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Stadtrat Dr. Günter Willinger aus dem Gemeinderat verabschiedet

Das ist die Bildunterschrift
 Bürgermeisterin Staab und Erster Beigeordneter Steinmann verabschieden Dr.Willinger, Paula Glogowski rückt nach (Foto:Pfeifer)


   
   
 

Nachdem der Gemeinderat bereits im Januar über seinen Antrag auf Ausscheiden aus dem Gemeinderat entschieden hat, war jetzt der Zeitpunkt für die Verabschiedung gekommen. Stadtrat Willinger hat aus beruflichen Gründen darum gebeten, von seinem Amt als Gemeinderat entbunden zu werden. Bürgermeisterin Christiane Staab räumte ein, dass sie die Entscheidung sprachlos gemacht habe und drückte ihr Bedauern über diese Entscheidung aus. Günter Willinger sei 2009 zum ersten Mal zum Gemeinderat in seiner Heimatstadt gewählt und in den Jahren 2014 und 2019 mit überragenden Ergebnissen bestätigt worden. Günter Willinger sei ein Walldorfer mit Leib und Seele, der die Entwicklung seiner Heimat und die damit einhergehenden Veränderungen lange Zeit nur erlebt hat, aber dann in der Verantwortung als Gemeinderat mitgestalten konnte.

Infektsprechstunde als Vorzeigemodell für die ganze Region

Dabei ging es ihm insbesondere darum, die medizinische Versorgung in Walldorf auf zukünftige Beine zu stellen und die Hausarztversorgung zu sichern. Er war einer der wenigen, die im letzten Jahr früh erkannten, dass man in der Corona-Krise einen medizinischen Ausnahmezustand bekommen werde und hat deshalb die Infektsprechstunde als Vorzeigemodell für die ganze Region auf den Weg gebracht. Günter Willinger tritt nicht nur für die Schwachen in unserer Gesellschaft ein, sondern habe als wertkonservativer Liberaler an Strukturen gearbeitet, die Menschen helfen, selbstständig in ein gutes Leben zu finden. Jetzt habe er die Entscheidung getroffen, so Christiane Staab, Zeit anders einzusetzen, denn Zeit könne man nicht vermehren, sondern man müsse gut überlegen, wie und für wen man sie einsetze. Die Bürgermeisterin schloss mit dem Dank im Namen der Stadt, aber auch ganz persönlich, für das Wirken im Gemeinderat. 

Mut zu unpopulären Entscheidungen

Dr. Willingers Fraktionskollege Matthias Renschler würdigte für die FDP-Fraktion das ausscheidende Gemeinderatsmitglied. Renschler wies darauf hin, dass Günter Willinger angesichts der Corona-Krise einer enormen beruflichen Mehrbelastung ausgesetzt sei. Für die FDP-Fraktion sei er der Kapitän gewesen und seine Äußerungen zeugten von profunder Sach- und Fachkompetenz. Renschler betonte weiter, dass die Politik Menschen benötige, die in der Lage seien, Zusammenhänge zu erkennen, sie zu erklären und damit im kritischen Diskurs für Probleme abgewogene und nachvollziehbare Lösungen zu finden. Dazu gehöre auch der Mut zu unpopulären Entscheidungen.

Matthias Renschler erinnerte, dass Dr. Günter Willinger im Jahre 2009 zum ersten Mal für die FDP kandidiert und gleich das zweitbeste Ergebnis aller Gemeinderäte erzielt habe. Seine Schwerpunkte, so Stadtrat Renschler weiter, seien vor allem die Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie die Gesundheits- und Seniorenpolitik gewesen. Es sei ihm besonders um die Sicherung einer bedarfsgerechten Versorgung alter, kranker und hilfsbedürftiger Menschen gegangen. Renschler dankte ihm für seinen Einsatz zum Wohl der Stadt, verbunden mit dem Wunsch für Glück, Zufriedenheit und Gesundheit.


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