28.01.2026, Umwelt- und Klimaschutz
Sichere Heimat für Walldorfs Störche
Die alten Storchennester konnten nicht mehr wiederverwendet werden und wurden daher durch Neue ersetzt. Foto: Stadt Walldorf
Stadt sorgt für neue, stabile Nester
Im zweiten Anlauf hat dann alles geklappt: In einer konzertierten Aktion des Fachdienstes Umwelt wurden die alten Nester auf der Storchenwiese entfernt und neue Nester installiert. Das war notwendig geworden, weil die Holzmasten, auf denen die alten Nester lagen, über die Jahre witterungsbedingt an Stabilität eingebüßt hatten. Deswegen hatte die Stadt bereits im Dezember des vergangenen Jahres vier neue Masten aus Metall installiert.
Mitarbeiter des Forstes übernahmen am 13. Januar die Aufgabe, die alten Nester umzusetzen. Leider zeigte sich rasch, dass sie für eine Weiterverwendung nicht mehr geeignet waren. Mehrere Experten wurden zu Rate gezogen, wie der langjährige Vogelwart des Nabu Walldorf-Sandhausen, Günter Keim, Dr. Reiner Klemm als Sprecher des Vorstands und Nabu-Mitglied Ulrich Schmidt. In Absprache mit der städtischen Klimaschutzmanagerin Karla Lieberg fiel die Entscheidung, neue Nester für die Störche zu organisieren.
Zu diesem Zeitpunkt war schon Eile geboten, da damit gerechnet werden musste, dass die Tiere bereits in den nächsten Wochen oder sogar Tagen in Walldorf ihre Brutstätten aufsuchen könnten. Knapp zwei Wochen später ging es aber schon erneut an die Arbeit. Der Forst übernahm das Entfernen der alten Nester: Die Holzmasten wurden angesägt und mithilfe eines Baggers kontrolliert zu Fall gebracht. Die Feuerwehr hatte einen Raupenlift zur Verfügung, um die neuen Nester auf der jeweiligen Plattform in rund zehn Metern Höhe zu befestigen. Als Unterlage wurde zunächst ein Drahtgeflecht montiert, um mehr Stabilität für die Nester zu erreichen. Nach knapp vier Stunden war die Aktion erfolgreich beendet.
„Im Laufe der Jahre sind die alten Nester immer morscher und damit zu einer echten Gefahr für die brütenden Störche und ihre Küken geworden“, verdeutlichte Alena Müller, Fachbereichsleiterin Ordnung und Umwelt, die gemeinsam mit Luzian Schäfer vom Fachdienst Umwelt die Aktion begleitete. Alena Müller dankte dem Team des Fachdienstes, „das die Aktion hervorragend organisiert hat“, ebenso den Gerätewarten der Feuerwehr, dem Forst, dem NABU und weiteren Storchenexperten aus der Region, „die uns bei der Umsetzung wirklich sehr unterstützt haben“.
Die alten Pfähle wurden übrigens zersägt und das Holz auf Wunsch dem Nabu für seinen Garten in unmittelbarer Nähe zur Storchenwiese zur Verfügung gestellt.