17.03.2026, Startseite

Ein Fahnenmast als Gipfel der Umweltsünden

Die Gruppe der Stadtkapelle mit ihrem skurrilen Fund: ein geschätzt fünf Meter langer Fahnenmast. Foto: privat

„Walldorf räumt auf“ mit rund 300 Teilnehmern

Dass bei der Gemarkungsputzaktion „Walldorf räumt auf“ teilweise recht skurrile Funde gemacht werden (unter anderem Bauschutt, Toiletten und verwitterte Schilder), ist bestimmt nichts Neues. Ein geschätzt fünf Meter langer Fahnenmast hat die Verantwortlichen in diesem Jahr dann doch überrascht und für Kopfschütteln gesorgt. Den Fund machte die Gruppe der Stadtkapelle am Samstag („im Gebiet 32, gegenüber von Grabmalkunst Lorenz“), als die vierte Auflage von „Walldorf räumt auf“ über die Bühne ging. Die Aktion war wieder vom Fachdienst Umwelt organisiert worden. 

Bürgermeister Matthias Renschler begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer morgens zum Start auf dem Gelände des Bauhofs, wo die Mitarbeiter des Fachdiensts Umwelt Handschuhe, Müllsäcke, Greifzangen und Warnwesten sowie Karten mit den Einsatzgebieten an die Freiwilligen verteilten. „Schön, dass Sie da sind“, freute sich der Bürgermeister über die erneut gute Resonanz auf die Aktion mit rund 300 Beteiligten, darunter auch zahlreiche Kinder, die trotz des durchwachsenen Wetters gekommen waren, um Feld und Flur vom Müll zu befreien. Renschler dankte dem Fachdienst Umwelt für die Organisation sowie dem Bauhof, den Hausmeistern aus dem Rathaus und allen weiteren Beteiligten für ihr Engagement. „Alle Müllsäcke werden durch den Bauhof abtransportiert“, verwies Alena Müller, Fachbereichsleiterin Ordnung und Umwelt, auf die Möglichkeit, die Standorte einfach per E-Mail zu melden. Zahlreiche Walldorfer Vereine und Organisationen von A wie Adler-Fan-Club Playoffgesichter bis Z wie Zipfelmützen, aber auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Den Gruppen wurden 37 Gebiete auf der Walldorfer Gemarkung zugeteilt, um sie vom Müll zu befreien. Größere Gruppen wie Anpfiff ins Leben, das mit 25 Personen vertreten war, übernahmen auch mehrere Gebiete. Schwerpunkte mit größeren Ansammlungen von Müll waren zuvor mithilfe des Vollzugsdiensts unter anderem im Waldgebiet am Ortsausgang der Heidelberger Straße, entlang der K4256 Richtung Nußloch im Bereich der Storchenwiese und dem Flugplatz oder beim Schnittgutplatz auf dem Weg entlang der Autobahn festgelegt worden.

Bürgermeister Matthias Renschler fuhr während der Aktion mit dem Fahrrad einige Gebiete an und machte sich ein Bild vor Ort, verbunden mit einem großen „Dankeschön“ an die fleißigen Helfer. Die präsentierten gerne ihre „Trophäen“, darunter Flaschen, Schuhe, Zigaretten oder auch Auto-Scheibenwischer. „Schon verrückt, was manche so in der Umwelt entsorgen“, lautete vielmals der Tenor. Viele bestätigten aber den Eindruck, dass insgesamt weniger Müll in Feld und Flur aufgesammelt werden mussten, als im vergangenen Jahr. 

Am Ende der Aktion kamen die fleißigen Helfer wieder auf dem Gelände des Bauhofs zusammen, wo die Stadt als kleines Dankeschön zum geselligen Beisammensein bei Essen und Umtrunk einlud.