29.04.2026, Kultur & Freizeit

Stadt schafft Sicherheitstechnik für Veranstaltungen an

Interkommunale Zusammenarbeit spart Kosten

Die Stadt Walldorf investiert 227.000 Euro in die Sicherheit ihrer Veranstaltungen wie Spargelmarkt, Kerwe, Frühlingsfest, Sommertags- und Martinszug oder Weihnachtsmarkt. Wie der Gemeinderat jetzt einstimmig beschlossen hat, werden dafür sogenannte Zufahrtssicherungen angeschafft und die Mittel außerplanmäßig bereitgestellt. Durch die Zusammenarbeit mit mehreren Nachbarkommunen im Sprengel Wiesloch werden noch höhere Kosten vermieden.

„Die Sicherheitslage hat sich verändert“, sagte Stefan Pahlen in Vertretung des Ersten Beigeordneten Otto Steinmann. Er verwies unter anderem auf die Amokfahrt in Mannheim im März 2025. Sicherheitsfragen hätten bei öffentlichen Veranstaltungen schon immer eine Rolle gespielt, nun komme aber „eine neue Dimension im Zufahrtsschutz“ hinzu. So habe die Stadt im vergangenen Jahr Sicherungsinfrastruktur im Wert von jeweils 30.000 bis 35.000 Euro angemietet. „Parallel liefen Gespräche mit Nachbargemeinden, weil alle Kommunen als Veranstalter von Stadtfesten vor der gleichen Herausforderung stehen“, sagte Pahlen. Sechs Städte und Gemeinden im Sprengel hätten sich dazu entschieden, eine gemeinsame einheitliche Infrastruktur zu beschaffen. So könne man sich gegenseitig bei Veranstaltungen helfen, jede Kommune brauche zwar „eine gewisse Basisversorgung“, könne Teile aber auch bei den Nachbarn leihen. „Das spart Kosten“, sagte Pahlen zur interkommunalen Zusammenarbeit. Auch die anderen Gemeinden gehen nach seinen Worten „in diesen Tagen in die Beschaffung“, sodass die Sicherung schon zum Spargelmarkt zur Verfügung stehen werde.

Zur Notwendigkeit der Anschaffungen führte Pahlen aus, die Straßenfeste seien „Teil der städtischen DNA“, über viele Jahre zur Tradition geworden und Treffpunkt für die Vereine, Bürgerschaft und zahlreiche Gäste aus nah und fern. „Hierauf zu verzichten, würde einen großen Verlust für die Stadtgesellschaft bedeuten.“ Gleichzeitig dürfe man aber die Augen nicht vor einer notwendigen Sicherung verschließen und damit „die Verantwortlichen in ein unverantwortbares Risiko laufen lassen“.

Angeschafft werden einerseits für die Hauptzufahrtsstraßen mobile Fahrzeugsperren, die in aufgeklappter Form schwer überwindbare Barrieren und Hindernisse darstellen, gleichzeitig aber eine gewollte und kontrollierte Einfahrt für Feuerwehr, Rettungsdient und andere Einsatzfahrzeuge ermöglichen. Dazu kommen mit Pollern vergleichbare Systeme, die der festen Absicherung weiterer Zufahrten in den Nebenstraßen dienen.