31.08.2026, Kultur & Freizeit

Abschied vom schönsten Arbeitsplatz

Alles Gute für den neuen Lebensabschnitt: (v.li.) Personalratsvorsitzende Annette Eckert, Bürgermeister Matthias Renschler, die in den Ruhestand verabschiedete Diana Gruber, Büchereileiterin Barbara Grabl, Barbara Langlotz und Ute Keller. Foto: Stadt Walldorf

Diana Gruber geht nach 46 Jahren in der Stadtbücherei in Ruhestand

„Ganz herzlichen Dank für die Treue zur Stadt und die wirklich sehr gute Arbeit“, sagt Bürgermeister Matthias Renschler. Nach 46 Jahren beim selben Arbeitgeber, der Stadt Walldorf, verabschiedet er Diana Gruber aus dem Team der Stadtbücherei in den wohlverdienten Ruhestand. „Für den neuen Lebensabschnitt wünsche ich Ihnen alles Gute, vor allem Gesundheit.“ Diana Gruber, das hebt der Bürgermeister hervor, habe 1980 schon ihre Ausbildung zur Bibliotheksassistentin bei der Stadt absolviert und sei im Anschluss fest angestellt worden.

„Sie haben Ihr halbes Leben in der Stadtbücherei verbracht“, sagt Büchereileiterin Barbara Grabl und bedankt sich gleichfalls herzlich. „Sie wissen, dass wir alle die Zeit genossen haben. Man kann sich keine bessere Kollegin vorstellen, das würden alle Ehemaligen und alle aus dem aktiven Team unterschreiben, sicher auch viele Leser.“ Barbara Grabl dankt für eine „prima gemeinsame Zeit“ und für „tolle Ideen“, sie wünscht „alles Gute für den Ruhestand“ und freut sich schon jetzt darauf, „dass Sie uns immer wieder besuchen kommen“. Mit einem Zitat von Astrid Lindgren – „und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen“ – gibt sie der scheidenden Kollegin mit auf den Weg, dass das Leben nun weniger aus Pflichten und Arbeit besteht, sondern gerade im Ruhestand mehr Zeit für bewusstes Nichtstun, innere Ruhe und Raum für eigene Gedanken lässt.

„Heute endet ein großes Kapitel in Ihrem Leben“, sagt die Personalratsvorsitzende Annette Eckert. Diana Gruber sei lange „die gute Seele“ in der Stadtbücherei gewesen, aber auch „Familienmensch mit Hingabe“ und Hundebesitzerin, Leidenschaften, denen sie sich nun noch mehr widmen könne. Sie habe in 46 Jahren in der Stadtbücherei viele Neuerungen erlebt, neue Leserinnen und Leser, neue Literatur. „Ich habe Sie immer hilfsbereit, freudvoll und herzlich erlebt. Ihr Fehlen wird eine spürbare Lücke hinterlassen.“ Auch Annette Eckert dankt im Namen aller Kolleginnen und Kollegen für die Treue zur Stadt und wünscht alles Gute für den Ruhestand, ganz besonders Gesundheit.

„Ich danke dir herzlich“, sagt Ute Keller, ehemalige und langjährige Kollegin, die sich noch gut daran erinnert, „wie wir gemeinsam angefangen haben“. Sie sagt: „Wir waren immer ein gutes Team und sind gute Freundinnen geworden.“ Auch deshalb komme sie selbst heute noch regelmäßig einmal pro Woche in die Bücherei und engagiere sich dort als Lesepatin.
„Ich hätte mir keinen schöneren Arbeitsplatz vorstellen können“, sagt Diana Gruber. Sie habe in der Stadtbücherei „viel Schönes“ erlebt, Bücher seien ihre Leidenschaft, zudem habe sie dort viele Menschen getroffen und „Kinder groß werden sehen“, sie habe in vielen Kindergärten vorgelesen und aus allem „viel mitgenommen“. Sie kündigt an: „Jetzt komme ich mit meinen Enkeln vorbei und freue mich auf einen Kaffee.“ Diana Gruber dankt für die gemeinsame Zeit und sagt: „Für mich war die Bücherei immer Heimat.“ Das Schöne sei, dass sie dort weiterhin jederzeit hingehen könne.