18.03.2026, Startseite

„Solch ein Projekt entsteht nicht nur auf dem Papier“

Viele der am Projekt Beteiligten kamen zur offiziellen Eröffnung des Ladeparks auf dem SAP-Parkplatz. Foto: Helmut Pfeifer

Zwölf Schnellladepunkte auf SAP-Parkplatz stehen für alle zur Verfügung 

Seit über zwei Monaten gibt es auf dem SAP-Parkplatz (zwischen Altrottstraße 44 und 46) einen Ladepark mit zwölf DC-Schnellladepunkten mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt, die sowohl von SAP-Mitarbeitern als auch externen Nutzern rund um die Uhr genutzt werden können. Möglich macht das eine Kooperation zwischen SAP und Shell. Shell hat die Anlage geplant und gebaut und übernimmt den langfristigen Betrieb. SAP stellt das Grundstück im Rahmen eines 15-jährigen und verlängerbaren Modells bereit. Martin Lustenberger, General Manager Fleet Solutions Europe bei Shell, betonte bei der offiziellen Einweihung des Ladeparks die gemeinsame Entwicklung des Projekts. Man habe eine lange Historie der Zusammenarbeit, so Lustenberger. 2021 habe man mit der Planung des Projekts begonnen, „als deutlich wurde, dass die bestehenden Lademöglichkeiten auf dem Campus zunehmend ausgelastet waren“. Der steigende Bedarf an schneller Ladeinfrastruktur habe zur Entscheidung geführt, gemeinsam einen Ultraschnellladehub zu realisieren.

Im Bereich der nachhaltigen Mobilität ist laut Lustenberger in den vergangenen Jahren vieles in Bewegung gekommen. Sein Unternehmen betreibe inzwischen 2200 Schnellladepunkte an über 500 Standorten in Deutschland. Die Abdeckung sei für die Kunden sehr wichtig, so Lustenberger, der findet, dass sich die Infrastruktur für E-Autos in Deutschland inzwischen sehen lassen könne. „Jetzt müssen mehr E-Fahrzeuge kommen“, sieht er noch viel Potenzial auf Seiten der Nutzer. Der Ladepark auf dem SAP-Gelände werde seit der Eröffnung gut genutzt: „Wir haben durchschnittlich 20 Ladungen pro Tag.“ Seit der Eröffnung seien rund 100.000 Kilowattstunden geladen worden. „Das Gemeinsame war der Schlüssel zum Erfolg“, lobte Lustenberger die vertrauensvolle Kooperation mit der SAP, die „immer offen für neue Ideen“ sei. 

Steffen Krautwasser, Global Head of Fleet and Travel und damit unter anderem verantwortlich für Firmenwagen der SAP, gab das Lob gerne zurück und hob die schnelle Umsetzung des Projekts hervor: „Wir freuen uns sehr, dass wir das in der Geschwindigkeit realisieren konnten und das Laden früher als geplant beginnen konnte.“  Statt der ursprünglich geplanten 12 Monate Bauzeit habe man nur acht Monate gebraucht. „Solch ein Projekt entsteht nicht nur auf dem Papier“, dankte Krautwasser allen Beteiligten für ihr Engagement. Er dankte auch der Stadt Walldorf, die durch den Ersten Beigeordneten Otto Steinmann und Stadtbaumeister Andreas Tisch vertreten war, für die gute Zusammenarbeit. „Walldorf ist mehr als ein gewöhnlicher Standort“, betonte Krautwasser. Es sei deswegen auch eine bewusste Entscheidung gewesen, den Ladepark öffentlich zu machen und dadurch „die Infrastruktur vor Ort zu stärken“.  Bei rund 30.000 Fahrzeugen, die sich im Fuhrpark der SAP befinden, sei es für das Unternehmen ein zentraler Hebel, hier bei der Nachhaltigkeit anzusetzen und auf Elektrifizierung zu setzen. „Bei uns dürfen nur noch vollelektrische Fahrzeuge bestellt werden“, betonte Krautwasser. „Der neue Ladepark ist für die Stadt Walldorf ein wichtiger Baustein, der ein öffentliches Laden im Gewerbegebiet für Besucher und Beschäftigte am Wirtschaftsstandort ermöglicht“, freute sich auch Stadtbaumeister Andreas Tisch.