28.01.2026, Kultur & Freizeit

Kunst eröffnet ungewöhnliche Perspektiven

Die Werke von Marcus Heim (li.) und Jeff Sussman (re., im Bild gemeinsam mit Autorin Sanna Konda) sind noch an zwei Sonntagen in der Alten Apotheke zu sehen. Parallel kann auch die Installation "Mare nostrum" von Markus Kaesler in der ehemaligen Synagoge besichtigt werden. Foto: Stadt Walldorf

Zwei Ausstellungen laden zum Entdecken ein

Die beiden sehr unterschiedlichen Kunstausstellungen, die im Rahmen der Walldorfer Kulturnacht erstmals zu sehen waren, können noch an zwei weiteren Terminen besichtigt werden: jeweils an den Sonntagen, 1. und 8. Februar, 15 bis 17 Uhr.

In der ehemaligen Synagoge (Albert-Fritz-Straße 7) zeigt der Künstler Markus Kaesler seine Installation „mare nostrum“. Die Ausstellung besteht aus 2749 Einzelbildern und soll an die Menschen erinnern, die in den Jahren 2019 bis 2023 durchschnittlich pro Jahr auf ihrem Weg nach Europa im Mittelmeer ertrunken sind. Entstanden sind die Bilder mit im Mittelmeer treibenden Lochkameras und sie wurden im Verfahren der Cyanotypie, dem Blaudruck, entwickelt mit Mittelmeerwasser, gefertigt. Das Wasser des Mittelmeers als Ort des Geschehens wird so zugleich Motiv, stiller Zeuge und materieller Bestandteil der Arbeit. Die Ausstellung ist noch am Sonntag, 1. Februar, sowie am Sonntag, 8. Februar, jeweils von 15 bis 17 Uhr zu sehen. 

Ebenfalls an diesen beiden Sonntagen, 1. und 8. Februar, 15 bis 17 Uhr, kann in der Alten Apotheke (Hauptstraße 47) die Ausstellung „Dass ich mich den Menschen längst entfremdet hatte …“ besucht werden. In der Ausstellung zu sehen sind Jeff Sussmans Bleistiftzeichnungen von Wattvögeln der Nordseeküste und Marcus Heims Fotografien, die hoch in den Norden führen. Entlang von Dichotomien des Versteckens und Erkennens erkundet die Ausstellung Vögel und Menschen der nordischen Gefilde und eröffnet gleichzeitig ungewöhnliche (Vogel-)Perspektiven auf Ostfriesland.