10.06.2026, Startseite
Der Walldorfgutschein soll attraktiv bleiben
Der Walldorfgutschein wird in 44 Akzeptanzstellen angenommen. Foto: Stadt Walldorf
Stadt übernimmt die Gebühren
Die Stadt Walldorf will die teilnehmenden Betriebe beim Walldorfgutschein auch in den kommenden zwei Jahren entlasten. Deshalb hat der Gemeinderat jetzt einstimmig beschlossen, die Gebühren, die bei den Akzeptanzstellen des Walldorfgutscheins anfallen würden, für 2026 und 2027 bis zu einer Höhe von insgesamt maximal 5000 Euro seitens der Stadt zu übernehmen. Ziel ist es, die Attraktivität des Walldorfgutscheins für die beteiligten Geschäfte zu erhalten. „Die Gebührenerstattung kommt eins zu eins den Betrieben zu Gute“, sagte Wirtschaftsförderin Susanne Nisius und sprach von einer „sinnvollen Förderung für die Betriebe“.
Den Walldorfgutschein gibt es seit September 2021 als digital einlösbare Guthabenkarte. Seit Anfang 2023 nutzt ihn auch die Stadt selbst für viele Geschenke. Zum 1. Januar 2026 ist das System vom Gewerbeverein an den Verein Stadtmarketing Walldorf übergegangen, der laut der Wirtschaftsförderin „emsig dabei“ ist, das System noch auszuweiten. Dass das funktioniert, zeigt die gestiegene Zahl der Akzeptanzstellen: Waren es 2025 noch 36 teilnehmende Betriebe, sind es inzwischen 44. Allein im vergangenen halben Jahr kamen acht neue Akzeptanzstellen hinzu.
Auch die weiteren Zahlen sprechen aus Sicht der Verwaltung für den Erfolg des Modells: Seit dem Start des Walldorfgutscheins erzielten die teilnehmenden Betriebe damit einen Umsatz von fast 236.000 Euro (Stichtag: Ende März). „Der Hauptteil entfällt mit 70 Prozent auf den Einzelhandel“, sagte Susanne Nisius. Elf Prozent sind es für die Gastronomie, 19 Prozent für Dienstleistungen, darunter auch Apotheken. Seit Einführung des Systems wurden Gutscheine im Gesamtwert von beinahe 330.000 Euro verkauft. Davon sind 76 Prozent wieder eingelöst worden. 39 Prozent der verkauften Gutscheine waren bezuschusste Aktionen mit zehn oder 20 Prozent Zuschuss durch die Stadt, 61 Prozent entfielen auf den freien Verkauf – etwa als Geschenke von Firmen oder Vereinen.
Hintergrund des nun bewilligten Zuschusses sind die Gebühren, die bei der Einlösung der Gutscheine entstehen. Das sind jeweils 2,9 Prozent, die beim Dienstleister „Stadtguthaben“ anfallen. Für die Jahre 2024 und 2025 hatte die Stadt bereits bis zu 6000 Euro für die Gebührenübernahme bewilligt. Tatsächlich abgerufen wurden bisher rund 4190 Euro.
Info: Im Rahmen einer Sonderaktion bietet der Stadtmarketingverein an seinem Stand beim verkaufsoffenen Sonntag am Spargelmarkt (14. Juni) den Walldorfgutschein mit zehn Prozent Zuschuss an. Alle Akzeptanzstellen finden sich auf der Homepage: www.walldorfgutschein.de.