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4. Frühere Waldnutzungen

Wald
Zwischenzeitlich wurde der Waldboden zum Kartoffelanbau genutzt (Darstellung: Tafel am Waldlehrpfad)

Teile des Hardtwaldes wurden im Mittelalter als Mittelwald bewirtschaftet: Hainbuche, Hasel, Birke, Ulme und Linde wurden zur Brennholznutzung als junge Bäumchen regelmäßig eingeschlagen und trieben aus den Stöcken wieder aus.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts diente der Wald als Sommerweide. Zur Tränkung der beträchtlichen Zahl an Kühen, Pferden, Schweinen, Schafen und Ziegen legte man Ziehbrunnen an.

Mit dem Übergang zur Stallfütterung fand im Wald der Wechsel von der Waldweide zur Streunutzung statt. Die Bauern holten Laub- und Nadelstreu aus dem Wald, um damit die Ställe einzustreuen, da nicht genügend Stroh zur Verfügung stand. Dies bedeutete aber einen äußerst schädigenden und bis heute anhaltenden Nährstoffentzug für den Wald.

An einer Stelle im Staatswald verblüfft der Schlagname "Kartoffelacker". Er weist darauf hin, dass im 19. Jahrhundert nach Kahlschlägen und vor der Einsaat neuer Kiefernforste für 1-2 Jahre Ackerbau, vor allem mit Kartoffeln, betrieben wurde.

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