05.05.2026, Leben in Walldorf

Ein Gefühl von Freiheit und Glückseligkeit

Elke Stürmer (4.v.li.) wurde nach 34 Jahren in Diensten der Stadt Walldorf in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Stadt Walldorf

Stadt verabschiedet Elke Stürmer in den Ruhestand

Dass bei Verabschiedungen die eine oder andere Träne fließt, ist nicht weiter ungewöhnlich. Dass lauthals gesungen wird, aber schon. Die Personalratsvorsitzende Annette Eckert stimmt das „Volare“ aus dem Lied „Nel blu, dipinto di blu“ von Domenico Modugno an, mit „Cantare“ fällt Elke Stürmer gerne ein – nach 34 Jahren in Diensten der Stadt Walldorf wird sie von Bürgermeister Matthias Renschler in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ab 1992 hatte sie als Erzieherin im Kommunalen Kindergarten gearbeitet, dann ab dem Jahr 2000 im Haus der Kinder. 2023 war sie ins städtische Archiv im Rathaus gewechselt. „Vielen Dank für den insgesamt 34-jährigen Einsatz“, sagt der Bürgermeister und wünscht alles Gute zum Abschied, vor allem Gesundheit.

Der italienische Welthit aus dem Jahr 1958 passt zu dieser Gelegenheit gleich doppelt: Einerseits drückt er mit seinem „volare, cantare“ (fliegen, singen) ein Gefühl von Freiheit und Glückseligkeit aus. Und: „Immer freitags hat sie diese Liedzeile durchs ganze Haus geschmettert“, erinnert Annette Eckert an Elke Stürmers Zeit als Erzieherin. „Das hieß Wochenende und Freizeit und hat nie besser gepasst als heute.“ Elke Stürmer habe immer Lebensfreude, Zuversicht und Nahbarkeit ausgestrahlt. Die Kinder hätten positiv reagiert, das habe ein schönes Gemeinschaftsgefühl im Haus erzeugt. „Die Kinder haben dich geliebt“, schwärmt die Personalratsvorsitzende von Elke Stürmers „eher coolem als mütterlich-betüttelndem Umgang“. Sie wünscht im Namen der kompletten Belegschaft alles Gute und empfiehlt der scheidenden Kollegin, die Zeit gemeinsam mit ihrem Mann Rüdiger zu genießen, „im Urlaub, bei einer eurer Radtouren oder bei einem guten Glas Wein“.

Elke Stürmer selbst sagt, 34 Jahre seien eine lange Zeit, die in ihrem Fall nicht nur durch die Arbeit, sondern vor allem durch die Menschen geprägt gewesen seien. Einige, die ihr besonders am Herzen liegen, hat sie zur kleinen Feierstunde eingeladen und nutzt die Gelegenheit, ihnen in sehr persönlichen Worten Danke zu sagen. „Danke für eure Freundschaft und für viele gute Gespräche. Und danke an meinen Mann, wir haben noch viel vor.“ Bürgermeister Matthias Renschler wünscht ihr, „dass Sie das machen und genießen können, was Sie vorhaben“. Passend zu „volare, cantare“ beginnt der Ruhestand dann auch mit einigen Urlaubstagen am Gardasee.