11.01.2026, Startseite

„Die Stadtrechte waren 1901 ein großer Schritt“

Bürgermeister Matthias Renschler hat auf dem Neujahrsempfang der Stadt das Jubiläumsjahr „125 Jahre Stadtrechte“ eingeläutet. Foto: Helmut Pfeifer

Neujahrsempfang als Startschuss für das Jubiläumsjahr

Den Höhepunkt gibt es dieses Mal gleich zu Beginn: Mit dem neuen Imagefilm, der auf der großen Leinwand in der Astoria-Halle seine öffentliche Premiere feiert, startet die Stadt Walldorf beim gut besuchten Neujahrsempfang in ihr Jubiläumsjahr „125 Jahre Stadtrechte“. Bürgermeister Matthias Renschler, der den Bürgerinnen und Bürgern sowie allen Gästen ein gutes neues Jahr wünscht, freut sich, dass der mit viel Schwung und Witz inszenierte Film auf positive Resonanz stößt und viel Applaus erntet.

Ihm persönlich vermittle der Film ganz viel von dem, wofür Walldorf stehe: „In Walldorf leben die Menschen gerne, sie arbeiten hier gerne und sie kommen auch sehr gerne immer wieder zu Besuch. Wir sind eine weltoffene Stadt, die auf ihre große Vielfalt in ganz vielen Bereichen stolz sein kann und die viel mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick überhaupt sehen kann“, sagt der Bürgermeister. Sein Dank gilt den Filmemachern, Ute und Christian Berlinghof und Jochen Koppert von der Firma Brainyard Filmproduktion. Renschler geht in seiner Ansprache ganz besonders aufs Jubiläumsjahr ein, spricht aber auch über die absolvierten und laufenden Großvorhaben der Stadt. Als Gastredner nimmt sich Rainer Arens, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Heidelberg, des Themas „Unsere Region. Unsere Verantwortung. Gemeinsam Zukunft gestalten“ an (darüber wird noch gesondert berichtet), ehe die Besucherinnen und Besucher mit einem Glas Sekt oder Orangensaft aufs neue Jahr anstoßen und ungezwungen miteinander ins Gespräch kommen. Für die musikalische Umrahmung sorgt wieder ein Ensemble der Stadtkapelle. Das abschließende „Badner Lied“ singen viele mit.

„Für Walldorf waren die Stadtrechte 1901 ein großer Schritt, mit dem damals viele Vorzüge verbunden waren“, sagt Bürgermeister Renschler in seiner Ansprache und zitiert unter anderem aus einem Schreiben, mit dem sich am 1. September des Jahres 1900 der damalige Bürgermeister Stephan Abel und die Walldorfer Gemeinderäte an das Großherzogliche Bezirksamt Wiesloch mit der Bitte gewendet haben, Walldorf zur Stadt zu erheben. Ein knappes Jahr später, am 2. September 1901, verlieh dann Großherzog Friedrich I. von Baden Walldorf das Stadtrecht. Renschler verliest die amtliche Bekanntmachung, die zehn Tage nach der Entscheidung veröffentlicht wurde: „Die Erhebung der Gemeinde Walldorf zur Stadt betreffend. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mit Allerhöchster Staatsministerialentschließung vom 2. September 1901 gnädigst auszusprechen geruht, dass der Gemeinde Walldorf, Amt Wiesloch, die Eigenschaft einer Stadt verliehen werde.“

An dieses wichtige Ereignis möchte die Stadt 2026 nach den Worten des Bürgermeisters erinnern – nach dem Neujahrsempfang unter anderem am Freitag, 23. Januar, mit der ersten Walldorfer Kulturnacht, am 25. und 26. Juli mit einem Festwochenende, zu dem Delegationen aus den Partnerstädten erwartet werden, und mit zahlreichen weiteren Veranstaltungen, die man unter das Motto „125 Jahre Stadtrechte“ stellen werde: so beispielsweise den Spargelmarkt, die Straßenkerwe oder die Musiktage. „Es ist außerdem geplant, einen digitalen Spaziergang durch Walldorfs Geschichte zu schaffen, die schon seit Längerem bestehende Idee eines „Platzes für Kinderrechte“ auf den Weg zu bringen und als Anregung aus der Bürgerschaft ein Kunstprojekt umzusetzen, das an Tabak, Spargel und Hopfen als wichtige Sonderkulturen vor allem aus der Vergangenheit erinnert“, sagt Matthias Renschler.

Natürlich geht der Bürgermeister auch auf die laufenden und geplanten Großprojekte der Stadt ein: so auf das neue Pflegeheim, für das noch in diesem Jahr der symbolische Spatenstich erfolgen soll, und für das neue Feuerwehrhaus, mit dem es voraussichtlich 2027 losgehen kann. Renschler nutzt die Gelegenheit, den ehrenamtlichen Kräften der Rettungsorganisationen wie Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, THW oder DLRG ein herzliches Dankeschön auszusprechen. „Sie sind rund um die Uhr für unser aller Wohl im Einsatz.“ Wie wichtig das sei, habe im abgelaufenen Jahr unter anderem der Großbrand in der Badstraße gezeigt, bei dem durch beherztes Eingreifen Schlimmeres verhindert worden sei. Sein Dank gilt auch den vielen weiteren Ehrenamtlichen in Walldorf. Mit dem neuen Ehrenamtsportal habe die Stadt eine Plattform geschaffen, die den Bedarf der Vereine und gemeinnützigen Organisationen mit dem Engagement interessierter Bürgerinnen und Bürger unter einen Hut bringen soll. Der Bürgermeister dankt außerdem den großen, mittleren und kleinen Firmen, denen Walldorf seinen Wohlstand zu verdanken habe, und versichert, dass Gemeinderat und Stadtverwaltung auch weiterhin verantwortungsbewusst mit den finanziellen Mitteln umgehen werden.

Matthias Renschler spricht die Sanierung und Erweiterung der Waldschule an, die Wohnbauprojekte in der Heidelberger-/Hebelstraße und in der Wieslocher Straße sowie die geplanten Baumaßnahmen im Tierpark. Er geht auf das breite, von der Stadt geförderte Angebot in Sachen Kunst und Kultur ein, streift die Aktivitäten im Rahmen des Stadtmarketings und lässt den Verkehrsversuch in der „Sommerstraße“ Revue passieren. Und er hebt die Begegnungen mit den Partnerstädten als wichtige Erlebnisse im vergangenen Jahr hervor: so die Feier zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft mit Saint-Max in Frankreich, aber auch den Besuch einer großen Delegation aus Freeport/USA zur Kerwe. „Freundschaften, die wir in unserem Jubiläumsjahr weiter pflegen möchten, wenn wir im Juli hoffentlich Vertreter aller Partnerstädte zu unserem großen Festwochenende empfangen dürfen“, schließt der Bürgermeister den Kreis und wünscht abschließend noch einmal alles Gute im neuen Jahr.

Zum neuen Imagefilm