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Die exotischen Geschwister der Klarinette

Walldorfer Musiktage 2019 am 29. September

Das ist die Bildunterschrift
Meister seines Fachs: Volker Hemken (Foto: zg)


Exotische Familienmitglieder sind durchaus keine Seltenheit. Dass es diese auch in der weitläufigen Instrumentenfamilie gibt, beweist das dritte Konzert der diesjährigen Walldorfer Musiktage. Am Sonntag, 29. September, stehen die exotischen Geschwister der Klarinette auf dem Programm des Konzerts in der Katholischen Kirche St. Peter, das um 18 Uhr beginnt.


Volker Hemken, Solobassklarinettist des Leipziger Gewandhausorchesters, der bereits bei den „Walldorfer Musiktagen“ zu Gast war, wird die diversen „Geschwister“ zum Klingen bringen. Als unmittelbarer Vorläufer der heutigen Klarinette gilt das zu Beginn des 18. Jahrhunderts entwickelte Chalumeau, das in verschiedenen Stimmlagen gebaut wurde. „Experimentierfreudige Komponisten wie Vivaldi, Zelenka und Graupner bedienten sich gerne des zart klingenden Instruments und sahen die begrenzten Möglichkeiten als kreative Herausforderung an“, erklärt Timo Jouko Herrmann, künstlerischer Leiter der Musiktage. Werke dieser Komponisten werden zu hören sein. Nachdem die Klarinette ihren Siegeszug vom Mannheimer Hof aus angetreten hatte, begann man im frühen 19. Jahrhundert, die verschiedenen Stimmungen dieses Instruments weiterzuentwickeln. Zunächst erlebte das Bassetthorn eine Blüte. Später wurde die Bassklarinette entwickelt, die sich zunächst in Italien und Frankreich und dann in Englang großer Beliebtheit erfreute. Die ersten solistischen Aufgaben für dieses Instrument fanden sich in Opernpartituren, schnell entstanden auch Kammermusik und geistliche Musik mit Partien für Bassklarinette. Den gewaltigen Umfang des damals neuen Instruments, präsentiert die bedeutende Psalm-Vertonung von Sigismund Ritter von Neukomm (1778 – 1858) „Make haste, o God“, für Alt, Bassklarinette und Streicher.

 

Mezzosopranistin Esther Valentin (Foto: zg)

Die Mezzosopranistin Esther Valentin wird diesem Werk ihre Stimme leihen. Esther Valentin erhielt neben ihrem Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln wichtige Impulse unter anderem von Brigitte Fassbaender, Thomas Quasthoff und Ruth Ziesack. Mit ihrer Lied-Duopartnerin Anastasia Grishutina erhielt sie 2018 u. a. den Bruno-Frey-Preis und den ersten Preis sowie den Publikumspreis beim Internationalen Schubert-Wettbewerb. Das Barockensemble Operino, in dem auch Timo Jouko Herrmann als Violinist mitwirkt, wird den Konzertabend begleiten.

Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro,  ermäßigt 12 Euro sind bei Bücher Dörner, Bahnhofstraße 8, und im Rathaus erhältlich. Weitere Informationen unter: www.walldorfer-musiktage.de

 

 

 

 

 


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