07.07.2026, Startseite
„Ein Stück kommunale Zukunftsvorsorge“
Die Stadtwerke Walldorf feiern ihren 30. Geburtstag. Darüber freuen sich die Geschäftsführer Reinhard Groß (4.v.li.) und Isabelle John (5.v.li.) mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und Bürgermeister Matthias Renschler (5.v.re.) sowie den Aufsichts- und/oder Gemeinderäten (v.li.) Fredy Kempf, Paula Glogowski, Uwe Lindner, Manfred Zuber, Günter Lukey, Petra Wahl und Dr. Andrea Schröder-Ritzrau. Foto: Helmut Pfeifer
Stadtwerke Walldorf feiern 30. Geburtstag und beziehen Neubau
„30 Jahre Stadtwerke Walldorf sind eine Gemeinschaftsleistung“, betonen die beiden Geschäftsführer Isabell John und Reinhard Groß in ihrer gemeinsamen Begrüßungsrede. Deshalb hat der regionale Energie- und Infrastrukturdienstleister seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Aufsichts- und Gemeinderäte, Geschäftspartner sowie zahlreiche Gäste zu einer großen Feier am neuen Standort eingeladen. Denn es ist ein doppelter Grund zum Feiern: Die Stadtwerke Walldorf dürfen einerseits ihren 30. Geburtstag begehen. Und sie beziehen darüber hinaus ihr neues Verwaltungsgebäude in der Heinrich-Hertz-Straße 9, in dem nun der Kundenservice und die Verwaltung untergebracht sind. Der bisherige Standort in der Altrottstraße 39 bleibt für den technischen Netzbetrieb, die Strom-, Gas- und Wasserversorgung sowie für Anliegen rund um Netzanschlüsse bestehen. „Wir freuen uns, das gemeinsam mit Ihnen und euch zu feiern.“
Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Renschler spricht von einem besonderen Jubiläum, zu dem er im Namen der Stadt Walldorf und persönlich sehr herzlich gratuliert. Es stehe „für drei Jahrzehnte kommunaler Verantwortung, für verlässliche Versorgung, für unternehmerischen Mut und für die enge Verbindung zwischen unserer Stadt, den Stadtwerken und den Menschen, die hier leben und arbeiten“. Renschler zieht die Verbindung zum Jubiläum „125 Stadtrechte Walldorf“, das gleichfalls in diesem Jahr begangen wird. „Stadtrechte bedeuten nicht nur Geschichte, Tradition und Identität. Stadtrechte bedeuten auch, das Gemeinwesen aktiv zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft aus eigener Kraft zu entwickeln. Dafür steht die Stadt Walldorf und genau dafür stehen auch die Stadtwerke Walldorf“, sagt er.
Der Bürgermeister schaut auf die Geschichte der Stadtwerke und nennt wichtige Schritte: Mit der Gründung 1996 als kommunaler Eigenbetrieb sei es um die wichtige Entscheidung gegangen, die Energieversorgung vor Ort selbst in die Hand zu nehmen und die Daseinsvorsorge bewusst kommunal zu gestalten. „Dieser Schritt war vorausschauend und mutig“, sagt Matthias Renschler. 1999 kamen die Wasserversorgung und der heutige AQWA Bäder- und Saunapark hinzu. Im Jahr 2000 folgte die Umwandlung in eine GmbH, um den Stadtwerken zusätzliche unternehmerische Flexibilität zu geben. Und mit der Übernahme der Gasversorgung im Jahr 2003 entwickelten sich die Stadtwerke endgültig zu einem umfassenden kommunalen Versorgungsunternehmen. „Aus einem örtlichen Stromversorger wurde Schritt für Schritt ein moderner Infrastrukturdienstleister“, so der Bürgermeister. 2011 sei mit dem Abschluss des Konsortialvertrages und der damit verbundenen Beteiligung der MVV Energie AG schließlich die Umwandlung in eine GmbH & Co KG erfolgt.
Heute, so Renschler, stünden die Stadtwerke Walldorf gemeinsam mit ihren beiden Tochterunternehmen DHV E-Net und Fiber Go nicht nur für Strom, Gas, Wasser und Wärme. „Sie betreiben und entwickeln den AQWA-Bäderpark, kümmern sich um die Straßenbeleuchtung, unterstützen kommunale Dienstleistungen, bauen Glasfaser- und Telekommunikationsinfrastruktur aus, stellen mit dem Walldorf-City-Net öffentliches WLAN bereit und engagieren sich in IT-, Rechenzentrums- und Energiewendedienstleistungen. Damit seien die Stadtwerke längst „ein Stück kommunale Zukunftsvorsorge“. Der Bürgermeister dankt allen, „die die Geschichte der Stadtwerke geprägt haben“: Hans-Georg Ragnitz als dem ersten Leiter des Eigenbetriebs, den ehemaligen Geschäftsführern Carolin Buchardt, Norbert Hirt und Matthias Gruber, der aktuellen Geschäftsleitung mit Isabelle John und Reinhard Groß, seinen Amtsvorgängern Jürgen Criegee, Heinz Merklinger und Christiane Staab, den Verantwortlichen in Verwaltung, Aufsichtsrat und Gemeinderat, den Partnern des Unternehmens und vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Isabelle John und Reinhard Groß betonen „die enge Verbundenheit mit unserem Standort und unserer Region“. Der besondere Dank gilt den Mitarbeitern, die „mit ihrem Engagement, ihrer Verlässlichkeit und ihrem Verantwortungsbewusstsein“ die Entwicklung der Stadtwerke maßgeblich geprägt hätten. Ein großes Dankeschön gilt ebenso den Kunden, Geschäftspartnern sowie den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung. Die Gemeinschaftsleistung lasse die Stadtwerke „mit Zuversicht nach vorne blicken“, so die Geschäftsführer. Es gelte, Herausforderungen wie die Energiewende, die Sicherung einer zuverlässigen Versorgung, die fortschreitende Digitalisierung und die sich wandelnden Erwartungen der Kunden zu bewältigen. „30 Jahre Erfahrung geben uns ein starkes Fundament für die Aufgaben der Zukunft“, sagt Isabelle John. „Feiern wir die Menschen hinter diesem Erfolg und die Zukunft, die wir gemeinsam gestalten wollen“, ergänzt Reinhard Groß.
Gefeiert wird anschließend dann in entspannter Atmosphäre. Der Neubau kann besichtigt werden, fürs leibliche Wohl ist mit dem Angebot verschiedener Foodtrucks bestens gesorgt, von Eis und Crêpes bis chinesischem Gua Bao oder Gegrilltem nebst den passenden Getränken. Die jüngeren Gäste nehmen die Drachen-Hüpfburg in Beschlag und die älteren lassen sich vom Auftritt der ZAP-Gang mitreißen, die mit ihrem bunt gemischten und immer wieder unterhaltsamen Repertoire für den gelungenen Ausklang des Abends sorgt.