die Energiekarawane in Walldorf vor einiger Zeit in Richtung Privathaushalte aufmachte, geht es nun im Juni zu Walldorfer Betrieben. Wie Dr. Klaus Keßler, Geschäftsführer der KliBA, im Pressegespräch erläuterte, wurden bereits rund siebzig Firmen im Industriegebiet im Walldorfer Süden angeschrieben. “Wir möchten die Unternehmen dafür sensibilisieren, akiv Klimaschutz zu betreiben“, so Keßler. Dass diese Zielgruppe sehr wichtig ist, unterstreichen die Zahlen, die Klaus Brecht, Leiter des städtischen Fachbereichs Ordnung und Umwelt, nennt. Betrachtet man den Energieverbrauch in ganz Walldorf, so verbrauchen die kommunalen Liegenschaften dank des Engagements der Stadt nur rund zwei Prozent. 36 Prozent gehen auf das Konto der Privathaushalte und 42 Prozent der Energie verbraucht das Gewerbe. Es lohnt sich also, hier den Hebel anzusetzen, nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch, um Geld einzusparen und das Betriebsergebnis zu verbessern. Die Energiekarawane setzt auf die bewährte Methode, Interessierte direkt aufzusuchen. Wer bis 26. Mai einen Termin ausgemacht hat, wird im Juni kostenlos von einem unabhängigen Energieberater besucht, der sich etwa eine Stunde lang den Betrieb anschaut und sinnvolle Maßnahmen in Sachen Energieeinsparung vorschlägt. Klaus Keßler weiß, dass Zeit in den meisten Betrieben ein rares Gut ist, wonach sich die Energieberater richten. „Die Betriebe sind dankbar für unsere Hinweise, oft sind es kleine Maßnahmen, die schon etwas bringen“, so Keßler. Eine häufige „Baustelle“ sei die Beleuchtung. Auch Firmen, die mit Druckluft arbeiten, könnten Effizienzpotenziale von bis zu 50 Prozent ausschöpfen. „Es wird auch auf Fördermöglichkeiten hingewiesen“, so Klaus Brecht, der Interessierte gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Christian Horny am 18. Mai bei einem Informationsabend ausführlich über die Energiekarawane informiert hat. Den Zeitpunkt für die Energiekarawane schätzt Keßler als ideal ein, „bevor die Energiepreise wieder steigen“. Die Energieberater begleiten die Betriebe auch über den ersten Energiecheck hinaus und haken nach etwa einem halben Jahr nach, was sich getan hat. Auch Bürgermeisterin Christiane Staab lobte das niederschwellige Angebot, das sie in Hinblick auf die nächste Hürde, die die Stadt beim „European Energy Award“ nehmen will – den Goldstandard – als wichtiges Projekt sieht. Ihr Lob galt auch der KliBA als regionaler Agentur, die die Stadt an „vielen Stellen begleitet, sich bestens im Rhein-Neckar-Kreis auskennt und großartige Arbeit für den Klimaschutz leistet".


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