19.05.2026, Startseite
Einblicke in die ganzheitliche Jugendförderung
Beim Unternehmertreffen in den Räumen des Vereins Anpfiff ins Leben: (v.li.) Sandra Seitz (Wirtschaftsförderung), Jan Schuhmacher, Jonas Bauer (Anpfiff ins Leben), Susanne Nisius (Wirtschaftsförderung) und Bürgermeister Matthias Renschler. Foto: Helmut Pfeifer
Anpfiff ins Leben ist Gastgeber für das Unternehmertreffen der Stadt
„Vielen Dank, dass wir hier sein dürfen“, sagt Bürgermeister Matthias Renschler in seiner Begrüßung zum Unternehmertreffen der Stadt. „Wir freuen uns auf viele gute Gespräche“, erklärt Jonas Bauer für den gastgebenden Verein Anpfiff ins Leben, der in seine Hauptgeschäftsstelle im Sportzentrum eingeladen hat. Der Bürgermeister dankt neben Anpfiff ins Leben und dem leider kurzfristig verhinderten Vorsitzenden Jörg Albrecht der städtischen Wirtschaftsförderung mit Susanne Nisius, Sandra Seitz und Xenia Lux für Vorbereitung und Organisation der regelmäßigen Unternehmertreffen. Ein Dankeschön geht auch an den Küchenservice Jürgen Feil, der im Anschluss an den offiziellen Teil für das leibliche Wohl im geselligen Rahmen sorgt. Denn die Unternehmertreffen haben immer auch das Ziel, dass sich die Teilnehmer untereinander kennenlernen und vernetzen. Als „Neuzugänge“ stellen sich beim Treffen Dr. med. M. Mehdi Hajiabadi, ZNS² Walldorf – Zentrum für Neurochirurgie und Schmerztherapie, und Thomas Betke, Handwerkscampus Rhein-Neckar, vor.
Drei Ankündigungen sind dem Bürgermeister wichtig: Zunächst weist er nochmals auf die Unternehmens- und Eigentümerbefragung der Stadt hin, die ebenfalls von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung durchgeführt wird. Die Ergebnisse sollen der Stadt wichtige Rückschlüsse erlauben, was bei der Entwicklung gewerblicher Flächen beachtet werden und in welchen Handlungsfeldern die Wirtschaftsförderung konkret ansetzen muss. „Die Frist wurde bis 28. Mai verlängert“, sagt Matthias Renschler und bittet die rund sechzig anwesenden Unternehmer und Selbstständigen, sich auch aus eigenem Interesse an der Befragung zu beteiligen, so sie es denn noch nicht getan haben. Der Bürgermeister lädt außerdem zum kommenden After-Work-Event am Donnerstag, 21. Mai, 17 bis 21 Uhr, auf dem Marktplatz ein und er rührt schon jetzt die Werbetrommel fürs große Gewerbegebietsfest, das am Samstag, 20. Juni, von 12 bis 18 Uhr auf dem Gelände der Stadtwerke sowie in der Altrottstraße zwischen dem PartnerPort und der Ecke Kopernikusstraße über die Bühne gehen wird.
„Wir haben Jubiläum“, sagt Jonas Bauer, im Verein fürs Fundraising zuständig. Im Dezember feiert Anpfiff ins Leben nämlich seinen 25. Geburtstag. Der Gründungsvater der ganzheitlichen Jugendförderung, der 2018 verstorbene langjährige Vorsitzende Anton Nagl, habe „die richtige Vision“ gehabt, so Bauer. Als damaliger Jugendleiter der TSG Hoffenheim habe er sich die Frage gestellt, warum man in der Förderung junger Menschen nur den Sport abbilde, wo es doch wichtig sei, ihnen „einen Rucksack voller guter Werte“ fürs Leben mitzugeben. So habe Nagl mit der Unterstützung von Dietmar Hopp und dessen Stiftung das ganzheitliche Jugendförderkonzept von Anpfiff ins Leben aus der Taufe gehoben. Neben dem Sport beruht es auch auf den Säulen Schule, Beruf und Soziales. „Wir sprechen von der 360-Grad-Förderung“, sagt Bauer.
Heute ist der Verein an elf Standorten aktiv, betreut rund 3000 Kinder und Jugendliche im Jahr, seit dem Start 2001 sind das mehr als 25.000 im Fußball, Handball, Eishockey und Golf. Um sie kümmern sich neben 60 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über 300 Trainer sowie viele weitere Lehrer und Betreuer. „Das alles funktioniert nur, weil wir eine starke Wirtschaft in der Region haben, die uns unterstützt“, geht Bauer auf das große Netzwerk aus Sponsoren und Partnern ein. Das eigene Know-how gibt Anpfiff ins Leben über die kostenlose Vereinsberatung auch an andere Vereine weiter: Zu Workshops, Wochenendseminaren und anderen Veranstaltungen habe man seit dem Start des Programms im Jahr 2019 „über 300 Vereine hier gehabt“, sagt Bauer. Ziel sei, diesen dabei zu helfen, „fit für die Zukunft“ zu werden.