24.06.2026, Kultur & Freizeit

Die Sommerstraße war ein einmaliger Versuch

Der Verkehrsversuch „Sommerstraße“ stieß im vergangenen Jahr auf große Ressonanz. Foto: Stadt Walldorf

Bauliche Maßnahmen sollen ab 2027 folgen

2025 lief in der vorderen Hauptstraße in der Zeit zwischen dem Spargelmarkt und der Kerwe der Verkehrsversuch „Sommerstraße“. Auch wenn das Projekt auf große und überwiegend positive Resonanz gestoßen ist, wie die Auswertung der verschiedenen Umfragen ergeben hat, ist keine Wiederholung in der Hauptstraße geplant. Die Sommerstraße war hier von Anfang an als einmaliger Versuch vorgesehen, um verschiedene Maßnahmen auszuprobieren, die unter anderem zur Belebung der Hauptstraße beitragen sollen und anschließend eventuell dauerhaft umgesetzt werden könnten. Das teilt die Stadtverwaltung mit, nachdem es im Rathaus mehrere Nachfragen gegeben hat, ob und wann die Sommerstraße auch in diesem Jahr kommt. Möglich wäre aber, dass Sommerstraßen in anderen Straßen getestet werden, beispielsweise im Rahmen des Hitzeschutzkonzepts mit Maßnahmen zur Hitzereduzierung.

Nachdem die Ergebnisse der Umfragen im Dezember 2025 im Gemeinderat präsentiert worden waren, hatte man sich zunächst im Frühjahr in den städtischen Gremien mit der weiteren Entwicklung der Hauptstraße befassen wollen. Tatsächlich wurde im Februar das Fußverkehrskonzept im Gemeinderat beschlossen, in das auch die Ergebnisse des „Leuchtturmprojekts“ Sommerstraße und der viermonatigen fußgängerfreundlichen Umgestaltung der Hauptstraße eingeflossen sind. Dass auf die temporären Maßnahmen (unter anderem Einbahnstraßenregelung, teilweise Neukonzeption der Parkplätze, Sitzmöbel und stärkere Begrünung) bisher noch keine dauerhaften baulichen Lösungen beziehungsweise deren öffentliche Beratung im Ausschuss für Technik, Umwelt, Planung und Verkehr sowie im Gemeinderat gefolgt sind, hat mehrere Gründe. So sieht das Stadtbauamt zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Hauptstraße eine qualitativ hochwertige Gestaltung, die auch Tiefbaumaßnahmen erforderlich macht, als unumgänglich an. Gleichzeitig will man auf eine behutsame Umsetzung achten, um Beeinträchtigungen durch größere Baumaßnahmen oder lange Sperrungen zu vermeiden.

Was den Zeitplan angeht, hat die Stadtverwaltung dem Gemeinderat inzwischen mitgeteilt, dass zunächst die Sanierung der Tiefgarage in der Karlstraße fertiggestellt werden soll, die im Mai begonnen hat und voraussichtlich bis Jahresende andauern wird. Hätte man, wie zunächst angedacht, bereits diesen Sommer einige einfachere Maßnahmen umgesetzt, die Auswirkungen auf die Anzahl der Parkplätze in der Hauptstraße haben, hätte die Tiefgarage in dieser Zeit nicht zur Verfügung gestanden. So will man einerseits das Parkraumangebot erhalten und zum anderen die sanierte Tiefgarage Karlstraße besser als kostenlose öffentliche Parkmöglichkeit wahrnehmbar machen, die auch von Besuchern der Hauptstraße genutzt wird. Bis 2027 sollen dann aus Sicht des Stadtbauamtes alle technischen Fragen geklärt, Planungen vollendet und Angebote zu einer Umsetzung eingeholt sein.