19.05.2026, Startseite
Viele gute Wünsche für den neuen Landrat
Verpflichtung des neuen Landrats in der Astoria-Halle: Frank Werner (erster stellvertretender Vorsitzender des Kreistags), Bürgermeister Matthias Renschler, Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und Landrat Manuel Just. Foto: Helmut Pfeifer
Manuel Just wird in der Astoria-Halle auf sein Amt verpflichtet
„Packen wir’s gemeinsam an“, sagt Landrat Manuel Just am Ende seiner Rede in der Astoria-Halle. Im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Kreistags hat ihn Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder vereidigt und aufs Amt verpflichtet. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit einem starken Kreisrat“, sagt der ehemalige OB von Weinheim und Nachfolger von Stefan Dallinger, der nach 16 Jahren und zwei Amtszeiten Ende April verabschiedet worden war. Just betont das Gemeinsame: mit den „54 großartigen Kommunen“ im Kreis, mit den rund 2300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kernverwaltung des Landratsamts und den mehr als 6000 im Gesamtkonzern Rhein-Neckar-Kreis, vor allem aber auch mit den Bürgerinnen und Bürgern. „Die Aufgaben sind gewaltig“, sagt der neue Landrat. Und: „Ich bin der felsenfesten Überzeugung, all diese Herausforderungen sind zu lösen.“
Bürgermeister Matthias Renschler freut sich als in seiner Begrüßung als Hausherr in der Astoria-Halle sehr, dass der Rhein-Neckar-Kreis für diesen wichtigen Anlass in Walldorf zu Gast ist. Das Amt des Landrats sei für den Landkreis von großer Bedeutung. „Der Landrat prägt mit seiner Arbeit die Entwicklung des Kreises in zentralen Handlungsfeldern – von Mobilität und Klimaschutz über Bildung und Soziales bis hin zur wirtschaftlichen Entwicklung und der Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden“, sagt der Bürgermeister. „Umso mehr freut es mich, dass so viele Menschen, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft, heute hier sind, um diesen Start in eine neue Amtszeit persönlich mitzuerleben.“ Renschler dankt allen am Gelingen der Veranstaltung Beteiligten und wünscht dem neuen Landrat Manuel Just „viel Erfolg, Umsicht und eine glückliche Hand für die kommenden Aufgaben“.
Die spricht auch Frank Werner an, Bürgermeister der Gemeinde Angelbachtal und erster stellvertretender Vorsitzender des Kreistags, der für dessen Fraktionen spricht. Er sieht eine Zeit, „die uns vor besondere Herausforderungen stellt“, unter anderem mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer unsicheren weltpolitischen Lage. „Der hohe Druck auf die Sozialsysteme muss in wirksame Reformen münden“, sagt Werner, zudem müssten im Rhein-Neckar-Kreis die Investitionen in und für den Klimaschutz bezahlt sowie die Krankenhausreform fortgesetzt werden. Die Gemeinsamkeit von Kreis und Kommunen werde in diesen Zeiten auf „eine harte Probe“ gestellt. „Bürgernähe, Verlässlichkeit und Transparenz müssen der Kompass sein“, sagt Werner, die Herausforderungen müssten „mit Zuversicht und Vertrauen“ angegangen werden. Man erwarte viel von Manuel Just, er bringe dafür Erfahrung und Willen mit, die Fähigkeit, „auszugleichen und die Menschen zusammenzubringen“. Er sehe, so Werner, dass der neue Landrat „mit Volldampf“ in seine Aufgabe starte und erwarte, „dass wir gemeinsam für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises arbeiten“.
„Dieser Landkreis ist Fülle und Vielfalt, Geschichte und Zukunft“, sagt Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder über „einen besonderen Landstrich“ und „eine blühende Region“. „Ich kann verstehen, dass man hier Landrat sein will“, meint sie und spricht von „fleißigen Kurpfälzern, kreativ, clever, immer auf der Suche nach dem Besonderen“. Manuel Just habe schon als OB von Weinheim sowie davor als Bürgermeister in Hirschberg gezeigt, „dass er für eine Raumschaft Verantwortung übernehmen kann“. Damit das auch im Rhein-Neckar-Kreis gelingt, „begleiten dich all unsere guten Wünsche“, sagt die Regierungspräsidentin, ehe sie die Vereidigung und Verpflichtung vornimmt.
Marco Siesing, Oberbürgermeister von Sinsheim und Vorsitzender des Kreisverbands Rhein-Neckar des Gemeindetags, gratuliert herzlich und sieht in Just einen Menschen, „der die kommunale Wirklichkeit aus eigener Erfahrung kennt“. Das sei „ein großer Vorteil“ für eine lösungsorientierte und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kommunen. Wichtig sei, nicht gegeneinander zu arbeiten, sondern das Machbare zu verwirklichen. Dafür bringe Manuel Just „sehr viel mit“. Martin Streib, Personalratsvorsitzender des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis, freut sich, den neuen Landrat „in einem starken Haus mit engagierten Mitarbeitenden“ begrüßen zu können. Die Aufgaben seien groß, man könne sie nur gemeinsam bewältigen. Und das mit dem Ziel einer weiterhin „leistungsstarken, motivierten und bürgernahen Verwaltung“.
Landrat Just selbst nennt als ein Ziel, „ein hervorragend bestelltes Haus weiterzuentwickeln“. Dafür wolle und werde er nicht alles auf den Kopf stellen, keine Effekthascherei betreiben, aber „genau hinschauen“ und „Dinge genau hinterfragen“. Veränderungen seien dann notwendig, wenn sie Verbesserungen versprächen. Als größte Herausforderung sieht Manuel Just die Haushaltskonsolidierung – in einem „engen Zusammenrücken“ von Verwaltung und Kreisrat sei er sicher, „dass wir im Team gute Lösungen finden“. Ein großes Thema bleibe auch, die Kreiskrankenhäuser „in ruhigeres Fahrwasser zu manövrieren“ und am besten alle vier Standorte zu erhalten. „Die Gesundheit der Menschen darf kein Spielball der politischen Ebenen sein“, sagt Just. Er spricht weitere Themen vom Klimaschutz bis hin zu den Sozialausgaben an und verbindet sie mit einer klaren Forderung an Bund und Land: Diese müssten dem Konnexitätsprinzip „endlich wieder gerecht werden: Wer Leistungen bestellt, muss auch dauerhaft für ihre Finanzierung einstehen“.
Musikalisch umrahmt wird die öffentliche Sitzung von der „Delta Groove Selection“ mit lässigem Jazz.