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Dialog bei Kunst im Rathaus

Fotografie von Gabriele Vockeradt und Linolschnitt von Gisela Hachmann-Ruch

Das ist die Bildunterschrift
Fotografie oder Linolschnitt? Es wird ein spannender Dialog. Hier eine Fotografie von Gabriele Vockeradt


Mit Gisela Hachmann-Ruch und Gabriele Vockeradt präsentieren ab dem 21. November zwei absolute Spezialistinnen ihres Fachs einen Überblick ihrer neueren Arbeiten in der Reihe „Kunst im Rathaus“.


Bürgermeisterin Christiane Staab wird um 19 Uhr zur Ausstellungseröffnung begrüßen. Der städtische Kunstbeauftragte Hartmuth Schweizer wird anschließend in die Ausstellung einführen.

Gisela Hachmann-Ruch, die an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studierte und sich als Zeichnerin und Druckgrafikerin weit über die Region einen Namen gemacht hat, sowie die in Hamburg ausgebildete Grafikdesignerin und Fotografin Gabriele Vockeradt stellen Linolschnitte und Fotografien einander gegenüber. Wie im Ausstellungstitel „Dialog“ angekündigt, wird primär die formale, technische und inhaltliche Beziehung der in Paaren konzipierten Bilder thematisiert. Die in Fotografien von Gabriele Vockeradt ausschnitthaft und abstrahiert abgebildete Architektur lädt Gisela Hachmann-Ruch ein, mit ihrer Technik Formen Farben, Linien und kompositionelle Strukturen aufzugreifen, zu variieren, zu verfremden, weiter zu abstrahieren oder in Bildserien neu zu interpretieren. „An dieser Gegenüberstellung ist nicht nur die spannende Rekon-struktion des aktuell sichtbaren künstlerischen Dialogs interessant, sondern auch das Aufeinandertreffen so verschiedener Techniken, deren Entwicklung historisch unterschiedlicher nicht sein könnte“, erklärt Hartmuth Schweizer.

Gehört die Druckgrafik, speziell die Hochdrucktechnik zu den ältesten Methoden der Menschheit zur Vervielfältigung von bildlichen und schriftlichen Inhalten, so ist die Fotografie eine ganz junge Technik, die eigentlich befreit vom handwerklichen Gestaltungsprozess ist. Wie der Name sagt, zeichnet das Licht und nicht der Pinsel, der Stift oder das Messer. Das Licht fällt durch eine Linse auf eine empfindliche Schicht und macht dort das Bild. Beide Techniken, die Drucktechnik im 15. und 16. Jahrhundert und die Fotografie im 19. und 20. Jahrhundert, prägten ihre Epochen als innovative Medien der Kommunikation, die einen entscheidenden Beitrag zu sozialpolitischen Entwicklungen und zur Demokratisierung von Kunst in ihrer Zeit leisteten. Die beiden Künstlerinnen zeigen, wie nah sich jedoch diese Techniken kommen können und wie verwandt Methoden und Wirkungen der Gestaltung letztlich sind, bei aller Spannung, die in den Dialogen auch aufgebaut wird.

Zur Vernissage spielt das Trio „Huckleberry Hearts“. Die Ausstellung ist bis 18. Januar im Rathaus zu Gast

Linolschnitt von Gisela Hachmann-Ruch


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